SEGA-Präsident: Diplomatisch gegen Second-Hand-Verkäufe
03.02.2009 | 14:24 Uhr 2009-02-03T14:24:00+0100Europas SEGA-Präsident Mike Hayes hat in einem Interview mit dem Online-Magazin GamesIndustry.biz diplomatische Töne gegenüber dem Gebrauchtwarenhandel angeschlagen. Der Kunde darf zu nichts gezwungen werden, doch Gefallen findet das Unternehmen trotzdem nicht daran.
Der Gebrauchtwarenhandel mit Spielen ist für die Gamer genauso normal wie der Verkauf eines Wagens. Warum sollte man das eine dürfen und das andere nicht? Publisher und Entwickler sehen das hingegen ganz anders. Spiele seien geistiges Eigentum, der Weiterverkauf würde der Branche schaden. Wenn die Käufer nicht mehr in neue Spiele investieren, sondern nur noch untereinander handeln, könnte sich das schlecht auf die Neuverkäufe auswirken.
Unternehmen wie GameStop schlagen aus diesem Geschäft ihren Profit. Entwickler und Publisher erhalten vom Weiterverkauf nichts. Auch SEGA-Europe-Chef Mike Hayes unterstützt diese Praktiken nicht. Man würde den Gebrauchthandel genau im Auge behalten. Allerdings wäre der Image-Schaden für die Firmen nach Hayes‘ Ansicht zu groß. Man dürfe nicht versuchen, den Leuten den Gebrauchthandel zu verbieten, um ihnen den Kauf neuer Exemplare dadurch aufzuzwingen.
Gleichzeitig müsse man auch die Existenz des Gebrauchtmarktes ernst nehmen und realistisch bleiben. Bedrohlich für den Abverkauf sei der Verkauf von gebrauchten Spielen noch nicht. Generell würde der Käufer noch immer lieber eine Originalversion besitzen. Dass die Games-Branche selbst Leih-Versionen herstellt, sei zu kompliziert.
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