Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Neuheit

"Starhawk" - die Droge der Zukunft

20.05.2012 | 08:45 Uhr
Vor allem der temporeiche Multiplayer von "Starhawk" überzeugt.Foto: Sony

Western im Weltall: "Starhawk" präsentiert sich als flotter Genregrenzgänger und vermengt Schießereien am Boden und in der Luft mit strategischen Basisbauelementen. Dabei überzeugt in erster Linie der temporeiche Multiplayer. Doch auch als Einzelspieler kann man sich ordentlich austoben.

Rasante Duelle zwischen den Sternen, Schießereien am Boden und Anflüge von Taktik: Sony präsentiert mit "Starhawk" den geistigen PS3-Nachfolger des Online-Spektakels "Warhawk". Ein wilder Sci-Fi-Western mit deutlicher Multiplayer-Schlagseite. Allerdings dürfen sich auch Einzelspieler austoben.

In der Solo-Kampagne von "Starhawk" dreht sich alles den raubeinigen Weltraumrevolverhelden Emmet Graves - und um die "Rift"-Energie. Das Zeug wird für den Bau und Betrieb von High-Tech benötigt, hat bei Kontakt aber üble Nebenwirkungen. Auch Emmet ist verseucht, ist aber immerhin noch Herr über seine sieben Sinne - anders als die bestialisch entstellten "Rifter", deren Organismen mit der Substanz derart durchdrungen sind, dass sie ihren eigenen Willen verloren haben und einzig von dem Gedanken beseelt sind, sich den nächsten Schuss Rift-Energie zu verpassen.

Kampf an zwei Fronten

Die Tatsache, dass sich Emmets Bruder ebenfalls in den stetig wachsenden Reihen der sabbernden Amokläufer befindet, hält ihn nicht davon ab, diese Outlaws bis aufs Messer zu bekämpfen: Die Rift-Minen auf den Planetenoberflächen sind nämlich ebenso begehrtes Rifter-Ziel wie die gigantischen Transporter, die - bis zum Bersten mit dem blauen Saft gefüllt - gemächlich zwischen Himmelskörpern und Donut-förmigen Asteroiden herumschippern.

Spiele-Bewertung
Starhawk

Hersteller: Sony
Vertrieb: Sony
Erhältlich ab: 11.05.2012
Preis: Ca. 60 Euro
EAN Code: 0711719233831
Schwierigkeit: Für Fortgeschrittene und Profis
Alter: ab 16 Jahren
Multiplayer: 2-32 (WWW)

Bewertung

Grafik: gut
Steuerung: gut
Sound: gut
Spielspass: gut
Gesamt: gut

Darum müssen Emmet und seine Kollegen an gleich zwei Fronten kämpfen: Um die Abbau-Stationen auf den Planeten zu verteidigen, hecheln sie in Manier eines Third-Person-Shooters durch staubige Wüsten, zerklüftete Felsmassive und dampfende Giftsümpfe, während die Outlaws und ihre Maschinen in Wellen auf dem Schlachtfeld landen.

Action und taktischer Basisbau

Weil Emmet trotz Blei- und Plasma-Puste schnell kein Land mehr sieht, kann er - mit etwas Unterstützung von oben - ein ganzes Sammelsurium unterschiedlicher Gerätschaften und Gebäude in die Landschaft herbeiordern. Neben automatisch feuernden Geschütztürmen, Hochsitzen, Wachposten, Mauerstücken, Hover-Bikes, Panzer und Buggies sind darunter auch Landestationen für die namengebenden "Starhawks": Diese sind am Boden kolossale Kampfroboter. Auf Knopfdruck verwandeln sie sich jedoch in blitzschnelle Raumjäger, die neben MG-Munition zielsuchende Raketen verschießen - aber auch von normalen Soldaten mit Raketenwerfern vom Himmel geholt werden.

Starhawk

Der Kampagnen-Modus ist eine durchaus unterhaltsame Vorbereitung auf die Multiplayer-Matches - und fühlt sich deshalb auch so an: Statt der bis zu 32 menschlichen Mitspieler sind es hier Computer-Kollegen, die in den riesigen Gebieten zusammen mit Emmet die Waffen zücken oder auch mal strecken.

Online geht's jedoch ungleich rasanter zu. Neulinge werden sich deshalb etwas schwerer tun, Zugang zu finden - zumal der Entwickler keine der knapp zehn Spielvarianten erklärt. Dafür ist die Steuerung denkbar einfach geraten, weshalb der Spagat zwischen Action und taktischem Basisbau sich zu einem echten Dauerbrenner entwickeln dürfte. (_teleschau - der mediendienst)

Facebook
Kommentare
Umfrage
Bastian Schweinsteiger wird neuer Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft. Was halten Sie von der Entscheidung?

Bastian Schweinsteiger wird neuer Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft. Was halten Sie von der Entscheidung?

 
Fotos und Videos
Tales of Xillia 2
Bildgalerie
Rollenspiel
Shovel Knight
Bildgalerie
Action-Platformer
Mind: Path to Thalamus
Bildgalerie
Adventure
Aus dem Ressort
"Tales of Xillia 2" liefert Hardcore-Kost für JRPG-Fans
Rollenspiel
Wer das sperrige Spielsystem durchblickt und den Vorgänger gespielt hat, der findet in "Tales of Xillia 2" ein zwar altbackenes, aber durchdachtes Japano-Rollenspiel, das ihn für Wochen beschäftigt. Wer jedoch nicht in der Materie steckt, sollte um diesen Titel einen Bogen machen.
"Shovel Knight" - Der mit Schaufel kämpfende Retro-Held
Action-Platformer
Auch wenn alte 8Bit- und 16Bit-Spiele ihren Reiz so langsam verlieren, macht "Shovel Knight" von Yacht Club Games einiges her. Obwohl der Ritter mit seiner Schaufel viel Retro-Charme versprüht, wiederholt er sich zu oft. Zudem ist der Schwierigkeitsgrad absurd hoch - nur für Profis spielbar.
Action-Spiel "Kick-Ass 2" enttäuscht auf ganzer Linie
Games-Kritik
Mark Millars Comic-Miniserien über Kick-Ass und Hit Girl kehren nach zwei Hollywood-Verfilmungen als Action-Game auf PC, PS3 und Xbox 360 zurück. Der Spaß hält sich angesichts der hingeschluderten Adaption in Grenzen. Die Story verschwimmt im Pixelblut.
"Mind: Path to Thalamus" verkommt zum Still-Leben
Adventure
Ego-perspektivische Reise ins Ich: Das Adventure "Mind: Path to Thalamus" von Indie-Narzist Carlos Coronado will eine packende Selbsterfahrungs-Story erzählen, bietet aber nur ein begehbares Still-Leben mit platten Puzzles.
"Diablo 3: Reaper of Souls" ist wie für die Konsole gemacht
Action-Rollenspiel
Teuflischer Nachschlag: Die "Ultimate Evil Edition" von "Diablo 3: Reaper of Souls" macht das beste Action-Rollenspiel größer, gemeiner, schöner - und vor allem: fit für die neuen Konsolen! Zudem macht der erweiterte Schwieigkeitsgrad die Next-Gen-Konsolen-Version zum richtigen Zeitfresser.