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Segas "Virtua Tennis 4" bleibt bei seinen Arcade-Wurzeln

10.05.2011 | 09:00 Uhr
Segas "Virtua Tennis 4" bleibt bei seinen Arcade-Wurzeln
"Virtua Tennis 4" bietet gewohnt arcadelastiges Gameplay und unterstützt die Bewegungssteuerung bei allen Konsolen.

Das Duell ist eröffnet: "Virtua Tennis 4" gegen "Top Spin 4". Welches der beiden Spiele das geeignetere ist, fällt leicht wie nie zuvor. "Top Spin 4" ist deutlich das einsteigerfreundlichere Spiel, dafür muss man beim Realismus Abstriche machen.

Der Genrekonkurrent "Top Spin 4 " ist erst seit wenigen Wochen auf dem Markt. Nun zieht die Konkurrenz nach: Sega setzt die "Virtua Tennis"-Reihe fort. Ausgabe vier der Marke, die es seit 2002 gibt, erfindet sich an vielen Stellen im Vergleich zum Vorgänger neu. Die Entscheidung, welches der beiden Spiele das geeignetere ist, fällt dabei leicht wie nie zuvor.

Virtua Tennis 4

Verglichen mit "Top Spin 4" ist "Virtua Tennis 4" auch diesmal das deutlich einsteigerfreundlichere, weil immer noch arcadelastigere Spiel. Auch wenn im Vergleich zum Vorgänger an der Steuerung etwas gearbeitet wurde - es bleiben eben nur drei verschiedene Schläge. Dazu: ein Superschlag, der möglich wird, wenn eine entsprechende Anzeige geladen ist. Der Athlet fegt in übermenschlicher Geschwindigkeit über den Platz. Die Variationsmöglichkeiten sind deutlich geringer als bei der Konkurrenz. Was schlicht bedeutet: "Virtua Tennis 4" ist das leichtere, ja sogar kindertaugliche Spiel.

Seine Vorzüge hat es zudem in der Bewegungssteuerung. Gerade mit Move, Kinect und Wii entwickeln sich die Duelle auf dem Court zu einem echten und dabei mit Abstrichen auch realistischen Spaß.

Verzweifeln an unpräziser Steuerung

Spiele-Bewertung
Virtua Tennis 4

Hersteller: Sega
Vertrieb: Sega
Multiplayer: 2-4
Schwierigkeit: Einsteiger und Fortgeschrittene
VÖ: 29.04.2011
Preis: ca. 60 Euro

Bewertung

Grafik: gut
Steuerung: befriedigend
Sound: befriedigend
Spielspaß: befriedigend
Alter: ab 0 Jahren
Gesamt: befriedigend

Wer jedoch alleine antritt, wird am Charakter des Spiels bisweilen verzweifeln. Denn mit den PlayStation3- und Xbox-Controllern erweist sich die Steuerung als nicht immer präzise. Viel zu oft nehmen die Ballwechsel zudem den altbekannten Verlauf. Man treibt seinen Gegner so lange von links nach rechts, bis er eben den Ball nicht mehr erlaufen kann. Ärgerlich: Wer nicht perfekt steht, wird mitunter mit merkwürdigen Ballonbällen abgestraft. Was übrigens auch bei Netzangriffen geschehen kann. Ohnehin ist dort ein bisschen viel dem Zufall überlassen.

Kern des Spiels ist eine "World Tour". Nicht der übliche Kalender-Modus also. Stattdessen reist man mit dem selbst kreierten Sportler wie in einer Art Würfelspiel um die Welt. Auf jedem Feld warten entweder entspannende Pausen, auch mal ein Luxusaufenthalt im Hotel, der die Kondition wieder hochschraubt, oder eben bestimmte Herausforderungen. Hier sind sie dann untergebracht - die bei Segas Tennissimulation üblichen Minispielchen (Kegel umwerfen usw.), mit denen Schlaghärte, Präzision und Laufarbeit trainiert werden. Wer die kleine Aufgaben erfolgreich bewältigt, erweitert seine Fähigkeiten.

Fantasievoller Karrieremodus ohne Bezug zur Realität

Ab und an warten Turniere, bei denen Sterne erspielt werden können, die man wiederum braucht, um an weiteren Turnieren teilnehmen zu dürfen. Dazu kann mit dem erspielten Geld die Ausrüstung verbessert werden. Ein detailreich und sicher auch fantasievoll gestalteter Karrieremodus also, der aber mit dem realen Tennis nur wenig zu tun hat und an manchen Stellen dann auch ziemlich auf die Nerven geht. Wer viel Geduld beweist und auf die Anweisungen seines Coachs hört, steigt irgendwann in der Weltrangliste nach oben und darf sich dort mit realen Größen des Sports messen.

Für das Spiel zwischendurch eignen sich die Modi "Arcade" und "Showmatch". Wer will, schlüpft hier in die Haut namhafter Stars, darunter Roger Federer, Rafael Nadal, Andy Murray, Caroline Wozniacki oder Maria Sharapova. Für die deutschen Fans sind Tommy Haas, Philipp Kohlschreiber und auch Boris Becker (wie zwei weitere "Legenden" nur bei der PlayStation3) dabei. Sie sind grafisch durchaus ansprechend gehalten. Hier liegt "Virtua Tennis" nur knapp unter dem Niveau der Konkurrenz, zumal beide auf der PlayStation auch über einen, allerdings entbehrlichen, 3D-Modus verfügen. Pluspunkt am Rande: Das gesamte Spiel liegt in einer deutschen Sprachversion vor.
(_teleschau - der mediendienst)

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