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"Rock of Ages" eignet sich für die kleine Partie zwischendurch

18.09.2011 | 09:00 Uhr
"Rock of Ages" eignet sich für die kleine Partie zwischendurch
"Rock of Ages" ist zum Kugeln - buchstäblich! Foto: Atlus

Mit einer gigantischen Felsmurmel muss der Spieler bei "Rock auf Ages" das Stadttor des Gegners zerlegen. Dabei reist er durch die Städte Europas in unterschiedlichen Epochen. Was sich originell und lustig anhört, ist aber auf Dauer etwas monoton.

Zum Kugeln: Im Download-Spiel "Rock of Ages" muss mit Witz, Strategie und einer gigantischen Felsmurmel das Stadttor des Kontrahenten zerlegt werden. Das ist allerdings nur über einen dünnen Steg zu erreichen, der wiederum mit zahlreichen Hindernissen gespickt ist. Noch ungewöhnlicher ist jedoch der Grafikstil von "Rock of Ages", der zum einen an die Gemälde der gewählten Epoche erinnert, zum anderen an die herrlich skurrilen "Monty Python"-Animationsfilmchen.

Banale Hintergrundgeschichte

Die Hintergrundgeschichte fällt banal aus: Der tragische Held Sisyphos ist es leid, den blöden Stein in der Unterwelt ständig einen Hang hinaufzurollen und schließlich doch zu scheitern. Also bricht er aus dem Schattenreich aus und klappert von dort aus diverse Städte Europas in den unterschiedlichsten Epochen ab. Ein Trip durch die Geschichte der Menschheit - von der Antike bis zur Romantik. Stets mit dabei: sein kugelrunder Freund, ein Felsklotz mit nettem Grinsen. Mit ihm werden Gefechte gegen Gegner wie König Leonidas, Giovanni diMedici, Plato, Karl der Große, der Sonnenkönig Ludwig XIV. oder die personifizierte Pest ausgetragen.

Spiele-Bewertung
Rock of Ages

Hersteller: ACE Team/ Vertrieb: Atlus USA

Multiplayer: 1-2 (WWW)

Sonstiges: Minimum Dualcore-CPU mit 1,6 GHz, 1,5 GB Ram, 1,2 GB Festplattenspeicher, Grafikkarte mit 256 MB

Schwierigkeit: Für Anfänger, Fortgeschrittene

Preis: 8 Euro

Bewertung

Grafik: gut

Steuerung: gut

Sound: gut

Spielspaß: gut

Alter: Ab 12 Jahren

Gesamt: gut

Dafür wird die Kugel von fleißigen Arbeitern automatisch auf ihren großen Offensiveinsatz vorbereitet. Gleichzeitig muss die Defensive organisiert werden: Schleudern wollen justiert, Kuhherden positioniert, explosive Fässer und Türme platziert werden, um die gegnerische Kugel auszubremsen. Denn auch der vom Computer gelenkte Kontrahent ist nur darauf aus, die Tore der Spielerfestung zum Bersten zu bringen.

Herausforderung hält sich in Grenzen

Steht die Kugel zum Abrollen bereit, schaltet das Spiel aus der Vogel- in eine Verfolgerperspektive um. Fortan wird die Riesenmurmel wie in einem Actionspiel gelenkt. Werden auf dem unaufhaltsamen Weg nach unten Gebäude zerstört, klingelt's in der Kriegskasse. Mit dem Geld lassen sich wiederum Verstärkungen für den Steinbrocken wie etwa eine Feuerummantelung erwerben - oder neue Einheiten für die Defensive zu rekrutieren. Hin und wieder müssen Zwischengegner wie ein Drache oder eine Statue, die sich gerne mal an ihrem Marmorhintern kratzt, besiegt werden. Doch die Herausforderung hält sich in Grenzen.

Abwechslung fehlt

Was sich insgesamt originell und lustig anhört, ist aber auf Dauer etwas monoton: Trotz unterschiedlicher Grafikstile und Epochen fehlt es spielerisch schlicht an Abwechslung. Zudem ist die Defensive klar im Nachteil: Es gewinnt stets derjenige, der am schnellsten seine Kugel an den Start und somit Richtung gegnerische Festung bugsiert bringt - das gilt sowohl für den Einzel- als auch den Mehrspielermodus.

Rock of Ages

Trotzdem ist "Rock of Ages" für eine kleine Partie zwischendurch prima geeignet: Das Tempo ist hoch, die Physik überzeugend, und das teils abgedrehte Leveldesign ausnahmslos hervorragend. Ein besonderes Lob verdienen die herrlich abgedrehten Zwischensequenzen im Stile von Monty Python und "South Park" sowie die humoristische Ausrichtung des Titels. Acht Euro, die man guten Gewissens ausgeben darf. (_teleschau - der mediendienst)

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