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Survival-Horror

"Resident Evil 6" von Capcom stiehlt "Revelations" die Show

02.02.2012 | 08:45 Uhr
"Resident Evil 6" von Capcom stiehlt "Revelations" die Show
"Resident Evil 6" überzeugt durch Detailverliebte 3D-Grafik.

Mit seinem spannendem Inhalt und detailverliebten 3D-Grafiken übertrumpft der sechste Teil der Erfolgsreihe "Resident Evil" den neuen 3DS-Ableger "Revelations". Zusätzlichen Nervenkitzel bietet das neue Hardware-Accessoire Circle Pad Pro.

Begleitet von einer aufwendigen viralen Werbekampagne und spektakulärem Trailer kündigte Capcom jüngst den sechsten Teil der "Resident Evil" -Reihe für Xbox 360 und PS3 an - und stahl damit dem brandneuen 3DS-Ableger "Revelations" glatt die Show.

Der ist - nomen est omen - tatsächlich eine kleine Offenbarung und kombiniert Survival Horror der alten "Resident Evil"-Schule mit einem grafischen Effektfeuerwerk, das man auf Nintendos 3D-fähiger Hosentaschenkonsole in dieser Form noch nicht erleben durfte. Elementares Utensil im Überlebenskampf ist aber ein neues Hardware-Accessoire: das Circle Pad Pro, das zeitgleich auf den Markt kommt.

Circle Pad Pro

Das rund 20 Euro teure Anhängsel erweitert das 3DS im Grunde nur um einen zusätzlichen Analogstick und zwei weitere Schultertasten - und verdoppelt dabei glatt des Gewicht der tragbaren Konsole.

Doch das Plus an Kontrolle und Bedienungskomfort ist nicht zu verachten - vor allem in einem Spiel wie "Resident Evil: Revelations", indem man im Minutentakt von geifernden Zombies und bizarrer Mutanten belagert wird und nun erstmals - kein Scherz! - gleichzeitig laufen und schießen kann. Aber auch andere 3DS-Titel werden das Feature künftig unterstützen, das vor allem Action- und Rollenspielern zupass kommt.

Inhalt von "Revelations"

Inhaltlich ist der "Revelations"-Plot rund um ebenso ominöse wie rücksichtlose Bioterroristen, die ein neues Virus in die Welt setzen, irgendwo zwischen Teil vier und fünf der Survival-Horror-Reihe angesiedelt. Serien-Urgestein Jill Valentin (bekannt aus "Nemesis") und Neuzugang Parker Luciani werden zu Beginn auf einen verlassenen Kreuzfahrtdampfer verfrachtet, auf dem bereits Jills Kollege Chris Redfield vor Kurzem verschwand - und der mit unglaublich bösen Überraschungen aufwartet.

Resident Evil

Welche das sind, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Nur so viel: Die Handlung beschränkt sich weder auf das Geisterschiff noch auf eine feste Zeitebene. In Rückblicken geht's in die von den Veltro-Bioterroristen attackierte Stadt Terragrigia, mit einem anderen Team auch in eine Basis in Alaska - und wieder zurück.

"Revelations" nutzt an vielen Stellen sogenanntes Backtracking und lässt Spieler mehrfach bestimmte Orte besuchen. Einer der wenigen Kritikpunkte am Spiel - zusammen mit der gewöhnungsbedürftigen Standard-Steuerung ohne Circle Pad.

Erstklassige Zwischensequenzen sowie detailverliebte 3D-Grafiken mit schaurig-schönem Tiefeneffekt lassen darüber jedoch schnell hinwegsehen - zumal "Revelations" spielerisch zu den Serien-Wurzeln zurückkehrt. Bedeutet: Das Spieltempo ist eher gemächlich, Action-Einlagen und ruhige Passagen halten sich die Waage, Munition ist Mangelware, aufgelesene Kräuter versprechen Heilung und die Anspannung ist nicht zuletzt wegen der beklemmenden Musikuntermalung ein ständiger Begleiter.

Spielebewertung
"Resident Evil Revelations"

Hersteller: Capcom Europe
Vertrieb: Nintendo
Multiplayer: 1-2
Schwierigkeit: Für Fortgeschrittene
VÖ: 27.01.2012
Preis: ca. 45 Euro

Bewertung
Grafik: sehr gut
Steuerung: sehr gut
Sound: sehr gut
Spielspaß: sehr gut
Alter: ab 16 Jahren  Gesamt: sehr gut

Neu ist dagegen der sogenannte Genesis-Scanner. Damit können Jill und Co. ihre Gegner durchleuchten (wird ebenfalls mit Heilkräutern belohnt) oder die Umgebung nach versteckten Gegenständen absuchen, mit denen sich unter anderem das eigene Waffenarsenal an verstreuten Munitionskisten aufwerten lässt.

Vergebliche Suche nach echten Rätseln

Echten Rätseln begegnet man im Zombieland dagegen eher selten - und wenn doch, müssen meist nur ein paar Schaltkreise auf dem unteren Touchscreen überbrückt werden, der sonst zur Verwaltung des Inventars und als Übersichtskarte dient.

Nach zwölf Episoden und rund zehn Stunden durchgängig spannender Unterhaltung warten noch ein höherer Schwierigkeitsgrad und ein sogenannter Raid-Modus, in dem man on- wie offline mit einem Kumpel in 20 Missionen auf Biomutantenjagd gehen kann. Der krönende Abschluss für eins der besten 3DS-Games, die derzeit erhältlich sind. (_teleschau - der mediendienst)

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