Platter Ballerspaß bei "Renegade Ops" von Sega
26.09.2011 | 12:10 Uhr 2011-09-26T12:10:19+0200
Stumpfsinn kann so unterhaltsam sein: "Macht nicht lange rum, macht alles platt!" lautet das schlichte Motto von Segas Download-Game "Renegade Ops". Trotz der platten Spielmechanik macht der Titel durchaus Spaß.
Auto-Action unter Palmen: "Just Cause"-Entwickler Avalanche beschert ballerfreudigen Bleifüßen mit "Renegade Ops" einen Download-Shooter mit gewollt stumpfsinnigem Spielhallencharme.
Avalanche hat es gerne rau und bleihaltig - das stellen die Schweden jetzt einmal mehr unter Beweis: Ihr Xbox-360- und PS3-Action-Game "Renegade Ops" ist eine lupenreine Arcade-Ballerei, die rein zufällig hinter dem Steuer eines waffenstarrenden Buggies stattfindet.
Terroristen das Handwerk legen
Der Spieler steuert das Vehikel mit dem linken Analogstick durch dampfenden Dschungel, aztekische Ruinen und staubtrockene Wüsten. Mit dem rechten lässt er feindliche Autos, kanonenbestückte Amphibienfahrzeuge, Panzer und riesige Militärhubschraber im Akkord verglühen. Natürlich im Namen von Frieden und Gerechtigkeit. Schließlich ist man im Auftrag eines verwegenen Colonels unterwegs, um einem irren Terroristen nebst Gefolge das Handwerk zu legen.
Dass die schmale Hintergrundgeschichte ungefähr auf dem Naivlings-Niveau einer "G.I. Joe"-Episode rangiert, stört dabei herzlich wenig. Hier kommt es nur auf die Action an. Mit etwas Fantasie kann man die per Comic-Bildchen erzählte Story auch als Parodie auf die fadenscheinigen Zerstörungslegitimationen antiker Spielhallen-Ballereien verstehen.
Hersteller: Sega/ Vertrieb: Sega
Multiplayer: 2-4
Sonstiges:
Schwierigkeit: Für Einsteiger und Fortgeschrittene
Preis: ca. 15 Euro
Bewertung
Grafik: sehr gut
Steuerung: gut
Sound: gut
Spielspaß: gut
Alter: ab 16 Jahren
Gesamt: gut
Technisch gibt sich "Renegade Ops" keine Blöße: Das tropische Terrain wurde mit viel Liebe zum 3D-Detail gestaltet, die Kamera hat man für den stilechten Arcade-Look über dem Spielgeschehen positioniert. Neben schicker Grafik, feurigen Effekten und wuchtigen Hymnen sorgt vor allem das Level-System für Laune, mit dem jeder der vier Renegade-Piloten zu einem noch tödlicheren Fahrer gemacht werden kann: Je nach Spezialisierung der Piloten werden Talente wie ein persönlicher Schutzschirm oder ein chirurgischer Luftschlag ausgebaut, auch die Panzerung des Vehikels und die Überlebensfähigkeiten wollen fleißig aufgemotzt werden. Für zusätzlichen Pep sorgen kurze, aber knackige Ausflüge an Bord anderer Vehikel - darunter ein schicker Heli und ein atombeladener Schwertransporter.
Knackiger Schwierigkeitsgrad
Wer den deftigen Schwierigkeitsgrad nicht scheut und nostalgisch inspirierte Ballerspektakel schätzt, wird sich von den flotten "Renegade Ops"-Buggies kaum losreißen können. Vor allem, wenn man zusammen mit einem Freund in die Splitscreen-Schlacht rast oder online zu viert ausrückt, um den Bildschirm glühen zu lassen. (_teleschau - der mediendienst)
0mitdiskutieren