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"MotoGP 10/11" von Capcom ist nur für Profis ein Spaß

11.04.2011 | 09:00 Uhr
"MotoGP 10/11" von Capcom ist nur für Profis ein Spaß
Neues Jahr, neues Glück: Capcom veröffentlicht einen weiteren Ableger seiner "MotoGP"-Reihe.

Biker, die auf der Suche nach einer echten Herausforderung sind, können sich freuen: "MotoGP 10/11" von Capcom ist ein extrem harter Brocken, dessen Reiz sich ausschließlich frustresistenten PS3- und Xbox-360-Besitzern erschließt.

Capcoms "Moto GP10/11" ist kein Spiel für all jene, die auf den schnellen Erfolg aus sind. Zum einen haben es die Wettbewerbe, allen voran die Weltmeisterschaften und der Karrieremodus, in sich. Zum anderen sind die lizenzierten Motorräder dreier Leistungsklassen nur mit viel Übung im Zaum und auf der Strecke zu halten.

"MotoGP 10/11"

Dass Zweiräder wesentlich schwerer zu bändigen sind als Autos, ist klar. Allerdings ist die Lenkung von "MotoGP 10/11" so sensibel, dass selbst winzigste Bewegungen zum sofortigen Aufschaukeln des Bikes führen. Ganz ehrlich: Es wäre besser gewesen, wenn die Entwickler - zumindest in den beiden einfacheren Schwierigkeitsgraden - das Fahrverhalten zivilisiert hätten. Denn trotz aller nur erdenklichen Fahrhilfen ist es verdammt schwer, das Motorrad gekonnt über die Original-Kurse zu jagen.

Profis kommen vollends auf ihre Kosten

Spielebewertung
MotoGp 10/11

Hersteller: Monumental Games/ Vertrieb: Capcom Europe 

Multiplayer: 2-20 (WWW) 

Schwierigkeit: Für Fortgeschrittene 

VÖ: 18.03.2011

Preis: ca. 50 Euro 

EAN Code: 5055060962466 

Bewertung 

Grafik: befriedigend 

Steuerung: befriedigend 

Sound: gut 

Spielspaß: befriedigend 

Alter: ab 0 Jahren 

Gesamt: befriedigend 

Profis, denen solche Probleme nur ein mitleidiges Lächeln entlocken, kommen hingegen vollends auf ihre Kosten. Abgesehen von einigen Nachlässigkeiten, etwa dem teils seltsamen Verhalten der Computergegner, dem Verzicht auf ein Schadensmodell oder den kaum spürbaren Unterschieden zwischen trockener und nasser Strecke, ist "MotoGP 10/11" für PS3 und Xbox 360 genau das, was sie sich wünschen: Eine über alle Maßen herausfordernde Motorrad-Simulation, in der man nicht nur für den Ausgang eines Rennens verantwortlich ist, sondern sich auch um das Umfeld samt Ingenieuren und PR-Beratern kümmern muss.

Zu Beginn der Karriere, die sich übrigens zum ersten Mal auch im Split-Screen-Koop-Modus spielen lässt, tritt man in der 125-Kubikzentimeter-Klasse an. Das große Ziel ist es, über die Moto2-Meisterschaft den MotoGP zu erreichen und gegen alle aktuellen Fahrer anzutreten.

Grafik hat sich kaum verbessert

Gegenüber dem Vorgänger wurde die Grafik kaum verbessert. Während die Bikes mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet wurden, wirken Fahrer und Strecken arg steril und altbacken. Das liegt vor allem Verzicht auf typische Animationen wie Gas geben oder Schalten. Online können bis zu 20 Spieler gegeneinander fahren. Wer will, kann die leeren Startplätze mit Computerfahrern auffüllen. Richtig motivierend ist das aber nicht, da das Game auf Online-Statistiken verzichtet. (_teleschau - der mediendienst)

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