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Rollenspiel

"Dragon Quest VI" ist ein liebevoll restauriertes Stück japanische Rollenspiel-Geschichte

17.05.2011 | 14:01 Uhr
Mit "Dragon Quest VI - Wandler zwischen den Welten" veröffentlichen Nintendo und Square Enix ein liebevoll restauriertes Stück japanische Rollenspiel-Geschichte.

Mit "Dragon Quest VI - Wandler zwischen den Welten" veröffentlichen Nintendo und Square Enix ein liebevoll restauriertes Stück japanische Rollenspiel-Geschichte. Die DS-Version des Spiels überzeugt mit hübscher 3D-Grafik und liebevoller Übersetzung.

Fans bezeichnen das Dreigestirn aus den "Dragon Quest"-Episoden vier bis sechs wegen ihrer lockeren Story-Zusammenhänge als die "Celestials"-Trilogie. Tatsächlich haben alle drei Teile einst das spielerische Regelwerk etabliert, von dem das japanische Rollenspiel-Genre noch heute zehrt. Umso erfreulicher, dass es mit der Veröffentlichung von "Wandler zwischen den Welten" jetzt alle Episoden auf Deutsch gibt: Auch "Dragon Quest IV: Die Chronik der Erkorenen" und "Dragon Quest V: Die Hand der Himmelsbraut" sind bereits für Nintendos Kleinsten erschienen.

Pfiffige Erzählkniffe gegen gängige Heldenklischees

Spiele-Bewertung
"Dragon Quest VI"

Hersteller: Nintendo

Vertrieb: Nintendo

Multiplayer: nein

Schwierigkeit: Für Fortgeschrittene

VÖ: 2011-05-20

Preis: ca. 40 Euro

Bewertung

Grafik: gut

Steuerung: sehr gut

Sound: gut

Spielspaß: sehr gut

Alter: ab 6 Jahren

Gesamt: sehr gut

Wie seine Vorgänger hinterfragt "Wandler zwischen den Welten" durch pfiffige Erzählkniffe die gängigen Heldenklischees. Mehr noch: Durch den Wechsel zwischen zwei Existenzebenen wird die gesamte Heldenrealität auf den Kopf gestellt - inklusive des Bildes vom klassischen Endgegner. Vordergründig erlebt man die Abenteuer eines Jungen vom Lande, der auszieht, um im Auftrag seines Königs ein reptilienhaftes Ober-Ekel zu erledigen - aber letztlich ist alles anders, als es scheint.

Weniger hintergründig, aber dafür umso leichtfüßiger ist die bewährte "Dragon Quest"-Spielmechanik: Die possierliche Truppe rund ums spielerische Alter Ego schwadroniert durch eine durch und durch positiv aufgeladene Spielwelt, in der selbst die Gegner derart niedlich sind, dass man sich fast schon dafür schämt, ihnen mit dem Schwert eins überzuziehen. Kein Wunder: Die putzigen Kerlchen stammen wie bei allen "Dragon Quest"-Teilen aus der Feder des berühmten Manga-Zeichners Akira Toriyama ("Dragonball").

Liebevoll restauriertes Stück japanische Rollenspiel-Geschichte

Die extrem häufigen Zufallsgefechte, bei denen man den Feind vor der Begegnung nicht anrücken sieht, sind nach heutigen Maßstäben zwar dezent angestaubt ("Dragon Quest IX" für den DS gibt sich hier schon deutlich moderner), aber in Anbetracht der perfekten Gefechts-Balance ist dieses kleine Manko verschmerzbar. Verständlich außerdem, dass Square Enix am Originaldesign nicht rumpfuschen wollte.

"Dragon Quest VI"

So oder so erhält der Rollenspiel-Fan hier ein liebevoll restauriertes Stück japanische Rollenspiel-Geschichte, das heute wie damals vor den Bildschirm bannt und so manche aktuelle Millionen-Dollar-Produktion locker in die Tasche steckt. (_teleschau - der mediendienst)



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