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Bei "NBA 2K12" tritt der Spieler gegen Michael Jordan und Nowitzki an

13.10.2011 | 09:00 Uhr
Bei NBA 2K12 treten die Stars des Basketball gegeneinander an. Bild: 2K Games

Während Klubvertreter und Spielergewerkschaft noch über Spielergehälter diskutieren und es nicht einmal sicher ist, ob die amerikanische Basketballliga NBA überhaupt stattfindet, veröffentlicht 2K Sports den Geniestreich "NBA 2K12".

"NBA 2K12" könnte das offizielle Spiel zu einer Geistersaison werden. Ein Ende des sogenannten Lockouts in der amerikanischen Basketballliga NBA ist nicht in Sicht, noch immer streiten Klubvertreter und Spielergewerkschaft um Einschnitte bei den üppigen Gehältern. Der reguläre Saisonauftakt am 1. November ist kaum noch einzuhalten, manch einer glaubt schon an einen Totalausfall.

Glück im Unglück für Publisher 2K Sports: In diesem Jahr setzte man den Schwerpunkt in der "NBA 2K"-Reihe ohnehin völlig anders und lässt Fantasieduelle virtuelle Realität werden. Und: Konkurrenz muss man ohnehin nicht fürchten. EA nimmt sich nach wie vor eine Auszeit .

15 Legenden zur Auswahl

Eines der Kernelemente von "NBA 2K12" ist der "NBA's Greatest"-Modus. Darin stehen 15 Legenden zur Auswahl - darunter darunter Magic Johnson, Michael Jordan, Larry Bird, Kareem Abdul-Jabbar oder Julius "Dr. J" Ervin Für jede dieser schillernden Persönlichkeiten haben sich die Entwickler ein besonderes Match herausgepickt, das nachgespielt werden darf.

NBA 2K12

Das Resultat ist eine Zeitreise durch die NBA-Historie, bei der nicht nur die Sportler selbst, sondern vor allem die ungeheure Detailliebe bei der Inszenierung beeindrucken. Frisuren, Outfits (lange Strümpfe, kurze Hosen), Bodenbeläge und das Fehlen der Dreier-Linie bis 1979 - all das wurde berücksichtigt. Zusätzlich lassen spezielle Kameraeffekte und Farbfilter das Ganze wie eine Fernsehübertragung aus jener Epoche wirken.

Die Legenden von einst dürfen aber nicht nur untereinander ausmachen, wer denn nun der Beste aller Zeiten ist, sondern auch gegen die aktuellen Stars der Liga antreten. Ob Meister Dirk Nowitzki gegen "His Airness" Michael Jordan Land gesehen hätte? Ob Lakers-Punktegarant Kobe Bryant gegen den als Silhouette im NBA-Logo verewigten Spielmacher Jerry West gestrahlt hätte? "NBA 2K12" bietet reichlich Gelegenheit, solche Debatten ein für alle Mal zu beenden - und noch vieles mehr.

Das Alter Ego im Profiteam

Spiele-Bewertung
NBA 2K12

Hersteller: Visual Concepts
Vertrieb: Take 2 Interactive
Multiplayer: 2-4
Schwierigkeit: Für Fortgeschrittene und Profis
VÖ: 2011-10-07
Preis: ca. 60 Euro
EAN Code: 5026555407328

Bewertung

Grafik: sehr gut
Steuerung: sehr gut
Sound: sehr gut
Spielspaß: sehr gut
Alter: ab 0 Jahren
Gesamt: sehr gut

Im Karriere-Modus "Mein Spieler" übernimmt man beispielsweise die Kontrolle über einen von Kopf bis Fuß selbstgestalteten Nachwuchssportler und führt diesen im Idealfall vom ersten Probespielen über den äußerst packend inszenierten Wechsel zu einem Profi-Team inklusive Interviews mit deren Managern bis hin zum Meistertitel und womöglich sogar in die Hall of Fame. Wer's dagegen weniger langatmig mag, stürzt sich in den virtuellen Ligabetrieb, zieht mit bis zu 29 Freunden online einen eigenen Spielbetrieb auf oder trägt einfach nur ein schnelles Freundschaftsspiel aus.

Auf dem Parkett zeigt sich dann auch, dass die Entwickler ihre Zeit nicht nur ausschließlich damit verbracht haben, die Tattoos der Spieler auf den neuesten Stand zu bringen. Vielmehr wurden Körperphysik und Steuerung gegenüber dem erstklassigen Vorgänger weiter verfeinert. Die Urgewalt LeBron James beim Zug zum Korb aufzuhalten, ist fast unmöglich. Gleichzeitig erlaubt das verbesserte Post-Game deutlich mehr Möglichkeiten bei der Spielgestaltung. Allerdings erfordert die Vielfalt an Bewegungen und Manövern auch eine gewisse Einarbeitungszeit.

Technisch leistet sich "NBA 2K12" nahezu keine Schwächen. Die virtuellen Riesen sehen ihren realen Vorbildern zum Verwechseln ähnlich. Ein tobendes Publikum auf den Rängen, wild gestikulierende Trainer und hübsch animierte Cheaerleader-Shows in der Halbzeitpause sorgen für NBA-Atmosphäre pur. Einziges Manko dieser ungemein realistischen Basketball-Simulation - und selbst das nur für deutsche Spieler: Das Kommentatorentrio Kevin Harlan, Clark Kellogg und Steve Kerr spricht ausschließlich Englisch. (_teleschau - der mediendienst)


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