World Cyber Games gestartet - Köln erwartet 30.000 Fans
06.11.2008 | 08:21 Uhr 2008-11-06T08:21:00+0100Köln. In Köln sind die World Cyber Games gestartet: Bei der weltweit größten Veranstaltungsreihe für elektronischen Sport treten 800 Athleten aus 78 Nationen in 14 Computerspiel-Disziplinen gegeneinander an - nur die Besten werden Weltmeister.
Die Spieler stehen bereit, die letzten der rund 600 Rechner sind angeschlossen. „Wir rechnen mit rund 30.000 Zuschauern“, sagt Thomas von Treichel vom nationalen Ausrichter Advanced Cyber Entertainment.
Sein Team kümmert sich um die deutsche Nationalmannschaft, die bei den diesjährigen Titelkämpfen in verschiedenen der insgesamt 14 Kategorien favorisiert ist. Computerspiele werden hier als Volkssport interpretiert: Mit Medaillen, Wettkämpfen und lautstarken Fans.
Medaillen, Wettkämpfe und lautstarke Fans
Bis einschließlich Sonntag sind in der Kölner Messe die eSportler am Drücker. Die World Cyber Games (WCG) werden innerhalb der Szene als Mischung aus Weltmeisterschaft und Olympischen Spielen gefeiert. Die Großveranstaltung findet erstmalig in Deutschland statt. Zuvor waren Metropolen wie San Francisco, Seattle und Singapur Austragungsorte für das gigantische Elektro-Stadion. Premiere feierte die WCG im Jahr 2000 in Seoul.
Natürlich erhoffen sich die Macher dabei auch in Deutschland Impulse für die Region. Da passt es gut in den Kram, dass sich die Stadt Köln im Vorfeld als Austragungsort bemüht hat. Köln gilt als Ballungsraum für die Medienbranche – zudem ist mit der Electronic Sports League eine der größten Ligen für Computerspiele am Rhein heimisch.
Erstmalig in Deutschland
Thomas von Treichel: „Wir wollen das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für eSport und Gaming verändern.“ Während bei Politikern und Pädagogen über die möglichlichen negativen Auswirkung von Computerspiele diskutiert wird, hat sich das Thema fernab dieser Debatte längst zu einem lukrativen Wirtschaftszweig entwickelt.
Von der Popularität der Spielbranche insgesamt profitiert auch der eSport, wo das Daddeln professionell in Ligen oder eben bei großen Turnieren als Sport betrieben wird. Bei den World Cyber Games hatten sich nach Angaben der Veranstalter bei Qualifikations-Turnieren rund 1,5 Millionen Gamer für die Teilnahme an der Endausscheidung bemüht. Nur die besten 800 von ihnen sind nun in Köln am Start.
470.000 Dollar an Preisgeldern
Neben dem Prestige innerhalb der Szene geht es um Geld und Sachpreise. Mehr als 470.000 Dollar an Preisgeldern werden ausgeschüttet. Das deutsche Team mit 40 Startern rechnet sich dabei Chancen auf dem Gesamtsieg aus. Thomas von Treichel: „Die Gesamtwertung hat eine besondere Bedeutung. Hier werden die Ergebnisse der Nationen addiert. Wir wollen, dass diese Trophäe hier in Deutschland bleibt.“
Traditionell stark sind die deutschen Gamer bei der Fußball-Simulation „Fifa“ oder beim Rennspiel „Need für Speed“. Letztlich verweist von Treichel auf die Spannung wie beim klassischen Sport: „Bei den Wettkämpfen ist alles möglich – auch hier kann die letzte Kurve über Sieg oder Niederlage entscheiden.“
Deutsche hoffen bei Sportspielen auf Titel
Zur Eröffnung des Wettbewerbes gab es den traditionellen Einmarsch der Nationen – ähnlich wie bei den Olympischen Spielen. Neben den eSport-Begegnungen findet ein umfangreiches Rahmenprogramm statt. Mit dabei ist realer Spaß wie Freeclimbing und das Austesten der neusten Games. Für den guten Ton sorgte bei der Eröffnungsfeier die Band H-Blockx.
World Cyber Games: Koelnmesse, Messehalle 8, Messeplatz 1, 50679 Köln, von Donnerstag bis Sonntag. Offizielle Internetseite
19:06
Also mir hat es in Köln wirklich gut gefallen! Weiter so! :-)
23:38
es lohnt sich vorbei zu gehen. deutschland wird sehr wahrscheinlich weltmeister. dazu gibt es lektüre: http://www.esport.de/blog/blog/2008/11/06/wir-weltmeister-2/
damit wären wir zum zweiten mal nach 2003 weltmeister
20:08
Nett. Bin in Köln auf jeden Fall dabei!
20:06
Nett. Bin in Köln dabei!!