Killer-Klötze im Kinderzimmer - 25 Jahre Tetris
07.06.2009 | 11:32 Uhr 2009-06-07T11:32:00+0200
Essen. Eigentlich sollte es eine Sause werden. 25 Jahre Videospiel-Klassiker Tetris, hoch die Tasten! Eckige Luftballons, russische Folklore, Kuchen in Bauklotzform. Wären da nicht die Spielverderber der Innenministerkonferenz. Denn jetzt beginnt das große Zittern – auch für Tetris.
Killerspiel-Alarm im Kinderzimmer. Es gab ihn bereits vor Jahrzehnten. Als auf dem Gameboy die Beliebtheit des digitalen Geschicklichkeitsspiels den Höhepunkt erreichte, sorgten sich die Eltern noch wegen eines ganz anderen Problems: „Junge, du bekommst viereckige Augen!“
Was die meisten nicht einmal ahnten. Das putzige Kult-Spiel war der Urvater der heute so verteufelten Killerspiele. Jene bösen Computerspiele, denen die Innenminister der 16 Bundesländer jetzt an den Kragen wollen. Spiele, die nach Aussage der Politiker die Hemmschwelle zur Gewalt senken sollen. Und für die ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot so schnell wie möglich umgesetzt werden soll.
Der Urvater der Killerspiele
Doch die Politik hätte schon viel früher einschreiten müssen. Ohne Hemmungen wurden bereits beim frühen Tetris vor 25 Jahren unschuldige Bauklötze mit Gewalt und Tastatur herumgewirbelt und zu einer Punktlandung genötigt – mit dem einzigen Ziel, in eine Reihe gepresst zu werden und die Kollegen nebenan in Luft aufzulösen.
Wenn das mal keine Gründe sind, das zu tun, was jetzt wohl neuen Ego-Shootern droht: Prüfen, prüfen, prüfen. Und am Ende verbieten?
Super Mario sollte sich warm anziehen
Bauklötze in höchster Not. Darf man angesichts dieser dunklen Geheimnisse jetzt überhaupt noch mit dem Puzzle-Jubilar Geburtstag feiern? Gratulieren zum beispiellosen Siegeszug des in Russland durch Alexei Paschitnow entwickelten Welterfolges?
Die Innenminister werden dazu bestimmt eine Antwort wissen. Doch vorsorglich sollte auch die 80er-Jahre-Generation die geliebten Spiele-Klassiker beiseite schaffen. Tetris könnte ja nur der Anfang sein. Super Mario sollte sich schon einmal warm anziehen!
19:00
JW scheint nur wenig tolerant zu sein. Ich habe nun einige seiner Kommentare hier gelesen und immer mehr irritiert, wie ein Mensch so einseitig die Welt sehen kann. Ich glaube fast, dass er/sie auch Kinder die in der Nähe spielen (auch ohne das es Cowboy und Indianer oder Räuber und Gendarm ist) verscheucht. Alles was auch nur im geringsten mit Gewalt zu tun hat, wird abgelehnt. Herr/Frau JW: wie stehen Sie denn zu Fußball? Ich galube, dass bei und durch diesem Spiel in den letzten 25 Jahren mehr Menschen zu Tode kamen als durch Amokläufe! In Süd- und Latein-Amerika werden teilweise Menschen wegen diesem Sport auf offener Straße regelrecht hingerichtet! Ich bin dafür Fußball weltweit zu verbieten, da es ein ungeheures Gewaltpotenzial bei den sogenannten Fans aufkommen lässt. Fühlen sich Fußballfans und -spieler angegriffen? So geht es uns schon seit Jahren! Alle werden über einen Kamm geschert. Selbst wenn Amokläufer Spiele wie CS oder CoD oder Tetris spielen werden diese nicht automatisch zu Killermaschinen bar jedem Gefühl. Bitte seienSIE in Ihren Kommentaren doch mal objektiv, wie SIE es vom Verfasser dieses Artikels verlangen. Oder schauen SIE sich zumindest mal andere Studien als die Pr. Pfeiffer (mit drei F) an. Den wie schon in einem anderen Kommentar geschrieben, werden SIE dort andere Ergebinsse finden. Ich spiele seit mehr als 10 Jahren Shooter und andere Killerspiele. Und fragen SIE mal die Menschen die mich kennen nach meiner Gewaltbereitschaft oder dem Gewaltpotenzial. Ich schieße mit einer PC-Maus!!! Nicht mit einer Pistole oder einem Gewehr! Verbieten sollte man Schießgesellschaften alá Schützenverein, Bundeswehr und die Biathleten!!! Ganz zu schweigen von der Olympiamanschaft im Schießsport. Wie kann es sein, dass töten lernen olympisch ist???
Denken SIE mal drüber nach.
Aber das gibt wohl nix.
Bis denn...
14:53
@ JW: Was für ein Blödsinn! Seit wann ist eine Glosse der Neutralität verpflichtet???
11:40
Schade, den ein weiteres Mal läßt das Ressort eSport jegliches Feingefühl für die Debatte um Killerspiele vermissen.
Es bot sich ein Gelegenheit an, zu zeigen das Computerspiele nicht zwangsläufig gewaltverherrlichend sein müssen, aber Dirk Klein ist offenbar der Meinung dumme Witzchen als Glossen getarnt, würden der Diskussion helfen.
Journalistische Arbeit ist normalerweise tendenzieller Neutralität verpflichtet, der Autor bezieht aber eindeutig und viel zu transparent Stellung.
10:15
wenn man bedenkt, wie viele steinewerfer sich von tetris zur gewalt haben hinreissen lassen und steine wohlplatziert auf autos haben fallen lassen, ist das verbot überfällig!
wie viele menschen müssen noch sterben???
09:23
Das uralte Gameboy-Tetris müsste doch eigentlich indiziert sein, oder? Es hat sicher niemals der USK vorgelegen (weil es diesen Laden aus Sozialpädagogen, Lehramtsabbrechern und sonstigen Versagern damals noch nicht gab) und darf somit nicht ausgestellt und nur an Erwachsene verkauft werden. Ist Tetris auch ein Killerspiel?
08:32
zu 7#
sie haben vollkommen recht da werden junge Männer als Soldaten an der Waffe zum Schießen auf Menschen ausgebildet und wenn Sie es nicht tun dann weden Sie noch verurteilt
und am PC wird Ihnen das verboten wo es keinem weh tut
scheinheiliger kann man schon nicht mehr sein liebe Politiker einfach mal nachdenken bevor man wieder Verbote aus spricht
23:46
@ turbinenmann
Du hasst voll kommen recht nur die PIRATENPARTEI kennt uns gamer.
21:12
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19:29
hier bekommt man was auf die ohren:
http://www.youtube.com/watch?v=0379Zs0qaXg
die melodie zum spiel ... ;-))
(etwas für nostalgiker ...)
19:20
alles spassigen freizeitaktivitäten soffort verbieten nur noch arbeiten dann brauch wa auch kein geld mehr können ja eh keins ausgeben.