Kein Plan vom Clan?
05.11.2007 | 18:36 Uhr 2007-11-05T18:36:00+0100
Manchmal kämpfen Neulinge in Computerspielen nicht mit der wackligen Steuerung, sondern mit seltsam anmutenden Begrifflichkeiten. Wir haben grundlegende Vokabeln aus eSport und Multiplayer-Gaming herausgepickt und erklärt. Teil 1: Von Ally bis Grinden.
Ally. Echte Freunde stehen zusammen. Und sind wir mal ehrlich: Leitsätze, die schon im Liedgut verpackt wurden, können eigentlich nicht irren. In diesem Fall muss man nur noch "Freunde" durch "Spieler" austauschen. Und schon haben wir die Definition: Ally steht im eSport für eine Allianz. Ein Zusammenschluss von Spielern, ähnlich wie es bei einem Clan der Fall ist.
Bash. Es kann nur einen geben. „Ich werde dich besiegen“, klingt vielleicht etwas zu endgültig – und ziemlich lahm. Daher kann man jemanden bashen – und schon ist die verlorene Runde beim Taktik-Shooter nicht mehr ganz so ärgerlich. Nun ja, daran glauben jetzt vielleicht doch nur die härtesten Theoretiker.
Clan. Kein Plan vom Clan? Nun, dann sollte man mal die Clan-Mitglieder seinen Stammes befragen. Denn es ist beim gemeinschaftlichen Spiel in den Ligen oftmals vonnöten, sich als ein Zusammenschluss von Spielern durch ein Multiplayer-Game zu schlagen. Hier hat sich im eSport einiges getan. Die Organisation der Clans wird immer professioneller. Mache von ihnen sind bereits im Vereinsregister eingetragen, werden von großen Sponsoren unterstützt und haben eigene Pressesprecher. Grundlegend wird zwischen Fun-Clans und ProGaming-Clans unterschieden. Während der Spaß bei den Fun-Clans klar im Vordergrund steht, sind die ProGaming-Zusammenschlüsse stark erfolgsorientiert. Zu den weltweit bekanntesten eSport-Clans gehört SK Gaming, der 1997 unter dem Namen Schroet Kommando in Oberhausen gegründet wurde.
Downtime. Morgens, halb zehn in Deutschland… Aber genug der Werberomantik. Unkonzentriert die Seele baumeln zu lassen, wäre innerhalb eines Games schon ziemlich weit daneben. Bei der Downtime hat der Spieler aber gar keine andere Wahl. Wenn der Server nicht erreichbar ist – dann nervts. Ähnlich sieht es auch beim Cooldown aus. Wenn Zauber- oder Lebenspunkte aufgeladen werden, wird der Spieler quasi zu einer Auszeit gezwungen – während im Spielfluss nichts mehr geht.
Easter Egg. Manche Gamer brennen an guten Tagen ein Osterfeuer der Spielfreude ab. Erst recht, wenn sie im Spielverlauf nette Überraschungen finden. Diese Ostereier finden sich nicht nur in Computerspielen, sondern auch häufig auf DVDs. Während die Produzenten von Filmen gerne lustige Trailer oder exklusive Making ofs verstecken, tummeln sich am Computer meistens versteckte Level - wenn man sie denn findet. Dazu müssen oft bestimmte Punktzahlen erreicht oder geheime Gänge erobert werden.
Farmen. Natürlich hat das Farmen nichts mit Kühen oder Ackerbau zu tun. Unsinn, obwohl die Farmer oftmals Geld wie Heu haben. Hier geht es darum, Gegenstände und Ausrüstung - wie etwa die Bewaffnung - von Charakteren in Multiplayer-Onlinespielen an sich zu nehmen. Mittlerweile werden die virtuellen Wertgegenstände in Online-Auktionshäusern zu realem Geld gemacht.
Grinden. Auch beim eSport gibt es Dinge, die sind harte Arbeit. Grinden ist die Definition für einen sich stetig wiederholenden Ablauf im Spiel. Hier müssen die Spieler ran, wenn zum Beispiel bestimmte Gegenstände in einem Spiel erworben werden müssen oder wenn wichtige Erfahrungspunkte vonnöten sind. Mit Geduld und wiederholenden Aktionen muss man sich quasi zerreiben, um Erfolg zu haben. Das kommt eher selten dem Spielspaß zugute.
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