Kapitän Kane: Ein Profi-Kicker als Profi-Klicker
08.09.2008 | 10:32 Uhr 2008-09-08T10:32:00+0200
Oberhausen. Einst klickten Benjamin Reichert, Tim Reichert und Musa Celik für den eSport-Clan Schroet Kommando. Mittlerweile sind sie Fußball-Profis bei Rot-Weiß Oberhausen in der Zweiten Bundesliga - doch in der Szene des elektronischen Sports noch immer Legenden.
Am Wochenende ist spielfrei – und doch können drei Fußballer aus Oberhausen nicht stillhalten. Die RWO-Profis Benjamin Reichert, Musa Celik und Tim Reichert lässt die Bundesliga einfach nicht los. Also tauschen sie Kicks gegen Klicks ein und schauen bei der Bundesliga des elektronischen Sports vorbei, die zum Intel Friday Night Game in der Luise-Albertz-Halle gastiert.
Was längst nicht alle Anhänger des Fußball-Zweitligisten wissen – der Name Reichert steht für einen der weltweit größten eSport-Clans. Und vor mehr als sieben Jahren gehörte Benjamin Reichert (25) noch zur Weltspitze der professionellen Computerspieler – zockte mit den Games „Quake” und „Counter-Strike” um respektable Preisgelder, trainierte täglich mehrere Stunden vor dem Monitor.
Parallel wurden stets die Fußball-Schuhe geschnürt, eine Doppel-Karriere nahm ihren Lauf. Am Ende konnte es nur eines geben: „Das war der Fußball”, erklärt Benjamin Reichert. „Ein Teamsport, den ich immer machen wollte.” Letztlich wurde er Mannschaftskapitän – sobald er seine Verletzung überstanden hat, kickt er wieder in Liga Zwei. Als er damals vor dem Rechner saß, wurde er zu Kane – ein Nickname, soll heißen Spitzname, mit denen eSportler auf die Klick-Jagd gehen. Vorurteile, wie sie heute manchmal bei Games auftreten, gab es damals noch eher selten. „Wir haben sehr viel zusammen gespielt”, erklärt Benjamins Bruder Tim. „Das Klischee vom Einzelgänger funktioniert bei uns also nicht.”
Killerspieldebatten sind typisch deutsch
Die Killerspieldebatte empfindet er als typisch deutsch. „Das sind Ausreden, da die eigentlichen Probleme bestimmt nicht von den Games ausgehen – sondern ganz woanders liegen.” Überhaupt: Teamgeist und Mannschaftsgefühl gebe es auch beim elektronischen Sport. Bei den Events treffen sich die Spieler, die sich vorher vielleicht nur online austauschen konnten. Eine Tatsache, die häufig unter den Tisch falle, wie die Reichert-Brüder finden.
Mittlerweile sind die Fußballer raus aus der aktiven Szene, auch wenn gerade Benjamin Reichert hier noch großen Respekt genießt. „Wir schauen schon regelmäßig nach, was unser alter Clan macht”, sagt Musa Celik. Ihr Gründungsteam Schroet Kommando heißt mittlerweile SK Gaming. Ansonsten bleibt wenig Zeit, um die rasante Entwicklung des eSports dauerhaft zu verfolgen. In Sachen Professionalität und Zuschauerzuspruch hat sich eine Menge getan. Kamen zu den Anfangszeiten gerade einmal 80 Zuschauer, so locken die eSport-Events heutzutage zwischen 1000 und 2000 Schlachtenbummler an.
Klassischer Sport und elektronischer – das passt zusammen. Das äußert sich auch ungewöhnlich, wie Benjamin Reichert verrät: „Ich kenne Fußball-Zweitligisten, die auf der Rückfahrt im Mannschaftsbus regelmäßig World of Warcraft spielen.” Kicks und Klicks liegen eben nicht weit auseinander.
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13:48
Was gibts besseres, als über die Weihnachtsfeiertage ein bisschen eSport zu betreiben. Macht zwar nicht schlank, aber Spaß.
23:27
Affenjungs vor !
13:26
Schön das sie sich für das wahre Leben entschieden haben! Allerdings kann man natürlich auch nicht von der Hand weisen, dass das Internet absolut genial ist: Damit den Klick-Kickern bei der nächsten Verletzung nicht langweilig wird, weil sie nicht mehr zocken hier ein Link zu den besten Websites im Internet: http://www.tenmostimportant.de/
02:03
Go Go - SK Gaming!!