Jungs und Mädels messen sich bei Counter-Strike
12.09.2009 | 13:54 Uhr 2009-09-12T01:54+0200Bochum. Intel Friday Night Game im RuhrCongress in Bochum: Die Bundesliga für Computerspiele gastiert mit einer Premiere im Revier. Erstmals tritt bei einem Live-Spieltag ein Team besetzt nur mit weiblichen eSportlern gegen ein favorisiertes Männerteam an.
1300 Fans im RuhrCongress in Bochum: Beim Intel Friday Night Game stehen drei Matches in der höchsten Spielklasse für Computerspielewettbewerbe an. Counter-Strike:Source, Warcraft 3 - und nicht zuletzt die Königsdisziplin Counter-Strike 1.6 locken zum Klick-Duell.
Vorhang auf zum Klick-Duell
Während in der Lobby die Protagonisten von einem Kamerateam des Westdeutschen Rundfunks über Killerspiele und Spielesucht befragt werden, lassen diese Themen die Szene in der Halle relativ kalt.
Eine Premiere wirft vielmehr die Schatten voraus. Das Team Snogard Dragons ist mit seinem durchweg mit weiblichen Spielern besetzten Counter-Strike-Team angereist. Sie treten gegen die Jungs von n!faculty an - der Rekordmeister in dieser Disziplin. Eigentlich eine eindeutige Sache - wie man im Vorfeld an jeder Ecke hört.
Sprüche unter der Gürtellinie
Jennifer Löhr aus Bonn spielt seit zehn Jahren Counter-Strike. Sie tritt mit ihren Mannschaftskolleginnen in Bochum gleich doppelt an. Die 22-Jährige trifft nicht nur auf dem Monitor auf virtuelle Gegner, sondern neben dem Spielgerät auch auf jede Menge Vorurteile. "Was die Jungs sagen, interessiert mich eigentlich nicht mehr", sagt Löhr. Die 22-Jährige möchte die Diskussion vor ihrer Begegnung auf dem Intel Friday Night Game nicht kommentieren. "Das ist schon komisch. Oftmals kommen Sprüche. Nach dem Motto: Frauen an den Herd. Oder: Ihr habt das IFNG gar nicht verdient."
Manchmal landen die Sprüche auch deftig unter der Gürtellinie. "Wenn dann das Aussehen der Spielerinnen kommentiert wird, dann frage ich mich schon: Was hat das eigentlich noch mit Zocken zu tun?"
Viermal Training in der Woche
Auch wenn Snogard Dragons bisher in der höchsten Spielklasse ohne große Chancen agierte. Für Jennifer Löhr hat sich das Wirken in der Liga bisher gelohnt. "Wir wollen Erfahrungen sammeln und uns in den Female-Series noch stärker positionieren."
Dafür wird eifrig trainiert. Viermal in der Woche geht es für die Mädels an den Rechner. Für rund drei bis vier Stunden werden dann Taktik und Spielsystem verbessert.
Dass immer mehr Frauen sich im eSport engagieren, sieht auch Liga-Sprecher Ibrahim Mazari: "Die Anzahl der weiblichen Zuschauer und Spieler steigt deutlich an. Daher haben wir uns auch zu dieser Partie vor Live-Publikum entschieden." Auch wenn das Match in Bochum für die Mädels mit 2:16 verloren geht. Eine reine Sache für Jungs ist eSport längst nicht.
Die Ergebnisse aus Bochum
- Counter-Strike:Source
- Snogard Dragons - Team Thermaltake 1:16
- Warcraft 3
- ixi - dArk 2:0
- Counter-Strike 1.6
- Snogard Dragons - n!faculty 2:16
15:01
Es gibt doch so schöne Sportarten, Biathlon, Boxen,Auto- und Skorennen. Da geht es doch sicher nicht so brutal zu
Auch beim Fussball gibt es das ja nicht, dass da einer jemanden angreift oder verletzt.
Nur bei den gewaltverherrlichenden PC-Spielen.
Ich gestehe ich habe schon vor Jahrzehnten Ufos, mit wahrscheinlich friedliebenden Aliens abgeknallt.
Und deshalb erst letztens eine Mücke erschlagen. So endent man dann mit Mitte 50!
12:37
@6
Dich sollte man verbieten!
Nur weil du Ballerspiele nicht magst ist das noch lange kein grund diese zu verbieten! Warum sollte man ein Hobby verbieten ?!? Und jezz komm mir nicht mit Amokläufer und so... das der größte Quatsch überhaupt...
Und es gibt auch E-sportler die auch Echten Sport machen ... kaum vorstellbar aber wahr!
Immer diese Engstirnigkeit ... tollerier doch bitte ein Hobby von anderen und schrei nich nach verbot...
21:25
@5
Zitat: eSport ist nun mal ein neuer Sport, der sich langsam den Weg in die Mitte der Gesellschaft bahnt .....
Aha, das simulierte, detailgerechte JAGEN UND TÖTEN von Menschen ist also ein Sport, der sich den Weg in die Mitte der Gesellschaft bahnt !!
Die wahrscheinliche Realität in dieser neuen Gesellschaft können wir ja gerade hinlänglich
betrachten (München, Velbert) ...
Absolute Verrohung ohne Vorhandensein selbst minimalster Hemmschwellen.
Dieser ganze Ballerspiel-Müll gehört verboten ... ersatzlos ...
eSportler: geht doch mal echten Sport treiben, das macht den Kopf frei ...
09:36
eSport ist nun mal ein neuer Sport, der sich langsam den Weg in die Mitte der Gesellschaft bahnt - und somit zum Verständnis der gesamten Thematik beiträgt. Dewegen gehört sowas auch zwischen Volleyball und Tennis. Aber es entbrennt sowieso gleich eine Diskussion um Killerspiele
22:39
@#1
ist eben alle szur Normalität zurückgekehrt.
15:36
@ #1:
Das musste ja wieder kommen!
09:46
Vielleicht sollten die sich besser mal in Rechtschreib-, Lese- und Logistikwettbewerben messen.
Wenn das als Grundgerüst sitzt, ist nichts dagegen einzuwenden, aber die Prioritäten liegen leider heute erst das Spiel, dann die Arbeit
Altmodischer aber effektiver bleibt nach wie vor:
ERST DIE ARBEIT, DANN DAS VERGNÜGEN
22:56
nach dem grausigen Attentat in Erfurt war counterstrike mit auf der Hitliste der Animationsrisiken,
jetzt taucht das hier zwischen Tennis und Volleyball auf,
unglaublich