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Heiner geht noch, Heiner geht noch rein

18.11.2007 | 11:34 Uhr
Heiner geht noch, Heiner geht noch rein

Essen. Der Erfolg der deutschen Handballer scheint sich auch in digitaler Form fortzusetzen. Das Computerspiel Handball Manager 2008 ist im Rennen um zwei Auszeichnungen beim Deutschen Entwicklerpreis - dank Heiner Brand als Galionsfigur.

Wer hätte das gedacht: Seit dem Titelgewinn Anfang des Jahres ist Heiner Brand zu einem der beliebtesten Bartträger des Landes aufgestiegen. In der Computerspiele-Branche hat man den Bundestrainer allerdings schon vor dem Wintermärchen entdeckt: Beim Handball Manager aus dem Hause Edel Interactive und netmin games ist Brand sozusagen ein Wiederholungstäter. Mit seinem Konterfei auf der Verpackung lässt sich der Handball auch für die heimischen Rechner gut verkaufen. So etwas ist mitnichten eine Erfindung des Handballs. Kaum eine Fußball-Simulation kommt mittlerweile ohne einen Fußballstar als Werbeträger aus. Klose, Ronaldino – je bekannter, desto besser.

Großer Wurf beim Deutschen Entwicklerpreis

Hände hoch! Bei Handball Manager 2008 fungiert Bundestrainer Heiner Brand als Galionsfigur.

Interessant werden Trainer und Spieler ganz besonders, wenn attraktive Titel erobert werden konnten. Das hat sich auch der Handball Manager 2008 zu Eigen gemacht. Nach dem Titelgewinn auf dem realen Spielfeld wird es nun auch für die PC-Variante preiswürdig. Das Game steht in zwei Kategorien zum Deutschen Entwicklerpreis zur Wahl. Für das beste deutsche Sportspiel und das beste Mid-Price-Game dürfen sich die Macher Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen. Eine Entscheidung, die letztlich die Gamer selbst treffen können. Auf der Internetseite des Entwicklerpreises kann in den verschiedenen Kategorien abgestimmt werden. Erst Ende November wird klar sein, wem der große Wurf gelingen wird.

An Unterstützung mangelt es nicht. Brand-Fan Manuel Negels aus Herne hat jedenfalls schon abgestimmt: „Seit dem Titelgewinn habe ich sämtliche Fanartikel zur Handballnationalmannschaft gesammelt. Dazu gehört natürlich auch das Computerspiel.“ Der 22-jährige Gamer findet die Umsetzung des Managerspiels durchaus gelungen. Das sagt er als Fachmann - schließlich spielt er selbst regelmäßig Handball in der Halle. „Nur die Grafik könnte noch etwas besser werden.“

Handball-Recken in 3D-Simulationen

Bei Handball Manager 2008 können die Computerspieler selbst als Bundestrainer agieren und ihr virtuelles Team zum Titel führen. Dabei geht es nicht nur um die Einstellung der Mannschaft, sondern auch um Jugendförderung und Pressearbeit. Kurzum: Es kann ganz schön der Schnauzbart kitzeln, wenn die eigene Taktik nicht aufgeht oder die Recken in 3D-Simulationen bei der 7-Meter-Action den Kürzeren ziehen.

Ob es auf dem digitalen Parkett den nächsten Handball-Titel gibt, entscheidet sich am 12. Dezember. Dann verkündet die Jury des Entwicklerpreises die Sieger in der Lichtburg in Essen.

Dirk Hein

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