Moralische Werte verkommen durch „Killerspiele“
07.01.2009 | 17:45 Uhr 2009-01-07T17:45:00+0100
Petra Tursky-Hartmann ist parlamentarische Referentin für die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag. Da am 18. Januar 2009 in Hessen ein neuer Landtag gewählt wird, kommen nun wieder Diskussionen über moralische Werte und den Jugendschutz auf.
Der Schutz der Jugend vor gefährlichen Inhalten im Internet ist noch immer ein wichtiges Thema. Viele Medienkenner sind der Meinung, dass das Internet nach wie vor zu viele Sicherheitslücken hat und Kindern zu leicht Zutritt zu ungeeigneten Inhalten gewährt. Zu diesem Thema wurde die parlamentarische Referentin für die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Petra Tursky-Hartmann, befragt.
Eltern müssten diesbezüglich mehr auf das Verhalten ihrer Kinder achten. „Ich war in dem Punkt gegenüber meinen Kindern zumindest so restriktiv, dass die Zeit vor dem PC reglementiert war (wer draußen Sport machte, durfte später auch an den PC, ansonsten fiel das Fernseh- und PC-Programm aus), und die Wertedebatte habe ich meinen Jungs in keinster Weise erspart. Und durch meinen Job war ich auch in der Lage, mal in den Internetoptionen und im Tagesverlauf nachzuschauen, ob sie sich an die gängigen Regeln gehalten haben“, so Tursky-Hartmann im Forum abgeordnetenwatch.de.
„Es gibt leider aber auch Eltern, die sind einfach kaputt oder genervt vom Job oder ihrer Arbeitslosigkeit oder manchmal auch völlig desinteressiert an ihren Kindern. Da hilft im Prinzip nur noch eine Ganztagsschule, um den Teufelskreis zwischen Übermüdung des Kindes, Aggressionen und Auffälligkeiten im Schulunterricht zu durchbrechen.
Die Kinder empfinden es in so einem Umfeld als völlig normal, stundenlang "Killerspiele" zu spielen. Solange es keine Eltern gibt, die mit ihnen über Werte wie "Mord und Todschlag" diskutieren, sondern froh sind, mal ihre Ruhe zu haben, wird es solche Zustände geben. Echter Kinder- und Jugendschutz fängt mit Interesse und Zeit am eigenen Kind an. Lehrer können da eher nur nachsteuern, da können wir noch so viele Programme für Medienkompetenz aufstellen. Ohne Zusammenarbeit mit den Eltern nutzt das alles herzlich wenig. Klingt vielleicht konservativ für Sie, aber wenn man nicht mit seinen Gören die "Hoheit" über die Technik (früher war es die Fernbedienung, heute ist es die Mouse oder das Handy) klar regelt und Respekt verlangt, dann hat man verloren. Da geht es dann auch schon gar nicht mehr um den virtuellen Müll, sondern um gesellschaftliches Miteinander“, fügt die SPD-Referentin abschließend hinzu.
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12:34
Wie üblich: kurzatmiges, pauschales, unreflektiertes Bla, Bla, Bla von TypInnen ohne substanzielle Kenntisse in der Sache aber mit der Arrgoganz des selbüberschätzenden Ahnungslosen. Wie stellte schon H. Heine fest: Der Weise weiß alles und der Dumme redet über alles!!!
16:21
Offensichtlich hat die Person das offensichtlich nicht. Würde sie vermutlich auch nur dann, wenn sie jemanden hier finden würde, der ihrer Meinung entspricht.
Mich würden nur auch mal die Argumente interessieren, die sie veranlasst zu glauben, dass die Killerspiele schuld daran seien, dass die Werte verkommen. Früher hat man auch Raumschiffe abgeschossen, Schiffe versenken gespielt. Sind ja zu der Zeit ja auch Killerspiele gewesen, wenn man sich die heutige freigegebene Definition anschaut, die von Leuten gemacht wurden, die mal so gar keine Ahnung davon haben.
In diesem Sinne... Erstmal selbst Erfahrungen machen, erst dann kann man mitreden.
Im übrigen hätte ich gern Kinder, könnte sie aber nicht unterhalten. Bin froh, dass ich mich mit meinem Job selbst finanzieren kann. Aber die Kosten die mit der Kindererziehung verbunden sind, könnte ich nicht abdecken. Dafür sind schon allein die Lebenshaltungskosten viel zu hoch.
Macht euch darüber erstmal Gedanken, bevor ihr einen schwarzen Peter in der Minderheit der Bevölkerung sucht. Ich bin froh, dass ich mir
13:53
@pth
Fragen Sie bitte mal einen heutigen Studenten, der ernsthaft studiert, ob er mit den Gedanken spielt während seines Studiums Kinder in die Welt zu setzen.
Ich habe nicht studiert, meine Qualifikationen habe ich in der Abendschule erworben und Kinder habe ich auch keine.
Aber sollte man nicht erstmal die finanziellen Rahmenbediungen und eine relativ riskoarmen Background für die Erziehung von Kindern schaffen, bevor man welche in die Welt setzt ?
Ich bewundere jeden der sich in der heutigen Zeit für eigen Kinder entscheidet, ich bin dazu zu feige obwohl ich gut verdiene (wie lange noch?).
Aber während einer so finanziell unsicheren Zeit wie ein Studium Kinder in die Welt zu setzen, empfinde ich als grenzwertig.
Ausserdem müssten heutige Studenten zu dem Kindergartengeld noch die Studiengebühren etc. aufbringen.
Wie siehts mit den anderen Argumenten aus, das von mir unsterstellte gefährliche Halbwissen und die Vorverurteilung von Spielern ?
Reagieren Sie auch auf die konstruktiven Äußerungen.
Hätten Sie dazu auch noch etwas zu sagen/schreiben ?
12:43
@ #44
Das passt zwar in keinster Weise zum Beitrag, der über diesen kommentaren steht, jedoch zu ihrem Kommentar:
Wenn sie wirklich etwas für die bildung tuen wollen, dnn verkleinern sie nicht die Klassen, sondern ändern sie etwas an der Art, in der beigebracht wird. Erkenntnisse aus der Hirnforschung sind da wesentlich hilfreicher als kleinere Klassen, dies belegen auch genug Studien.
Aber der Politik geht es nicht darum, die Bildung zu verbessern, denn dann hätte man diese Erkenntnisse schon vor Jahren umgesetzt.
12:34
Moralische Werte verkommen, wenn ein Ehrenwort mehr zählt als die Gesetze eines Landes.
Solche Ehrenmänner an exponierter Stelle geben die Rechtfertigung für all die klein unmoralischen Handlungen der Menschen, die sich dadurch einen kleinen Vorteil manchmal aber auch nur ihr Überleben sichern.
Vielleicht haben Politiker aber auch nur Angst vor den Erfahrungen die so mancher Killerspieler macht. Denn da gelingt es oft schwachen Rotten mit Geschick und intuitiver auch selbstloser gegenseitiger Unterstützung am Ende einen Erfolg für alle zu erringen.
11:10
ICH KANN ES NICHT MEHR HÖREN!!!!! LESEN !!!!
10:06
Politiker und moralische Werte. 2 Dinge die meiner Meinung nach schon lange nicht mehr zusammenpassen.
10:05
Hier Meckern und abends GoW spielen Frau Politikerin. Sind doch alle gleich.
09:24
Das Fernsehen lässt die Gesellschaft sowas von abstumpfen, wesentlich mehr als Killerspiele.
08:18
@ zockende Dumpfbacke
Nein, ich musste keine Studiengebühren zahlen, aber zweimal 360 D-Mark im Monat für Kindergartengebühren. War mit ein Grund, um neben dem Studium arbeiten zu gehen, was das Ganze dann verlängert hat
@ phiber
Ich stimme Ihnen zu. Mich wundert, dass der eine Beitrag aus kandidatenwatch.de hier so hochgespielt wurde, wir können uns gerne über die Themen unterhalten, die in Hessen den Wahlkampf bestimmen. Wobei ich an einem Punkt festhalten will, die SPD will in Hessen mehr Ganztagsschulen mit Mittagessen, kleinere Klassen und mehr das Kind im Mittelpunkt. Darum geht es.