Microsoft: Gebrauchte Spiele sind Teil des Ökosystems
23.02.2009 | 11:30 Uhr 2009-02-23T11:30:00+0100
Chris Lewis, Microsofts Vice-President of Interactive Entertainment Business, sieht die Entwicklung gebrauchter Spiele im Gegensatz zu vielen Branchen-Kollegen durchaus positiv. Es sei ein Teil des Ökosystems. Dennoch müsse man auf die Entwicklung achten.
Chris Lewis hat sich gegenüber der Webseite GamesIndustry.biz über die Probleme mit gebrauchten Spielen geäußert. Laut Lewis sollte man den Handel nicht unterbinden, sondern ihn eher als Teil des Ökosystems in der Branche sehen.
Der Handel mit Second-Hand-Spielen ist für viele Entwickler und Publisher eine unschöne Angelegenheit. Durch den privaten Verkauf würde geistiges Eigentum ohne Abgaben an die Entwickler einfach an den nächsten Käufer übertragen.
Laut Lewis sei es nur natürlich, dass sich einige Händler darauf konzentrieren. Schließlich wäre das ein gutes Geschäft. Man sollte jedoch versuchen, die positive Seite der Second-Hand-Verkäufe zu sehen. „Diese Entwicklung ist Teil des Ökosystems“, so Lewis. „Ich sehe das positiv, weil dadurch viel mehr Menschen mit Spielen in Berührung kommen. Menschen, die sonst keinen Zugang dazu haben.“
Dennoch steht Lewis hinter der Idee, Käufer mit herunterladbaren Inhalten längerfristig zu binden. Es sei eine Bereicherung für den Käufer und die Spiele. Zumindest wäre es eine Möglichkeit, den Handel mit gebrauchten Spielen zu minimieren.
15:30
Welche eine verquere Sicht der Dinge.
Es wird das Computerspiel und kein persönliches Nutzungsrecht gekauft oder ein Mietvertrag unterschrieben.
Die Aussage das privater Verkauf ohne eine weitere Abgabe an den Entwickler eine unschöne Angelegenheit sein soll, zeigt schon in welche Richtung sich die Diskussion bewegen wird. Wohlmöglich macht man sich noch in naher Zukunft strafbar wenn man ohne eine weitere Abgabe Spiele verkauft.