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Vortrag

Medienpsychologe Weiß: Killerspiele ächten

06.05.2009 | 13:30 Uhr

Bei seinem Vortrag in der Grundschule Burgstetten referierte Medienpsychologe Rudolf Weiß über Killerspiele und den Umgang mit denen, die sie spielen. Dabei sprach er von gesellschaftlicher Ächtung und bluttriefenden Computerspielen.

Pädagogen und Psychologen gehen mit dem Thema Gewalt in Videospielen sehr differenziert um. Während die einen Verbote und übertriebene Interpretationen für falsch halten, gibt es auch die anderen mit der starken Überzeugung, dass Killerspiele ausgemerzt werden müssen. Die Definition dieser Spiele ist dabei wild ausgelegt. Von "WoW" über "Final Fantasy" bis "Counter-Strike" ist jedes Spiel - mal mehr, mal weniger - als Killerspiel bezeichnet worden. Die Grundauslegung ist jedoch klar: Gewalt soll weder in Spielen ab 18 Jahren noch sonst wie vorkommen.

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Medienpsychologe Dr. Rudolf Weiß redete während seines Vortrages in der Grundschule Burgstetten sogar von Ächtung. Die gesellschaftliche Ächtung von Horror- und Gewaltfilmen sowie von Gewalt- und Killerspielen beginne bei den Politikern, die die Herstellung und den Vertrieb dieses Genres gesetzlich einschränken könnten, und ginge bis zur jugendlichen Freundin, die ihren Freund vor die Wahl stellen sollte, sich mit ihr anstatt mit bluttriefenden Computerspielen zu beschäftigen.

Eltern sollen Grenzen zeigen

Eltern müssten mehr Interesse zeigen und Grenzen setzen, damit Kinder soziale Kontakte und andere Aktivitäten pflegen. „Ich nehme einige gute Argumente mit, die mir in Gesprächen mit meinen Söhnen helfen werden“, sagte eine Mutter gegenüber bkz-online. „Ich denke, mein Kind stark zu machen, sich auch einmal gegen die Meinungsführer in der Freundesgruppe zu stellen, wird mein Ziel sein“, stimmte eine weitere Mutter zu.

Weiß stützte sich dabei auf eigene Studien, die man vom Ergebnis her aber auch schon von Professor Christan Pfeiffer hörte. Schlechte Schulnoten und Gefahr von Realitätsverlust waren zwei Hauptargumente des Medienpsychologen. Zudem habe sich auch bei vielen Gewalttätern im Nachhinein ein exzessives Spielverhalten feststellen lassen.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Kinder dem neuen Trend dann nicht zuwenden.

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Nicole Lange

Kommentare
12.05.2009
15:36
Medienpsychologe Weiß: Killerspiele ächten
von Lyo | #8

also ich find das ganze ja mal recht amüsant! diese Herren Psychologen, was die da von sich geben. Vor allem an einer Grundschule! Yay klar da packt...
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Medienpsychologe Weiß: Killerspiele ächten
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2009-05-06 13:30
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