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Spielsucht

Spielerkarten für Automaten geplant

26.10.2012 | 21:46 Uhr
Spielerkarten für Automaten geplant
Offiziellen Zahlen zufolge gibt es in Deutschland 260.000 Glücksspiel-Abhängige.

Auch der Bundestag macht sich seine Gedanken um Spielsucht und hat dazu nun eine gesetzliche Basis verabschiedet. Kritik kommt derzeit von der SPD - den Genossen gehen die Pläne der Regierung nicht weit genug

Angesichts hunderttausender abhängiger Spieler in Deutschland soll das Glücksspiel an Automaten künftig nur noch mit sogenannten Spielerkarten erlaubt sein. Der Bundestag verabschiedete dafür am Donnerstag (25. Oktober) eine entsprechende gesetzliche Basis. In einem ersten Schritt ist eine sogenannte Spielerkarte geplant. Sie soll zunächst verhindern, dass Spieler mehrere Geräte gleichzeitig bedienen. Außerdem soll es dann leichter fallen, das Glücksspiel bei Minderjährigen zu kontrollieren und zu verhindern. Die Karte soll nicht an einen bestimmten Nutzer gebunden sein.

Die Karte funktioniert wie ein Schlüssel – ohne Karte soll das Gerät nicht mehr bespielbar sein. Ausgegeben werden soll sie vom Personal der Spielhalle oder vom Wirt.

Kritik an dem Plan kommt von der SPD. Sie argumentiert, dass nicht personalisierte Spielerkarten auch an Jugendliche weitergegeben werden könnten. Zudem könnten Spieler in jeder Spielstätte weitere Karten erwerben. Das Bundeswirtschaftsministerium muss die gesetzliche Basis nun in eine Verordnung umsetzen.

Offiziellen Zahlen zufolge gibt es in Deutschland 260.000 Glücksspiel-Abhängige sowie weitere 275.000 Menschen, die zu viel spielen, ohne jedoch süchtig zu sein. Die Zahl der Geräte in Spielhallen und Gaststätten hatte sich auf zuletzt 212.000 deutlich erhöht.


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