Kinect: Der Preis steht
21.07.2010 | 12:45 Uhr 2010-07-21T12:45:00+0200
Nintendos Wii schaffte es, mithilfe einer neuen Eingabetechnologie völlig neue Gruppen in die Sphären des Gaming zu treiben, und brach dabei alle Rekorde. Microsoft versucht, dieses Kunststück nun mit Kinect nachzuahmen. Heute gab man den beachtlichen Preis der High-Tech-Kamera bekannt.
Letztes Jahr trug es noch den Entwicklungsnamen „Project Natal“, um auf der diesjährigen E3 umgetauft zu werden: „Kinect“ wird Microsofts neues Baby heißen und soll ganz nebenbei die Welt der Videospiele revolutionieren. Große Versprechungen wurden gemacht, der Preis blieb jedoch unklar. In einer offiziellen Pressemitteilung gab man jetzt nicht nur diesen Preis bekannt, sondern kündigte auch eine neue Xbox-360-Variante an.
So wird die Kinect-Kamera zusammen mit dem Spiel „Kinect Adventures“ für 149,99 Euro in den Regalen zu finden sein. Selbstverständlich wird es auch ein Casual-freundliches Bundle geben. Wer Kinect mitsamt Spiel und Xbox 360 will, wird mit immerhin 299,99 Euro zur Kasse gebeten. Bei der mitgelieferten Konsole handelt es sich jedoch um ein eher auf Casual-Spieler angelegtes Modell, das mit einem lediglich 4GB großen internen Flash-Speicher daherkommt. Allein würde die Konsole mit 199,99 Euro zu Buche schlagen.
Es bleibt offen, ob Microsoft mit der aktuellen Preisstrategie auf der Überholspur fahren wird. Immerhin sind die meisten Casual-Spieler schon im Besitz einer Wii, und ob diese vollends von der – zugegebenermaßen beeindruckenden Technik - überzeugt sein werden, ist eher unwahrscheinlich. Vor allem wenn man in Betracht zieht, dass Käufer einer Nintendo-Konsole schon jetzt auf ein riesiges Portfolio an Spielen zugreifen können. Des Weiteren konnte sich Big N durch die jahrelange Dominanz auf dem Markt für Familien und Gelegenheitsspieler schon einen unheimlich mächtigen Ruf erarbeiten, den ihnen Microsoft, die bisher eher auf der Hardcore-Gamer-Schiene gefahren sind, auf die Schnelle sicherlich nicht streitig machen wird.
Zu allem Überfluss wäre da noch Sonys „PlayStation Move“, das auf eine sehr ähnliche Steuerung wie Nintendos Wii setzt. Auch hier wird man mit dem gleichen Gegenwind zu rechnen haben wie „Kinect“. Mit einem Preis, der jedoch gerade einmal bei 60 Euro für Kamera, Controller und Spiel liegt, könnte der japanische Elektronikhersteller dem Redmonder Unternehmen ein Schnippchen schlagen. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft soll „Kinect“ in den Läden stehen. Sony startet seine „Move“-fensive schon am 21. September.
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