Justizminister: USK ist verbesserungswürdig
27.06.2009 | 10:00 Uhr 2009-06-27T10:00:00+0200Auf der Frühjahrskonferenz in Dresden sind die Justizminister der Länder zu einem Beschluss gekommen. Thema waren Kinderpornographie im Internet und jugendgefährdende Computerspiele.
Während der 80. Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister in Dresden diskutieren die Vertreter der Länder unter anderem über jugendgefährdende Computerspiele. Obwohl das Jugendschutzgesetz bereits mehrfach verschärft wurde, fordern die Minister eine Überprüfung und Verbesserung des Verfahrens der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle).
Viele Computerspiele hätten eine zu niedrige Alterseinstufung. In dem Beschluss heißt es daher: „Sie (die Landesvertreter) sehen weiteren Handlungsbedarf, insbesondere im Bereich der Computerspiele, und halten vor allem eine Stärkung der Rolle der Länder im Freigabeprozess und eine Überprüfung der Kriterien für die Alterseinstufung für erforderlich. Die Justizministerinnen und Justizminister begrüßen in diesem Zusammenhang den Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz vom 5. Juni 2009 und unterstützen das insoweit beschlossene weitere Vorgehen.“
Die USK müsse zudem mehr Zeit in die Spiele investieren. Zehn Tage seien zum Durchspielen zu wenig. Die USK hatte bereits öfter erwähnt, dass man an der Optimierung arbeite. Seit Mitte Mai gibt es bereits neue USK-Logos, die dem Kunden die Alterskennzeichnung besser vermitteln sollen. USK-Geschäftsführer Olaf Wolters hatte uns bereits zu diesen Themen ein Interview gegeben.
Zur Wertungskritik sagte Wolters: „Wir nehmen Kritik grundsätzlich ernst. Allerdings schauen wir auch auf die inhaltliche Substanz, und da blieb in den vergangenen Wochen eher wenig hängen. Grundsätzlich attestierte uns das Hans-Bredow-Institut im Rahmen der Evaluation des Jugendmedienschutzes im Auftrag von Bund und Länder nachvollziehbare Bewertungskriterien und saubere Verfahren. Wir wissen natürlich, dass wir weiterhin unsere Hausaufgaben machen müssen und sind permanent dabei, unsere Arbeit zu verbessern.“
Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb hatte bereits Anfang Mai den Vorwurf geäußert, dass die USK-Tester nicht genügend Zeit zum Testen aufbringen würden. Dazu sagte Wolters, dass diese Aussagen wenig hilfreich seien. Kolb habe sich das USK-Verfahren ganz offensichtlich noch nie angesehen. „Die USK-Sichter haben für alle Spiele ausreichend Zeit. Gerade die aus Sicht des Jugendschutzes wichtigen Spiele werden alle komplett von den sehr erfahrenen Sichtern durchgespielt. Das kann bei einem komplexen Spiel auch schon mal ein oder zwei Wochen dauern.“ Das komplette Interview findet ihr unter den folgenden Links.
- Interview: USK-Geschäftsführer Wolters über Vorwürfe und Konsequenzen
- Politiker skeptisch gegenüber Killerspiel-Verbot
- Wenn Politiker zum Gamepad greifen
- Verbotsdebatte: Auch "Need for speed" im Visier?
- Killerspiele: Internetsperren und Elternstrafen
- Verbotsforderung der Innenminister nur heiße Luft?
15:06
Ich bin ein Killerspiel-Spieler und Befürworter des Jugendschutzes, aber was nutzen weitere Modifikationen des Jugendschutzes, wenn niemand hinschaut, was die Jugendlichen vor dem Computer treiben? Genau, nichts. Man könnte die Spiele komplett verbieten und die Gesellschaft glauben lassen, es sei alles gut; es würde nichts verändern. Die Problemkinder, die in sich den Keim für einen Amoklauf tragen, werden alle Regeln und Gesetze ignorieren, um an unzensierte Gewaltmedien kommen (wenn sie es denn wollen) und niemand wird es bemerken, weil sich niemand um diese Kinder kümmert.
Wenn Eltern anwesend und dies lesen: Bitte nehmen sie sich Zeit, spielen sie mit ihren Kindern am Computer. Zeigen sie Interesse und reden sie mit ihren Kindern. Das ist der beste Jugendschutz, der durch kein Gesetz ersetzt werden kann.
11:04
der reinste stammtisch hier...
07:43
Und was ist mit den Spielen, die jetzt schon ab 18 sind. Werden die jetzt schon den Erwachsenen verboten?
Verbietet Filme, verbietet Bücher und auch die Nachrichten, den die zeigen oft noch brutalere Szenen, als man sie aus Spielen kennt.
04:10
die Kritik ist ja wohl der Frau zu verstehen zu geben die nicht Kritisch ist und nur mit den Strom schwimmt, nicht wahr Frau Lange..?
00:49
Poltiker sind auch verbessungswürdig...
Ich forder mehr Bildung für Politker...
18:18
Wenn die USK wirklich 10 Tage bis 2 Wochen pro Spiel prüft, kann sie sich sicher ein fundiertes Urteil bilden. Die meisten Spiele kann man immerhin in unter 20 Stunden schaffen, meist auch in deutlich weniger als der Hälfte. So bleibt noch genug Zeit für einen fundierten Bericht und eine Entscheidungsfindung.
Als erwachsener Spieler begrüße ich die USK selbst ausdrücklich, lehne aber Zensurmaßnahmen, nur um Software dann nachher für Erwachsenen (mündige Bürger) freigeben zu können, kategorisch ab.
Ich frage mich auch, wie viele Stunden die Herren und Damen Justizminister selber je ein enstprechendes Spiel gespielt haben. Sind ja alles selbsterklärte Spezialisten was den Einfluss der Software auf die menschliche Hardware (Gehirn) und daraus resultierende Probleme angeht...
15:49
das dumme wahlvieh muss an der kurzen leine gehalten werde damit es von noch dümmeren politikern kontrolliert werden kann.
09:58
USK ist verbesserungswürdig
Unsere Regierung ist auch verbesserungswürdig, interessiert aber auch keinen, also ...pssst Klappe halen lieb Justizminister.
Verbesserungswürdig heißt doch hier nur Verschärfung.
Ich will selbst denken und für mich entscheiden.
Ich denke also bin ich..........DAGEGEN !
14:17
Wer Killerspiele liebt soll doch zum Bund gehen.
Nachdem letzte Woche die PR-Kampagne lief damit nun auch offiziell von Krieg führen gesprochen werden darf, wäre es kontraproduktiv, wenn die jugendliche Gamer zu früh die Folgen von Waffen und Kanonen sehen.
Nicht wenige sind klug genug zu begreifen, das es in der Realität keinen Restartknopf gibt.
13:20
joa verbietet am besten alles was mit gewalt zu tun hat , zensiert am besten alle spiele ;)
zum glueck gibet noch oestereich ^^