Von Shift bis Dirt 2: Welcher Rennspiel-Typ bist Du?
14.11.2009 | 09:00 Uhr 2009-11-14T09:00:00+0100
Nachdem die letzten Monate mit erstklassigen Rennspielen nur so gespickt waren, haben wir uns mal ein wenig Zeit genommen, um den großen Racing-Namen dieses Jahres ein wenig unter die Haube zu schauen.
Gibt es das perfekte Rennspiel? Gibt es den einen Titel, mit dem man sein restliches Leben lang zufrieden sein wird? Mit dem man abends schlafen geht, um sich am nächsten Morgen darüber zu freuen, dass man ihn wieder in die Konsole schieben kann? Nein, den gibt es leider nicht. Und den wird es höchstwahrscheinlich auch niemals geben. Im Gegenzug gibt es eine ziemlich große Anzahl an unterschiedlichen Racern, die jedem Spielertyp genau das bieten, was er sich schon immer gewünscht hat. Dementsprechend hat wohl jeder Topf seinen Deckel - und jeder Bleifuß sein Lieblingsspiel.
MotorStorm Arctic Edge – Der Chaot
Die "MotorStorm"-Reihe steht schon seit ihrem Debüt vor circa drei Jahren für anarchische Renn-Action vom Feinsten. Mit dem Ableger für die PSP sollte man nun auch unterwegs seine Freude an waghalsigen Stunts und noch mehr Nitro haben. In technischer Hinsicht voll und ganz gelungen, schafften es die Entwickler, das Gefühl der Konsolenfassungen auf Sonys Handheld zu bannen. Auch wenn das mit hohen Sprüngen und tiefen Schluchten gespickte Streckendesign nicht unbedingt jedem gefallen wird, handelt es sich hier definitiv um eine der wenigen, wenn nicht sogar die einzige Perle im Bereich der Handheld-Racer.
Forza 3 – Der Newcomer
Während der fünfte Teil eines gewissen anderen Titels immer noch auf sich warten lässt, haben es die Entwickler von Turn 10 geschafft, sage und schreibe drei Titel auf den Markt zu bringen, die von Mal zu Mal besser wurden. Das aktuelle "Forza" besticht durch herausragende Optik und ein ebenso gelungenes Fahrgefühl. Durch das Implementieren der von "GRID" erfundenen Zurückspulfunktion müssen zudem nie wieder Controller darunter leiden, wenn man in der letzten Kurve der letzten Runde den Fehler begeht, der einem das ganze Rennen versaut. "Forza 3" ist eine Offenbarung für Fans von Rennsimulationen. Action-Junkies werden hingegen eher enttäuscht.
Need for Speed SHIFT – Der Neustarter
Die letzten Jahre waren ja wirklich nicht leicht, sofern man den Namen "Need for Speed" trug. Da kam ein enttäuschender Titel nach dem anderen auf den Markt und keiner wusste so recht, wie tief dieses einst so große Franchise noch sinken könnte. Glücklicherweise – relativ gesehen – erreichte man mit Underground den absoluten Tiefpunkt, um mit "SHIFT" wie der Phönix aus der Asche zu steigen. All das, wofür wir Hot Pursuit, High Stakes und Co. einst geliebt haben, findet sich hier wieder. Und dann doch ein wenig mehr. Die Rennen sind rasant, das Adrenalin pumpt durch die Blutbahnen und uns gefällt es. Der Schritt weg von Underground und pseudo-illegaler Tuning-Szene hin zu seriösen Rennen ist nicht nur klasse gelungen, sondern war zudem auch noch bitter nötig.
Gran Turismo – Der Purist
Dem absoluten Genre-Comeback steht hingegen das wohl düsterste Kapitel in der ansonsten von glorreichen Erfolgen geprägten "Gran-Turismo"-Geschichte gegenüber. Wie auch in Arctic Edge versucht man hier das Konsolenvorbild auf die Größe des Hosentaschenformats zu komprimieren. Während der eine jedoch einen kleinen Erfolg feiern kann und man, abgesehen von der Grafik, kaum Unterschiede zur HD-Fassung findet, wirkt das neueste Gran Turismo nicht nur altbacken, sondern zudem auch noch unheimlich plump. Der Karriere-Modus ist plötzlich nicht mehr da und beim Kauf eines Autos muss man darauf achten, dass man am richtigen Tag spielt. Auch wenn sich tief im Herzen immer noch das geliebte Gran Turismo befindet, ist es schlicht und ergreifend schade, zusehen zu müssen, wie der König von einst nicht nur auf der Stelle tritt, sondern sogar einen Schritt nach hinten wagt.
DiRT 2 – Die Spaßkanone
Doch der absolute Rennkönig dieses Jahres kommt überraschenderweise aus dem Hause Codemasters. "DiRT 2" ist zwar keine so herausragende Simulation wie "Forza 3", doch ist dies angesichts der wirklich riesigen Fülle an Spielspaß, die dieser Titel bietet, vernachlässigbar. Die Strecken gehören zu den wohl schönsten und abwechslungsreichsten, die ein Rennspiel jemals hervorgebracht hat. Die Fahrzeugmodelle sind bis in die letzte Schraube realitätsgetreu nachgebaut worden und insgesamt ist hier wirklich jeder Baustein am richtigen Ort. Es gibt zahlreiche Renn-Events, eine herausragende Fahrphysik und und und. Ohne Frage: "DiRT 2" ist genau das Spiel, das in keiner ordentlichen Sammlung fehlen sollte. Sofern man damit zurechtkommt, dass das stylisch in Szene gesetzte Treiben absolut nichts mehr mit den klassischen Rallyes zu tun hat, für die die Serie einst bekannt war.
Für all jene, die immer noch nicht wissen, in welchem Rennstall sie ihr hart verdientes Geld investieren sollen, haben wir hier eine kleine Bildergalerie vorbereitet, die bei der einen oder anderen Entscheidung vielleicht behilflich sein könnte
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Bald soll es auch Autorennen in 3D geben. Dann wird es richtig abgefahren werden !