Vergewaltigungsspiele? Was soll der Mist?
15.05.2009 | 12:00 Uhr 2009-05-15T12:00:00+0200
Wenn es um Spiele geht, denken wir an Rennspiele, Adventures. Und ja, auch an Actionspiele, Shooter. Doch was sich ein japanischer Entwickler bei diesem ... "Titel" gedacht hat, ist weit entfernt von dem, was man als normaler Gamer/Mensch als Spiel bezeichnen würde.
Der Name der "Simulation" ist für uns irrelevant. Fest steht, dass ein japanisches Entwicklerteam einen Titel produzierte, in dem es um Vergewaltigung, Pädophilie, erzwungene Abtreibung und die Verletzung der Menschenwürde geht. Hierüber hätte Bayerns Innenminister Herrmann gerne seine Ansicht kundtun können.
Mit Spiel hat das nichts zu tun
In der japanischen Entwicklung müssen Frauen vergewaltigt und bei versehentlicher Schwangerschaft zur Abtreibung gezwungen werden. Im späteren Verlauf wird sogar Kindern nachgestellt. In Japan wurde darüber kaum die Nase gerümpft. Der Entwickler selbst bezeichnet sein Werk als "typisch japanisch". Das "Spiel" wurde dort offiziell verkauft, sogar der Online-Händler Amazon nahm das Spiel (versehentlich, wie es heißt) in sein Angebot auf. Auf Amazon.com erregte der Verkauf im Februar jedoch eine derartige Entrüstung, dass man den Titel sofort wieder entfernte. Die entschuldigende Pressemitteilung folgte umgehend.
Dass dieser Titel jedoch mit der Games-Branche derart in Verbindung gebracht wird, stößt jedem normalen Spieler übel auf. Damit möchte eigentlich weder ein Publisher noch Entwickler und schon gar kein Gamer etwas zu tun haben. Und wir möchten betonen: In Deutschland dürfte so etwas nicht rechtmäßig veröffentlicht werden!
In Japan empörten sich erst jetzt, knapp drei Jahre nach dem Release, die Medien über diesen Titel. Die amerikanische Organisation Equality Now hat sich zudem mit einer Kampagne an den Entwickler und den japanischen Premierminister gewendet. Laut der Webseite Kotaku zeigte sich der Pressesprecher des Entwicklers über die Aktion verwundert. „Wir sind einfach nur verwundert über diesen Schritt. Wir machen das Spiel für den heimischen Markt und unter der Einhaltung unserer heimischen Gesetze. Wir veröffentlichen das Spiel nicht in Übersee, weswegen wir diese Kampagne auch nicht kommentieren.“
Verwundert sind wir ebenfalls. Verwundert über die Tatsache, dass es ein solcher Titel geschafft hat, über Jahre frei erhältlich zu sein. Und darüber, dass es weder bemerkt noch verhindert wurde. Denn eines ist wohl klar: Dieser Titel ist menschenverachtender, als es "GTA" oder "Call of Duty", die manche Kritiker in Deutschland in einen Topf mit der Aufschrift "bestialische Spiele" werfen, jemals sein könnten. So etwas schon zu vergleichen ist schlichtweg einfältig.
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20:36
und wieso wird jetzt hier über so n schice berichtet ? jetzt geht doch jeder 4. affe der das liest in google suchn und ladet sich das game runter.
als ob man spiele nur LEGAL im laden kaufen könne, trottelz
13:26
Vergewaltigungsspiel...
das ist ein interaktiver porno mehr nicht verdammnt noch mal und kein spiel
vielleicht sollte man das wort videospiel mal richtig definieren-.-
19:33
Wenn das jetzt allerdings nen gut getarnter Versuch von Internetsarkasmus war, respekt, da wäre ich euch voll ins Messer gelaufen.
Ich musste bei der Wortwahl jedenfalls schmunzeln. Vergewaltigungsspiele. Boah. Das hätte direkt von der CDU kommen können.
19:12
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23:29
ja ja,die japaner,ein komisches völkchen^^
23:29
Mal ganz ehrlich. In den letzten Jahren haben wir es soweit gebracht, dass Menschen umbringen in Games für den gemeinen Gamer kein Gewissenbiss mehr ist. Bei solchen Spielen, indem man Frauen und auch Kinder vergewaltigt, stellt sich nur die Frage: Kann man die noch einigermaßen erhaltende Moral noch weiter ausdehnen?
In der heutigen Videospielkultur ist der Fantasie ja keine Grenzen mehr gesetzt. Aber ich finde Menschen nicht nur körperlich sondern auch psychisch zu schädigen abartig. Deswegen sind ja auch Videos dieser Folter verboten. Dies geht einfach zu weit und es sollte jedem etwas ausmachen....
14:41
Die Griechen hatten es mit der Knabenliebe.
Die Römer zerfetzten ihre Feinde in der Arena.
Alles tolle Kulturen und Zivilisationen in unseren Augen.So sehr,daß ihre Sprachen bis heute gelehrt werden.
Wer will da die Japaner verurteilen ?
17:59
@ mezzo # 7:
auch sie vergessen das es sich bei spielen um unterhaltung handelt.
das unterhaltungsmedium spiel nutzt hierzu gerne das mittel der gewaltdarstellung. so wie filme, bücher. oder auch, auch auf fragwürdigere weise, gangster rap.
da gelten klare regeln, aber in erster linie die freiheit der darstellung. was zu unterhaltungszwecken erlaubt ist, und was nicht, ist für alle medien klar definiert.
ich weiß jetzt nicht, welchen konkreten titel sie als beispiel heranführen, vermute mal gta oder eine andere sandbox simulation. aber das sie das vergewaltigungs-spiel aus japan hiermit vergleichen wirkt als standpunkt angestrengt.
beim film wäre ein treffendes beispiel: zwischen einem pornografischen film, den man in videotheken leihen kann, und dem was noch im TV frei gesendet werden kann, liegen welten der detailtreue. es gibt klare regeln, aber beides darf zunächst einmal produziert und auch zugänglich gemacht werden. nur im falle der öffentlichen sendungen ist alles klar definiert. daneben besteht für mündige bürger ein angebot, das er individuell wählt. es muß nicht von allen teilen der gesellschaft gemocht werden, aber zuallerst hat der mündige bürger eins: ein recht auf den konsum des produkts.
die grenzen definiert in allen medien die strafgesetzgebung. darum dürfte ein pordukt wie das aus japan hier nie verkauft werden. die darstellung von sex mit minderjährigen ist strafrechtlich relevant. das darstellen einer action szene wie der von ihnen beschriebenen ist höchstens moralisch fragwürdig.
über geschmack kann man nicht streiten. es gibt unterscheidliche präferenzen im konsumverhalten. sie müssen solcherart spiele wie gta oder kriegsshooter nicht mögen. aber legal sind sie dennoch. und nur darum kann es gehen.
nicht um geschmack.
03:52
Oben steht folgendes:
Vergewaltigung ist und bleibt in jedem Land der Erde eine Straftat.
Autos klauen doch auch. Oder Menschen erschießen. Oder eben getötete Leute weiterhin noch mit einem Baseballschläger bearbeiten, anschließend deren Kohle abziehen, in das Auto einsteigen, aus dem ihr die Person eben noch rausgeschmissen habt, noch mal kurz über die Leiche fahren und dabei die Handbremse ziehen und ne schöne rote Bremsspur machen. Oder hab ich da was verpasst?
Ist doch nur ein Spiel <- das hört man sonst immer, aber jetzt bei diesem Japanspiel ists aufeinmal anders. Beides sind Straftaten und beides ist Menschenverachtend. Aber trotzdem ist beides nur ein Spiel. Jetzt sieht man sich mal aus einem anderen Winkel und versteht vielleicht, warum manche Menschen ein Problem mit Killerspielen haben.
19:15
Mielke lebt!
Irgendwie muß unser Innenminister doch seinen Fuß in die Tür zu den von ihm geplanten Verboten bekommen!