Tales of Monkey Island: Test bestanden!
07.07.2009 | 14:30 Uhr 2009-07-07T14:30:00+0200
Deppwood, Treiwood, Seppelwoder – was musste sich der Möchtegernpirat Guybrush Threepwood nicht schon alles an Spott gefallen lassen. Nach neun Jahren Abwesenheit kehrt das berühmte Piraten-Adventure zurück - und wir haben es uns angesehen.
Klasse. Schon in den ersten Spielminuten schmunzeln und lachen wir mehr als bei manch anderem Titel während des ganzen Spiels. Obwohl wir in unserer Vorschau skeptisch waren, müssen wir jetzt mal eines sagen: "Monkey Island" wurde wieder zum Leben erweckt.
Wir haben uns "Launch of the Screaming Narwhal", die erste der fünf "Tales of Monkey Island"-Episoden, angesehen. Und obwohl sie nicht mehr den Pixelcharme von damals versprüht, ist der neue Grafikstil im Spiel nicht so befremdlich, wie es anfangs den Anschein hatte. Entwickler Telltale Games hat sich streng an die Vorgabe der berühmten Vorgänger gehalten, und wenn der Meister Ron Gilbert selbst sein Werk in guten Händen sieht, ist es fast schon Ketzerei, etwas anderes zu behaupten.
Glücklicherweise bringt uns das Spiel erst gar nicht in diese Lage, denn der erste Teil überzeugt in allen Belangen, welche die Spielreihe so liebenswert machen. Threepwood ist der gleiche glücklose und doch beneidenswerte Antiheld und Möchtegernpirat, wie wir ihn mögen. Parallelen werden hier besonders zu den ersten (also besten) "Monkey Island"-Teilen gezogen.
Optisch ist das Spiel für eingefleischte Fans bestimmt eine Umgewöhnung, aber nach kurzer Zeit hat man das neue Grafikkostüm vollends akzeptiert. Der neue Stil ist dazu um einiges hübscher anzusehen, als es noch bei "Escape from Monkey Island" der Fall war.
"Ich verkaufe modische Lederjacken, so wie diese hier"
Im Spiel erwarten euch neben der neuen Grafik und alten Bekannten wie Elaine und LeChuck (klar) auch noch jede Menge neuer Charaktere. Diese sind herrlich schräg und passen einfach wunderbar in das "Monkey Island"-Universum. So treffen wir beispielsweise einen Piraten, der Glaseinhörner verkauft, oder müssen einem Schatzjäger bei der Suche nach Dark Ninja Dave, einer Porzellanpuppe, helfen. Alles durchzogen vom typischen Guybrush-Threepwood-Humor, der selbstverständlich auch einige bekannte Sprüche beinhaltet. Das sorgt nicht nur für Stimmung, sondern auch für das Aufleben alter Zeiten - für die Nostalgiker unter uns.
Für die Rätselfreunde gibt es dagegen erst mal nur leichte Kost. Großes Kopfzerbrechen bereiten die meisten Aufgaben anfangs nicht. Hier ist noch Platz für leichte Steigerungen. Kaum zu toppen ist dagegen die grandiose Synchronisation. Wie wir berichtet haben, wird es "Tales of Monkey Island" erst mal nur auf Englisch geben, doch wer davor nicht zurückschreckt, bekommt tolle Wortgefechte geboten.
Was die Steuerung angeht, haben sich die Entwickler an "Wallace & Gromit" orientiert. So könnt ihr das Spiel mit der Tastatur und/oder der Maus steuern. Die Inventarführung ist relativ einfach und dennoch effektiv umgesetzt worden. Ihr könnt beispielsweise Inventargegenstände kombinieren, neue erstellen und untersuchen. Sollte ein Gegenstand mal nicht zur Lösung des Rätsels beitragen, bekommt ihr manchmal auch kleine Zwischensequenzen zu sehen, die euch das auf lustige Art klarmachen.
Grandioser Auftakt
Entwickler Telltale Games scheint es wirklich geschafft zu haben. Obwohl es neue Locations, Charaktere und Grafiken zu sehen gibt, ist es trotzdem "Monkey Island". Selten waren wir bei einem Spiel anfangs so skeptisch und selten wurden wir danach so positiv überrascht. Wer bisher noch kein "Monkey Island" gespielt hat (Schande über euch, holt das gefälligst nach!), der könnte jedoch Einstiegsschwierigkeiten haben. Ansonsten hat "Tales of Monkey Island" aber alles, was sich die Fans erwartet haben. Wir hoffen, dass Telltale Games das hohe Niveau über die weiteren Teile halten kann.
20:35
Super Nachricht. Das beste Game aller Zeiten. Monkey Island. Ich freu mich drauf
17:30
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