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Spiele-Serien: Ruhet in Frieden

20.04.2009 | 10:00 Uhr
Spiele-Serien: Ruhet in Frieden

Einige Spiele-Serien sind in die Jahre gekommen und werden trotz so mancher Alterserscheinung immer wieder neu aufgelegt. Dass es sich bei vielen Neuauflagen und Fortsetzungen nur um schwache Ableger handelt, scheint manchmal eher zweitrangig. Also warum lässt man sie nicht in Frieden ruhen?

Lasst sie doch in Würde alt werden. Wozu ein "Silent Hill Homecoming", ein "Simon the Sorcerer 5" oder einen Sonic, der sich in seinem x-ten Abenteuer völlig verzweifelt an einen letzen Strohhalm klammert? Manche Helden vergangener Tage haben es einfach nicht verdient, immer wieder aufs Neue für die schwachen Ideen ihrer einst so einfallsreichen Schöpfer herzuhalten.

Die Helden der Vergangenheit

Bleiben wir beim blauen SEGA-Igel. In seinem neuesten Abenteuer ("Sonic und der schwarze Ritter") wird Sonic zu einem schwachen Abklatsch vergangener Erfolgszeiten. Eine blödsinnige Story und der verzweifelte Versuch, ein Thema in ein Setting zu zwingen, das jeder Grundlage entbehrt. Das erbarmungslose Ausschlachten einer Kultfigur der Games-Branche scheint zur Mode zu werden. Bekannte Namen verkaufen sich nun mal gut, das ist in der Spieleindustrie genauso wie bei jedem anderen Medium. Und wie bei jedem anderen Medium ist es auch bei Spielen so, dass die Verantwortlichen nicht immer wissen, wann man aufhören sollte.

Es stellt sich als traurige Gewissheit dar, dass "Silent Hill" zwar immer noch die alten Inhalte hat, aber diese nicht mehr überzeugend einzusetzen weiß: aufgewärmte Gegner mit der gleichen Grundstory. "Resident Evil 5" stellt seine Fans vor ähnliche Probleme, doch hier erhält der Spieler wenigstens neue Reize durch die Grafik und neue Gameplay-Elemente. Dennoch: Die Story kann im fünften Teil ebenso wenig überzeugen. Es ist eine Art Krankheit, die viele Spiele-Serien nach einer Weile befällt. Die wenigsten machen es richtig und finden einen versöhnlichen Abschluss, wie es "Metal Gear Solid 4" beispielsweise. Spiele wie "Zelda" schaffen es zudem, bis jetzt immer wieder neue Akzente zu setzen.

Mut zu neuen Geschichten

Doch selbst wenn die Entwickler ein tolles Ende auf die Beine stellen, sie reißen es teilweise mit einer völlig nutzlosen Fortsetzung wieder ein. Macht das Sinn? Finanziell gesehen vielleicht. Denn die Namen einstiger Videospielhelden erinnern uns immer noch teilweise an die gute alte Zeit. Und wir hoffen immer wieder aufs Neue, dass wir sie vielleicht mit einem weiteren Teil erneut präsentiert bekommen. Gleichzeitig könnte man auch denken, dass manche Spiele-Entwickler es einfach nicht schaffen, neue Ideen zu entwickeln. Prägende Helden oder faszinierende Geschichten erfindet man sicherlich nicht alle Tage, aber hin und wieder Mut zur Veränderung würde nicht schaden. Neuauflagen von angestaubten Geschichten gibt es mittlerweile genug.

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Nicole Lange

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Kommentare
20.04.2009
13:16
Spiele-Serien: Ruhet in Frieden
von Thomas.Lau | #3

... aber eine ähnlich imposante Reihe wie die von The Adventure of Link bis Majora’s Mask findet sich selten ...

20.04.2009
12:26
Spiele-Serien: Ruhet in Frieden
von MarcDK | #2

Zelda? Ich bitte dich. Gerade der Wii-Teil war in meinen Augen ein schlechter Witz. Weder von der Story war Zelda - Twilight Princess noch vom Gameplay etwas Besonderes. Recycling pur in jeder Hinsicht. Und vom Schwierigkeitsgrad auch eine Beleidigung für jeden denkenden Menschen über 12 Jahre.
http://www.marctv.de/blog/2007/07/12/the_legend_of_zelda_twilight_princess_wi/

20.04.2009
11:23
Spiele-Serien: Ruhet in Frieden
von Thomas.Lau | #1

Super Mario gehört - genau wie Zelda - in die Reihe der angenehmen Ausnahmen.

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