Schlechte Verlierer: Der Clash der Kolumnen
25.03.2009 | 16:04 Uhr 2009-03-25T16:04:00+0100
Die Kollegen haben vorgelegt, jetzt muss man selbst mal ran. Thema: Schlechte Verlierer. Der Maßstab: drei Kolumnen übers schlechte Verlieren. Die Aufgabe: Bloß nicht gegen Eddy, Nils und Simon verlieren!
Ganz gleich, wie ich diese Kolumne schreibe, es wird ein zähes Ringen. Ein Kampf. Ein Wettstreit um die Annerkennung bei den Gegnern und bei sich selbst. Die Gegner sind drei extrem gute Kolumnisten. Und deren letzten Werke stellen das krasse Gegenteil zu ihren Resultaten nach dem Spielen von Videogames dar: Sie waren tatsächlich gut.
- Simon: Ich bin Hater – und das ist auch gut so!
- Nils: Von "2on2" und schlechten Verlierern
- Etienne: Das Märchen vom schlechten Verlierer
Sie hatten im Vergleich zu mir aber auch wesentlich mehr Zeit, dieses Thema zu bearbeiten. Mit absoluter Sicherheit haben sie irgendwen Lustiges bezahlt, damit derjenige ihre Kolumnen schreibt. Außerdem sind die drei ja auch viel älter, sowohl physisch als auch psychisch. Sie haben viel häufiger in irgendwas gegen irgendwen irgendwann verloren. Dann ist es ja kein Wunder, dass sie so viel Stoff für ihre Kolumnen haben und diese deswegen so gut ankommen. Da kann ich es ja eigentlich auch gleich lassen. Das Leben ist unfair.
It’s a lose-lose situation
Aber was soll das Gejammer und Gezeter vor dem Match beziehungsweise schon vor der Fertigstellung dieser Kolumne, wenn ich eh schon verloren habe? Keiner wird diese Kolumne kommentieren, weil sie ja ohnehin nur ein Abklatsch von dem bereits Veröffentlichten ist!
Und falls doch, dann geht es doch niemals über ein: „Ganz nett, aber Eddys Kolumne war viel lustiger“ hinaus. Nur weil Eddy, gewollt intellektuell, einen auf sarkastisch macht und Stanley Ko.. Kubrit .. Kubrick reingeschrieben hat. Das kann ich auch. Stanley Kubrick. Und? Was hat’s gebracht? Nüscht.
Keiner wird verstehen, dass ich der eigentliche Gewinner bei diesem „Clash der Kolumnisten“ bin. Niemand wird sehen, dass in der Meta-Ebene versteckt, im Dickicht der Dichtkunst, ohne provokante Polemik und primitive Poesie, der wahre Sinn und die wahre Kunst des schlechten Verlierens stecken!
Wie die Kolumne, so der Verlierer
Im Direktvergleich der Kolumnen mit ihren jeweiligen Autoren findet sich auch die Art und Weise wieder, wie letztendlich gespielt bzw. verloren wird. Eddy versteckt seine schlechten Skills hinter dem Unterschied zwischen Mensch und Maschine, Emotionen seien schließlich das, was einen Wettkampf ausmacht. Simon gibt mir die Schuld, weil er mindestens eine Person oder eine Welt braucht, die seine Niederlagen entschuldigt.
Und Nils, ja ... Nils ist eher Maschine als Mensch. Er schreibt lieber über Uwe Boll, anstatt mal Tacheles über die Kunst seines schlechten Verlierens zu schreiben. Sowohl bei einem Sieg, bei einer Niederlage als auch beim Schreiben einer Kolumne fühlt der Herr Bomhoff nur eins: sein Sofa, auf dem er sitzt.
@Eddy: Dabei sein ist alles!!
Und so kommen wir zu meiner Kolumne und zu meiner Ansicht des schlechten Verlierens. Es gibt gar kein schlechtes Verlieren. Es gibt auch kein gutes Gewinnen. Es gibt noch nicht mal schlechte bzw. gute Gegner. Es zählt einzig und allein das eigene Können und wie sehr man sich selbst in einer Disziplin, sei es Sport, sei es ein Spiel, sei es eine Kolumne, ausleben kann.
Die Leistungen der „Gegner“ sind dabei nur Maßstäbe für das jeweils für sich selbst zu erreichende Maß an Leistung. Dabei sein ist alles, denn erst dann ist man fähig, überhaupt etwas zu sein.
Aber was schwadroniere ich hier herum. Ich hab ja eh schon verloren. Wie dumm, dass ich unbedingt immer bei allem dabei sein will.
- Kolumne: eVIEWlution
- Kolumne: Das Märchen vom schlechten Verlierer
- Zum Archiv
*Daniel Budiman und Simon Krätschmer moderieren die Sendung GAME ONE auf MTV.*
19:39
bisschen kurz aber dennoch nicht schlecht... im Endeffekt wissen wir aber alle das Simon in Command and Conquer verliert xD
grüße Manu
16:34
oh mann du hast ja echt mal philosophie studiert!!!!
fetzig - wie wir in österreich sagen!!
10:53
Ich finde die Kolumne ganz gut verfasst, es ist nur etwas kurz. Aber ich glabe, wenn es um Asiaten und Länge geht, dann fällt sowieso alles bescheiden aus ;-)
02:15
ääh...ist das alles ernst gemeint, ich dachte da so ein Augenzwinkern zwischen den Zeilen gelesen zu haben...? Naja.
Ansonsten weiss man jetzt wenigstens wie du mit Niederlagen umgehst. Nämlich mit Selbstmitleid.
Versteh gar nicht warum , ich les dich immer gerne. Und alle ander auch , eben weil ihr verschieden seid.Keiner ist besser oder schlechter.
Ausserdem es gibt keine guten oder schlechten Kolumen es gibt nur Kolumnen...^^
Also ich würd den Käse löschen und noch mal was g´scheites schreiben.
09:36
keine kolumne is am besten, aber die gesamtheit aller is cool^^ lesen sich alle sehr gut
20:40
Ich persöhnlich hätte ein anderes Thema bevorzugt, insgesamt wirkt es so, als wenn du den anderen was beweisen willst. Eine Kolumne soll einfach gut lesbar und nachvollziebar sein, mir gefällt dieses runtermachen der anderen Kolumnen nicht.
Bei mir trifft also dieser Grund zu: ich mag sie nicht
...weil sie ja ohnehin nur ein Abklatsch von dem bereits Veröffentlichten ist!
17:58
so fresh^^ im vergleich zu den beiden davor.
15:03
und auch viel lustiger, nicht zu vergessen ;)
03:55
Heul hier mal nicht so rum!
Simons Kolumne war viel länger!
Gruß,
Simon
19:23
Dabei sein ist alles ? - Soetwas sagen doch nur diejenigen, die (immer) verlieren !