Die Nintendo-Show im Überblick
03.06.2009 | 10:30 Uhr 2009-06-03T10:30:00+0200
Das war es. Nintendo hat den großen E3-Auftritt beendet und wir ziehen ein Resümee. Was können wir von Nintendo in nächster Zeit erwarten? Und warum klingt das größtenteils unspektakulär?
Nachdem Microsoft am Dienstag auf der eigenen Pressekonferenz mit Multimedia-Features und einer neuen Bewegungserkennung auf sich aufmerksam machte, waren am Mittwoch alle Augen auf Nintendo und Sony gerichtet. Erst war die Wii-Schmiede an der Reihe und überraschte uns erst mal mit… - nicht besonders vielen Dingen. Wie im letzten Jahr wurden die Erfolge der Wii und des NDS aufgezählt und die breite Zielgruppe angesprochen. Jeder spielt oder beschäftigt sich zumindest mit dem Thema, so die Nintendo-These.
Spiele für Groß und Klein
Für diese breite Zielgruppe, ganz besonders für die Casual Gamer, muss natürlich neues Futter her. Und so war es kein Wunder, dass Nintendo die erfolgreichen Marken weiterhin ausbauen will. Neben "New Super Mario Bros. Wii" stellte man das neue "Wii Fit Plus" vor. Eigentlich dem Original recht ähnlich, nur mit sechs neuen Yoga-Übungen und 15 Balance-Spielen versehen. Die Neuauflage der Fitnesssimulation soll im Bundle mit der Wii und als Standalone-Titel kommenden Herbst veröffentlicht werden. Nein, überraschend war das nicht, aber wir hätten uns über ein bisschen Abwechslung wirklich gefreut.
Das Wii-exklusive "Final Fantasy: The Crystal Bearers" war dann der Auftakt für Hardcore-Spieler. Es folgten neben dem neuen "Metroid" die Ankündigung von "Super Mario Galaxy 2" für 2010. Zusätzlich zeichnete sich auch der Trend der vergangen Monate ab: Mit "The Conduit", "Resident Evil Darkside Chronicles" und "Dead Space Extraction" suchen immer mehr AAA-Titel die erfolgreiche Wii als Plattform. Ansonsten werden uns in nächster Zeit eher Titel wie "James Patterson's Women's Murder Club Games of Passion", das Mario-&-Luigi-Rollenspiel "Mario & Luigi: Bowser's Inside Story" für den DS oder "Cop: The Recruit" angeboten.
Dann folgte die Antwort auf die Motion-Controller der Konkurrenz: Motion Plus. Der Remote-Aufsatz soll laut Nintendo für mehr Realismus in den Spielen sorgen. Demonstriert wurde das an kleinen Minispielen wie Bogenschießen (was uns durch die gesamte E3 verfolgte). Nintendo zeigte in der Hinsicht nicht mehr als nötig; so gesehen muss die Konkurrenz ja auch erst mal beweisen, wie gut ihre Controller-Varianten sind. Etwas technische Zukunfts-Spielerei kam dann doch noch. Der "Wii Vitality Sensor" wird zusammen mit der Remote verwendet und auf den Finger des Benutzers gesteckt. Der Sensor soll dann den Puls des Spielers messen können. Wann und wie das neue Gerät einsetzbar ist, wurde noch geheim gehalten.
Beweisen müssen sich auch die neuen Community-Features des DS und DSi. So wird es mit dem DSi künftig möglich sein, Fotos auf Facebook hochzuladen. Von Usern erstellte Inhalte sollen durch "Mario vs. Donkey Kong Minis March Again" und den integrierten Level-Editor einbezogen werden.
Schön, schön, aber…
Obwohl es auf der Nintendo-Konferenz einige Neuankündigungen zu sehen gab, fehlten die Infos zum kürzlich angekündigten "Zelda: Spirit Tracks". Der DS-Titel wurde gerade mal in einem Nebensatz erwähnt. Man merkte der Präsentation streckenweise schon an, dass sich Nintendo in diesem Jahr etwas auf dem Erfolg ausruht und die Konkurrenz Luft holen lässt. Wir freuen uns jedenfalls auf die neuen Blockbuster und begrüßen einen ausgeglichenen Konkurrenzkampf um die Gamer.
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