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Die Achievement-Jagd als Lebenswerk

21.06.2009 | 17:49 Uhr
Die Achievement-Jagd als Lebenswerk

Egal ob Achievements oder Pokale – sie alle sagen etwas aus. Über unser Spielverhalten und sogar über unser Leben. Und obwohl das Spiel im Vordergrund steht, sind wir alle in gewisser Weise auf der Jagd nach dem nächsten Erfolg.

Erfolg ist super, Erfolg macht Spaß

Der Wettbewerb ist für viele eine Herausforderung, egal ob auf der Arbeit oder im Hobby. Wenn wir für etwas gelobt oder ausgezeichnet werden, machen wir es gleich umso lieber. Eine Belohnung ist eben immer etwas Anspornendes.

Spielen ist ebenfalls eine Herausforderung, macht in erster Linie jedoch Spaß - egal ob alleine oder in der Gruppe. Das Gefühl, einen Spielerfolg eingefahren zu haben, ist für viele ein großartiges Erlebnis. Wenn der Endgegner besiegt oder eine besonders schöne Kombination kreiert wurde, lässt das ein Spielerherz höher schlagen. Microsoft und Sony haben sich mit der Einführung der Xbox 360 und der PS3 diesem Glücksmoment gewidmet und ein fast schon grandioses Belohnungssystem erschaffen. Der Erfolg ist nicht mehr länger nur eine nette Erinnerung in unserem Kopf. Wir können ihn speichern und die ganze Welt kann sehen, wie viel wir bereits in unserer Gamer-Karriere erreicht haben. Unser Erfolg ist sozusagen unsere Visitenkarte.

Dieses Belohnungssystem teilt und vereint die neue Gamer-Generation gleichermaßen. Wer bisher nur aus blankem Spaß zum Pad griff, wird schnell von der Achievement-Jagd gepackt - selbst wenn wir uns im Vorfeld noch so sehr dagegen sträuben. Spätestens dann, wenn bei der Xbox 360 unten oder bei der PS3 oben ein kleines Fenster mit der Meldung „20 G“ oder einem Pokal aufploppt, sind die meisten angefixt.

Es entwickelt sich eine Eigendynamik. Selbst wenn es einen nicht interessiert, ob man gerade einen Erfolg eingefahren hat, summiert sich das auf dem Konto immer weiter. Irgendwann gibt es sogar Anerkennung von Kollegen, und spätestens dann, wenn es im Multiplayer-Modus um alles oder nichts geht, kommt irgendwann ein Mitspieler, der das „Sammlervirus“ einschleust. Meistens beginnt es mit den Worten: „Lass uns doch schnell noch das Achievement holen“.

Schlechtes Spiel, viele Punkte

Ist es eigentlich aus spielethischer Sicht verwerflich, wenn man es nur noch ausschließlich auf die Achievements abgesehen hat? Es gibt viele Jäger, die, aus der Sicht eines „anständigen“ Spielers betrachtet, ihre Seele für ein paar Punkte verkaufen. So spielt der eine oder andere sogar gegen seine Überzeugung ein Spiel, das er ohne Achievements wohl noch nicht einmal ansehen würde, nur um die Punkte zu bekommen. Erfolge und Erfahrungen werden verglichen und heimlich wird dann auch schon mal auf die Freundesliste geguckt, um zu sehen, wer gerade seine Gamerscore verbessert hat.

Diese Erfolgsjagd haben mittlerweile sogar schon einige Entwickler erkannt. So werden vermeintlich schwache Spiele mit leicht erreichbaren und hoch dotierten Punkten versehen. Da kann man dann schon mal für das Absolvieren eines Zehn-Minuten-Levels 80 Gamer-Punkte bekommen, damit zumindest die Achievement-Jäger ihren Spaß haben und die Spiele durchspielen. Denn leicht erreichbare Erfolge sprechen sich herum, und so diskutiert die Community in unterschiedlichen Foren über die besten Titel für die Punkte-Schnäppchen-Jagd.

So beunruhigend die Dezimierung mancher Spiele auf ihre Gamerscore sein mag - die Entwicklung einer neuen Spielkultur zeichnet sich eben auch an ihren Spielern ab. Stellen wir mal die Frage in den Raum: Wer spielt noch, ohne einen Blick auf seine Erfolge zu werfen?

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Nicole Lange

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Kommentare
19.06.2009
20:50
Die Achievement-Jagd als Lebenswerk
von Wegwerfhund | #4

Es kann aber auch wirklich sehr motivierend sein. Ich verzweifle bei Fallout 3 daran, einen neutralen Charakter zu erschaffen. Teuflisch böse und himmlisch gut sind leicht, aber neutral? Ich will für ein Spiel, dem ich so viel Zeit widme, irgendwie auch alle Achievements erreichen.
Bei den meisten Games ist es mir aber auch herzlich egal.

19.06.2009
17:33
Die Achievement-Jagd als Lebenswerk
von 0815 | #3

Mich stört das ehrlich gesaht ein bisschen, ständig hat man irgendwo ein Popup das einem anzeigt das man dieses oder jenes geschafft hat... was interessiert mich das? Ich will in Ruhe durch die Welt laufen und meinen Spass haben.:)

19.06.2009
11:40
Die Achievement-Jagd als Lebenswerk
von SpielerZwei | #2

Ich persönlich spiele Spiele nur aus Spaß. Natürlich möchte ich ein Spiel in der Regel schlagen, also durchspielen, aber diese Achievement-Jagd, die insbesondere die XBox360 eingeleitet hat, geht mir extrem am Allerwertesten vorbei. Die Motivation dahinter kann ich überhaupt nicht nachvollziehen...
Allerdings kenne ich da auch ganz andere Leute, die ihren Achievement-Wahn sogar noch öffentlich dokumentieren: http://www.polyneux.de/archiv/279-von-0-auf-1000-rock-band.html
:D

18.06.2009
18:35
Die Achievement-Jagd als Lebenswerk
von multikonsolero | #1

hi hi, ich habe bald 25000 gs ^^

hab die 360 aber schon fast seit release, ist
somit nicht wirklich viel.

mein ganzer stolz sind full house bei gta IV und
midnigt club los angeles.

btw cooler artikel !

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