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Budimon-Kolumne

Das rundenbasierte Gehirn

25.11.2009 | 10:30 Uhr
Das rundenbasierte Gehirn

Zeit soll ja angeblich relativ sein. Wenn ich es richtig verstanden habe, vergeht die Zeit gefühlt schneller, wenn man sich amüsiert.

Da gibt es ja auch dieses Beispiel mit den Zügen: In dem einen sitzt Lothar Matthäus vor einem Spiegel, in dem anderen warten Fußballfans auf das Sportstudio, während Carmen Nebel mal wieder das Vorhandensein von Sendezeiten ignoriert. Ich glaube, auf beiden Zügen brennt auch noch eine Kerze. Dann fahren die Züge los und am Ende werden die Passagiere gefragt, was sie glauben, wie viel Zeit vergangen wäre. Lothar Matthäus beschwert sich dann, er wäre doch gerade erst eingestiegen, außerdem habe er soeben niemand Geringeren als Lothar Matthäus im Zug getroffen und er würde sich gerne mal mit dem unterhalten und überhaupt: Wann führe der Zug eigentlich los? Die Fußballfans hingegen freuen sich, endlich wieder ihre Familien in die Arme schließen zu können. Zumindest jene, die nach der langen Zeit noch leben.

Bei mir steht die Zeit still, wenn ich zocke. Bei einem guten Titel rasen die Stunden unbemerkt an mir vorbei wie unsichtbare Hasen auf Koks. Demnach kann man die Qualität eines Spiels an der Menge absorbierter Zeit bemessen. Fühlt sich eine Stunde mit einem Game an wie sechzig Minuten, bekommt das Spiel den Wert 0. Hat man nach einer Stunde hingegen den Eindruck, die bei Spielbeginn aufgegossene 5-Minuten-Terrine müsse noch mindestens vier Minuten ziehen, erhält das Game eine beachtliche 59. Die Höchstnote ist 60. Aber das ist eher eine theoretische Größe. Berechnungsgrundlage ist eine sehr komplizierte Formel, die ich mir selbst ausgedacht habe. Stark vereinfacht lautet sie in etwa so: Spielzeit in Minuten minus empfundene Zeit in Minuten. Aber ihr wisst wahrscheinlich gar nicht, worüber ich rede.

Jedenfalls habe ich eine persönliche Rangliste, in der meine Spiele nach genau dieser Berechnung sortiert sind. Im Spitzenfeld findet sich ein Neueinsteiger: "Left 4 Dead 2". Weiter zur kompletten Kolumne...

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Nils Bomhoff

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Kommentare
03.05.2010
01:09
Das rundenbasierte Gehirn
von Spiele | #1

Ich kann als Tipp nur das Games God of War 3 geben. Tolle Animationen als ob man einen Film spielt !

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