Das neue Zeitalter der Videospielfilme
26.07.2009 | 10:00 Uhr 2009-07-26T10:00:00+0200
Es scheint fast so, als würden sich Film- und Games-Branche endlich besser verstehen. In Hollywood und Umgebung hat man mittlerweile bemerkt, dass man mit etwas Mühe wesentlich erfolgreichere Videospieladaptionen veröffentlichen kann. Jetzt müssen nur noch die Versoftungen von Filmen besser werden.
Manch leidgeprüfter Gamer hat sich in der Vergangenheit an den Kopf gefasst und mit Tränen in den Augen mit ansehen müssen, was Uwe Boll und Co. aus einigen der besten Spielvorlagen in ihrer Filmverwurstung gemacht haben. "Far Cry", "Street Fighter", "Alone in the Dark" und andere Schandflecken der Filmgeschichte tragen Namen berühmter und erfolgreicher Spiele. Jetzt könnte man als außenstehender Beobachter denken: Mein Gott, sind diese Spiele dumm und inhaltlos, kein Wunder, dass die Gamer alle solche Außenseiter sind, wenn sie auf so was Plattes stehen.
Neuanfang mit starken Namen
Natürlich ist manches Spielkonzept nicht so platt, wie es im Film dargestellt wird. Billige Produktionen bringen das schnelle Geld. Dass man aber mit einer qualitativ hochwertigeren Umsetzung wesentlich mehr Geld machen und allen Beteiligten Freude bringen kann, zeigt sich nun. Selten gab es so viel Aufbruch und Bewegung. "Hitman" und sogar "Max Payne" waren gute Ansätze. Die Filmindustrie erkennt, dass es noch mehr außer "Tomb Raider" zu verfilmen gibt, gute Projekte, die auch gute Leute im Hintergrund brauchen.
Während Ubisoft sich selbst an die Produktion von Kurzfilmen im Serienformat macht, geht Activision Blizzard mit "WarCraft" weitere Wege. Nachdem die Anfrage von Uwe Boll abgelehnt wurde, stellt sich niemand Geringerer als "Army-of-Darkness"-Regisseur Sam Raimi zur Verfügung. Balsam für die sensible Gamer-Seele und für manchen Filmfan eine Bereicherung. Viel zu lange wurden ihnen die Perlen der Skriptschreiber aus der Games-Welt vorenthalten.
Beide Seiten sehen nun, dass sie mit etwas mehr Arrangement auch mehr Erfolg erzielen. Und mancher Spielhersteller zeigt jetzt mehr Verantwortung seinem Produkt gegenüber. Es wird bedachter nach fähigen Leuten gesucht. Und wenn es kein Hollywood-Film wird, dann eben ein klassischer Anime. "Castlevania", "Prince of Persia", "Dantes Inferno", "Halo" – alles Spiele, die bereits als Anime- oder Realfilm in Arbeit sind. Wir freuen uns drauf, bleiben aber aufgrund vergangener Erfahrungen skeptisch. Und im nächsten Jahr machen wir uns an das Problem mit den Spielumsetzungen von Filmen…
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11:03
Final Fantasy hatte mich damals optisch begeistert und dann war das so ein Reinfall. Schade.
10:52
Tron 2? zuerst gabs den Film (Teil 1), DANN das Spiel und dann Tron2.
Riddick? auch hier zuerst Film, dann Spiel, dann nochn Film.
Insofern passen die Beispiele nicht wirklich.
Schwieriger ist einfach aus dem Spieleuniversum (das aufgrund der Virtualität nun mal näher an Comics dran ist) etwas mit realen Schauspielern auf die Leinwand zu bringen. Da muss dann wirklich ein Top-Skript und ein wirklich guter Regisseur her. Vielleicht klappts ja diesmal.
Hauptsache nicht mehr dieser Schwachkopf Boll!
10:15
Die meisten Filmversoftungen sind in der Tat mittelmäßig bis grauenhaft. Es gibt/gab aber auch immer wieder großartige Ausnahmen (z.B. Tron 2, Riddick: EFBB oder The Thing), weshalb man diese Spielegattung schon lange nicht mehr pauschal meiden muss. Damals in den 80ern hat man allerdings mit Unmengen von billigen und grottigen Filmumsetzungen (OCEAN, anyone?) auf Jahre hinaus den Ruf von Film-Spielen erfolgreich versaut.