"Goldfarmen": Illegaler Geschäftszweig boomt
25.08.2008 | 16:45 Uhr 2008-08-25T16:45:00+0200
In der Games-Branche werden immer wieder neue Jobs frei, aber über diese Entwicklung dürfte kaum einer erfreut sein. Laut einer Studie der Manchester University verdienen mittlerweile mehr als 400.000 Menschen illegal ihr Geld als sogenannte „Goldfarmer“.
Goldfarmer sind Leute, die in Online-Rollenspielen Gold oder Gegenstände ergattern, um sie dann später gewinnbringend an andere Spieler zu verkaufen. Die Käufer sind meistens Spieler, die selber nicht viel Zeit ins Spiel investieren wollen und dennoch gerne möglichst weit kommen möchten. Meistens werden diese Geschäfte übers Internet abgewickelt. Eine Aktivität, die von den Betreibern dieser Spiele harsch kritisiert wird und sogar verboten ist. An erster Front kämpft Blizzard bei "World of Warcraft" gegen die Goldfarmer.
Das Geschäft scheint sich zu lohnen. Mit rund 100 Euro am Tag verdienen die meist in China ansässigen und aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Goldfarmer mehr Geld als mit normalen Jobs. Über 400.000 Goldfarmer verdienen mittlerweile ihr Geld auf diese Art. Laut der Studie der Manchester University wird dieser illegale Beruf in Zukunft noch weiter wachsen.
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11:47
Nachtrag:
Blizzard sollte sich vielleicht überlegen, ob sie das Gold nicht selbst verkaufen.
Das ist dann meist das Ende dieser Goldfarmer, wenn es beim Hersteller einfacher und günstiger zu haben ist, als bei diesen Firmen, die es farmen und daran ihr Geld daran verdienen.
11:40
Goldfarmer, Botuser, Hacker und Scammer, das ganze
Gewusel tummelt sich in allen Onlinegames.
Die sogenannten freegames sind überlaufen
mit diesem Unrat. Daran hat nicht nur Blizzard
seine Freude. In andere, als frei spielbar geltende Onlinegames kommt man
z.B. nur noch rein, wenn man zuvor ein Ticket bezahlt hat.
Die Server sind permanent überlaufen und vollgepumpt mit Bots und Goldfarmern.
Jeglicher Apell an die Herausgeber, das abzustellen, versickert in Ignoration,
weil mit genau dieser Konstellation das meiste Geld gescheffelt wird.
Eines der am schlimmsten betroffenen Onlingames ist Silkroadonline.
Die koreanischen Herausgeber scheren sich einen Dreck darum,
ob Spieler ins Game kommen oder nicht.
World of Warcraft ist dem gegenüber sicherlich erst in den Anfängen.