Die Theorie
16.12.2009 | 15:10 Uhr 2009-12-16T15:10:00+0100
Ich habe diese Theorie: Ich bin davon überzeugt, dass es für jeden Menschen da draußen das perfekte Spiel gibt. Ein Spiel, das selbst den am stärksten voreingenommenen virtuellen Vollverweigerer innerhalb eines Abends überzeugen kann - einen Politiker zum Beispiel.
Das Problem: Jeder Aspirant wird durch ein anderes Spiel "getriggert", es gibt kein ultimatives Uberspiel, das jeden überzeugt, Kranke heilt und am dritten Tage wiederaufersteht. Doch ein gut platziertes "Tetris", "Sims", "Kawashima" und "Wii Irgendwas" kann bei der richtigen Person Wunder bewirken und die Tür aufstoßen zu einem brandneuen Gehirn, das noch gar keine Ahnung hat, wie viele komische Sachen in den nächsten Jahren mit ihm passieren werden. Die einzigen Ausnahmen: "Minesweeper" und "Moorhuhn", denn das sind keine Spiele. Und MMORPGs, die fallen schon aus Prinzip weg, denn für die gilt:
"Alles, was du besitzt, besitzt irgendwann dich" (Tyler Durden)
Gemäß meiner Theorie könnte ich also über dem Regenwald mit dem Fallschirm abspringen, mich durch den Dschungel kämpfen, einen Stamm Kannibalen suchen, mir wahllos jemanden aus der verängstigten Meute herauspicken, kurz mit ihm reden (welche Hobbys, worauf er steht und so) und nach einer Woche Bedenkzeit mit dem perfekten Spiel zurückkehren. Er würde es lieben. Und mich essen.
Aus diesem Grund bleibe ich den endgültigen Beweis meiner These auch weiterhin schuldig (aber am Leben) und leite über zu einem etwas sozialisierterem Exemplar: Marc M. Quambusch. Weiter zur kompletten Kolumne.
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Dieser These könnte ich was abgewinnen.
Ich glaube auch, dass jeder irgendeine Art Spiel spielen würde, auch wenn er vorher der absolute Spielverweigerer gewesen ist.
Bei mir war das damals mit Tetris so.
donjon