Deus Ex-Macher: Das Geld verändert die Branche
18.06.2008 | 11:51 Uhr 2008-06-18T11:51:00+0200
Warren Spector ist selber ein begnadeter Spieleentwickler. Umso mehr ist er darüber besorgt, dass sich die Games-Branche aufgrund der hohen Entwicklersummen verändern könnte.
Warren Spector, bekannt durch "Thief" und "Deus Ex", hat sich auf dem Game-Bildungsgipfel in Dallas etwas besorgt über die Entwicklung in der Spieleindustrie geäußert. Er glaubt, dass sich die Prioritäten im Game Design, angesichts der Menge an Geld die für die Entwicklungen ausgegeben werden, ändern könnten. Gleichzeitig drückte er aber auch seine Langeweile über einige Spiel-Stereotypen aus.
"Ich liebe es zusammen mit Disney zu arbeiten. Ich bin so müde ständig Spiele über Leute in schwarzen Lederkluften und mit Waffen zu gestalten. Sowas will ich nicht mehr machen." Spector arbeitete bis Ende 2004 bei Iron Storm bis er im März 2005 zusammen mit ehemaligen Entwicklern von Looking Glass und Ion Storm die Firma Junction Point Studios gründete. Das Studio wurde dann 2007 von Disney Interactive übernommen. Spector arbeitet seitdem mit seinem Team unter dem Disney-Siegel an einem nicht näher bekannten Projekt.
"Die Entwicklungskosten von Spielen fangen bei 30 bis 40 Millionen US Dollar an und gehen sogar an die 100 Millionen US Dollar. Die Erwartungen sind dabei riesig. Man muss dann differenzieren. Spiele die 100 Stunden Spieldauer haben sind auf dem Weg…wie viele von euch haben "GTA" durchgespielt? Zwei Prozent, wahrscheinlich. Wenn wir 100 Millionen Dollar für ein Spiel ausgeben, wollen wir auch das ihr das letzte Level seht!", so Spector.
Spector erklärte ferner, dass Kreativität sehr wichtig ist um sich in der Industrie einen Namen zu machen. "Die Leute die bleiben, können aus langweiligen Teilen etwas Spezielles machen. Das ist es was wir brauchen. Menschen die über die Grenzen hinaus gehen. Davon gibt es derzeit vielleicht gerade einmal zwanzig Leute die so etwas können."
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