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Politik

CSU diskutiert über WoW und USK

01.05.2009 | 11:22 Uhr
CSU diskutiert über WoW und USK

Nach einem Bericht der Münchener BILD-Zeitung will die CSU nächste Woche über einen Vorschlag vom 28. April debattieren. Darin geht es um ein Verbot des Online-Rollenspiels "World of Warcraft".

Die CSU-Politiker haben sich bereits des Öfteren für Verbote von Spielen wie "World of Warcraft" oder "Counter Strike" ausgesprochen. Sozialministerin Christine Haderthauer hat jetzt in der Kabinettssitzung vom 28. April den Vorschlag gemacht, die Wertungskreterien der USK zu überprüfen.

Für viele Kritiker ist die Tatsache, dass die USK seit Juni 2006 unter der Trägerschaft des Bundesverbandes für Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. und der des Bundesverbandes der Entwickler von Computerspielen G.A.M.E. e.V. steht, ein Dorn im Auge. Gegenüber BILD sagte Haderthauer: "Die freiwillige Selbstkontrolle wird von der Medienwirtschaft bezahlt und besetzt. Da findet eine Vorauswahl des Materials statt. Die schlimmsten Gewaltszenen bekommen die Gutachter oft gar nicht vorgelegt. Das Ergebnis sind Altersfreigaben, über die die Gutachter selbst entsetzt sind, wenn sie das Spiel dann ganz sehen."

Spiele wie "World of Warcraft" dürften keine Altersfreigabe ab 12 Jahren haben, da enorme Suchtgefahr bestehe, erklärte Haderthauer gegenüber dem Merkur. Dass es zu einem Verbot kommt, ist eher unwahrscheinlich. Bereits öfters wurden solche Vorschläge am Ende abgelehnt.

Die Vorwürfe von Sozialministerin Haderthauer sind jedoch ziemlich kräftig. In einer Mitteilung vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen lobte Jugendminister Armin Laschet dagegen die Arbeit der USK. "Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass der Jugendschutz bei Computerspielen gut funktioniert und inzwischen volle Akzeptanz bei Verbrauchern und Wirtschaft gefunden hat", sagte Laschet Ende Januar anlässlich der Vorstellung der Jahresbilanz durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle - USK.

Die Statistik der USK zeigt ebenfalls nur eine geringe Anzahl an wirklich jugendgefährdenden Medien auf.

  • Ohne Altersbeschränkung: 48,6 Prozent
  • ab 6 Jahren: 14,5 Prozent
  • ab 12 Jahren: 19,5 Prozent
  • ab 16 Jahren: 10,8 Prozent
  • Keine Jugendfreigabe: 5,2 Prozent

1,4 Prozent der Spiele erhielten kein Kennzeichen, weil sie als jugendgefährdend bewertet wurden.

Geht man der Vermutung von Sozialministerin Haderthauer nach, müssten viele dieser Werte erschwindelt worden sein.

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Nicole Lange

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Kommentare
06.05.2009
10:01
CSU diskutiert über WoW und USK
von profiklein | #9

Seit wann hält sich irgendwer an Altersfreigaben? Die können das Spiel auch auf ab 18 setzen und es würde immer noch reizenden Absatz finden. Wer ein Spiel haben will, bekommt es auch. Irgendwie. Selbst wenn die Spieleverkäufer aufs Alter der Kunden achten würden - na dann schickt man halt den großen Bruder zur Kasse. Und? Das Problem liegt doch wohl woanders...

03.05.2009
14:43
CSU diskutiert über WoW und USK
von GegenDenUTurm | #8

Wenn jemand eine Sucht suchen tut, so wird er sie auch finden.

Sei es Computerspiele, Glücksspiele, Rennen fahren, Windsurfen, Schach- sei es Alkohol, Essen, Rauchen,Drogen,Sex.

Wollen diese Hirnlosen Parteivertreter alles verbieten ? Dann hätten sie das geschafft,was sie immer vermeiden wollten: Ein Viertes Reich.

Obwohl bei den ganzen reglementierungen, einschnitten in die Privatsphäre, gängelung der Pressefreiheit, Verstöße gegen das datenschutzgesetz und ausgeübter Zensur sind wir eh nicht mehr weit davon entfernt.

02.05.2009
13:09
CSU diskutiert über WoW und USK
von Numalfix | #7

Alkohol, Zigaretten, Glücksspiele... wird das verboten? Nein. Wegen der Steuern halt.

Wie wäre es denn mit folgendem Vorschlag: eine Steuer auf MMORPGs! Das darauf noch niemand gekommen ist, wundert mich sehr. Die Politiker sind doch sonst immer so erfinderisch, was das Steuergesetz anbelangt.

Spaß beiseite: der Vorstoß, bestimmte Spiele zu verbieten, ist sicherlich populistisch und hanebüchen. Aber Fakt ist tatsächlich, dass manche Spiele, die momentan auf dem Markt erhältlich sind, nicht besonders gut für 12 - jährige geeignet sind, obwohl sie die Freigabe dafür erhalten haben.
Ob die Entscheidungsträger der USK von den Spieleherstellern hierbei Entscheidungshilfen bekommen oder nicht, sei mal dahingestellt. Aber auch ich wäre dafür, an genau diesem Punkt ein wenig die Daumenschrauben anzuziehen und gewaltverherrlichende Spiele zwar nicht zu verbieten, aber auch eindeutig NICHT für Jugendliche im freien Handel zugänglich zu machen!
Grundsätzlich obliegt die letzte Kontrolle, was genau denn nun von den Jugendlichen gezockt wird, aber nun mal bei den ERZIEHUNGSBERECHTIGTEN! Das scheint bei der ganzen Verbotsdiskussion ja ganz gerne mal vergessen bzw. verdrängt zu werden.
Mehr Interesse für die Belange der Kinder kann hier gewiss nicht schaden, und ein PC beißt nicht!

02.05.2009
10:16
CSU diskutiert über WoW und USK
von King_F | #6

Mann sollte das Steuernzahlen verbieten, da besteht insbesondere bei Politikern eine enorme Suchtgefahr immer mehr und höhere Steuern zu fordern.

02.05.2009
09:23
CSU diskutiert über WoW und USK
von tutnixzursache1245 | #5

Ich würde sagen, wir verbieten am besten diese neumodischen Dings... äh Computer, dann haben wir diesen Sumpf auf einen Schlag trockengelegt!

Denn solange Maßkrüge keinen USB-Anschluß haben, braucht man sowas doch gar nicht!

Schöne Grüße ausm Biergarten!

01.05.2009
19:27
CSU diskutiert über WoW und USK
von Supporter07 | #4

Einige Volksvertreter/Parteien haben auch eine unbändige Sucht nach Öffentlichkeit....wird das da auch diskutiert?
So manche Aussagen sind selbst mit USK 21+ nicht auszuhalten! ;-)

01.05.2009
19:16
CSU diskutiert über WoW und USK
von kat | #3

Bei WoW ist Suchtgefahr auf jeden Fall da, keine Ahnung ob es wirklich ein ab 16 bekommen sollte oder nicht.

Aber- über Verbote zu reden ist einfach lächerlich.
In unserer Stadt hängen Werbeplakate für Casino, Strassenbahnen sind auch damit zugepflastert.
Solange der Staat am Glücksspiel verdient, ist eine Spielsuchtgefahr egal. WoW ist dagegen böse.

01.05.2009
15:13
CSU diskutiert über WoW und USK
von Matthiaswow | #2

wie siehts aus mit zigaretten? oder verdient der Staat zuviel daran, um seine Bürger auch hier zu bevormunden?

01.05.2009
14:53
CSU diskutiert über WoW und USK
von FF | #1

Weizenbier verbieten, aber sofort.

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