Blizzard: World of Warcraft zu kopieren ist nicht der richtige Weg
01.12.2009 | 09:00 Uhr 2009-12-01T09:00:00+0100
"World of Warcraft" ist das Aushängeschild des Online-Rollenspiel-Genres. Klar, dass viele Entwickler versuchen, diesem Erfolgskonzept nachzueifern – die meisten allerdings erfolglos. Shane Dabiri von Blizzard überrascht das nicht. Für ihnen ist Kopieren nicht der richtige Weg.
Entwickler müssen eigene Ideen entwickeln und sollen nicht versuchen, die Zielgruppe von "World of WarCraft" einzufangen. Blizzards Lead-Producer Shane Dabiri hat eine klare Meinung gegenüber Entwicklern von Online-Rollenspielen. In einem Interview mit der PC Zone sprach Dabiri darüber, dass viele Firmen meinen, sie könnten mit einem ähnlichen Konzept auch auf die Erfolge von WoW zusteuern. Dies sei jedoch definitiv nicht der richtige Schritt. „So schmeichelhaft das für uns auch ist, die Entwickler sollten lieber eigene innovative MMOs kreieren“, so Dabiri.
„Spieler, die bereits eine Menge Zeit in World of WarCraft investiert haben, wollen nicht das Gleiche noch einmal in einem anderen Spiel – sie wollen etwas komplett Neues und Anderes.“
Die Industrie müsse sich in eine andere Richtung bewegen und damit beginnen, neue und wirklich andere Dinge zu erschaffen. „Schaut euch City of Heroes an, das ist zumindest kein Fantasy-Spiel“, wirft Dabiri ein. Während andere Entwickler immer noch nach der passenden Formel für ein neues MMOG-Konzept suchen, bringt Blizzard Entertainment, die kürzlich den fünften Geburtstag von WoW feiern konnten, mit "World of WarCraft: Cataclysm" das dritte Add-on in den Handel. Kaum einer glaubt, dass Blizzard mit "Cataclysm" weniger Erfolg als mit den Vorgängen haben wird.
Zudem plant das Unternehmen ein neues MMOG, das nicht auf dem "WoW"-Konzept basieren soll. Wie innovativ das Spiel sein wird, bleibt abzuwarten.
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