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Blizzard: In Zukunft auch auf Konsole?

29.07.2010 | 16:00 Uhr
Blizzard: In Zukunft auch auf Konsole?

Mit der Veröffentlichung von „StarCraft II“ hat Blizzard wieder ein wenig Leben in den totgeglaubten PC-Markt gebracht. Viele sehen in den US-Entwicklern sogar die letzte Bastion der reinen Computerspiel-Designer. Doch auch die Kalifornier scheinen den lukrativen Konsolen gegenüber nicht abgeneigt.

Blizzard gehört zu den renommiertesten Entwicklerstudios der Videospielbranche. Mit legendären Franchises wie „WarCraft“, „Diablo“ und nicht zuletzt „StarCraft“ konnte man sich nicht nur Respekt, sondern vor allem eine treue Fan-Gemeinde aufbauen. Auch finanziell scheint das Unternehmen gerüstet zu sein. Allein durch die Abo-Gebühren der circa zwölf Millionen World-of-WarCraft-Spieler werden monatlich mehr als 100 Millionen US-Dollar umgesetzt, und dies ist nur eine niedrige Schätzung. Doch obwohl man sich finanziell nicht beklagen kann, scheint man dem im Vergleich zum PC-Markt sehr viel lukrativeren Konsolensektor nicht abgeneigt zu sein. In einem Interview mit MCVUK plauderte Michael Ryder, Vizepräsident des 2008 von Activision aufgekauften Studios, ein wenig aus dem Nähkästchen.

„Unser Erbe geht tatsächlich auf die Konsolen zurück. In den frühen Jahren entwickelte Blizzard Konsolenspiele. Es geht aber nicht um das Erbe, sondern um die Design-Entscheidungen und darum, was für unsere Spieler am besten ist.“

Daraufhin führt er weiter aus:

„In den letzten Jahren waren wir mehr auf PC- und Online-Spiele konzentriert. Aber wir bei Blizzard spielen jede Art von Videospiel. Wir versuchen, überall etwas dazuzulernen. Wir spielen Konsolenspiele und sind diesbezüglich stets auf der Höhe des Zeit. Und wenn wir eine Möglichkeit sehen, mit der das Game-Design gut auf den Konsolen funktioniert, dann werden wir vielleicht auch diesen Weg einschlagen. Wir haben bisher nur nichts in dieser Richtung angekündigt.“

Selbst wenn Blizzard sich in der kommenden Zeit dazu entschließen würde, einen Konsolentitel zu entwickeln, würde es bis zu dessen Release höchstwahrscheinlich noch ein gutes Stück dauern. Denn was die Veröffentlichung von Spielen angeht, ist das Studio vor allem für seine It’s-done-when-it’s-done-Mentalität (engl.: „Es ist fertig, wenn es fertig ist“) bekannt. Dementsprechend lässt man sich alle Zeit der Welt, um die eigenen Produkte zu verfeinern, liefert im Gegenzug aber auch hervorragende Spiele ab. Nur schade, dass dies wahrscheinlich nicht auf den einst angekündigten Shooter „StarCraft: Ghost“ zutrifft. Dieser sollte eigentlich schon im Jahre 2004 für PlayStation 2 und Xbox erscheinen, wurde aufgrund der Entwicklung der neuen Konsolengeneration jedoch - zum Leidwesen vieler Fans – auf Eis gelegt.

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Mircafar Mirzayev

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