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Activision Blizzard und das Ende von RedOctane

15.02.2010 | 13:33 Uhr
Activision Blizzard und das Ende von RedOctane

RedOctane war eines der aufstrebendsten Entwicklerstudios der vergangenen Jahre. Activision Blizzard verdankte dem "Guitar-Hero"-Macher einiges. Jetzt schließt das Unternehmen das einst so erfolgreiche Studio.

RedOcatane war die Marke, die hinter der "Guitar-Hero"-Reihe stand. Als das Unternehmen Ende 2005 die Musikspielsimulation zusammen mit Entwickler Harmonix auf den Markt brachte, wurde nicht nur die Marke weltberühmt. Die Popularität des Spiels war gewaltig und kam bei der Presse und den Spielern gleichermaßen gut an. Traumwertungen und gute Verkaufszahlen waren die Folge.

Zuletzt wurde auch Activision auf das Erfolgsunternehmen aufmerksam und investierte in RedOctane satte 99 Millionen US-Dollar. Nach der Übernahme 2006 trennten sich Harmonix und RedOctane jedoch. Harmonix wandte sich daraufhin an EA, woraus eine Zusammenarbeit und die Konkurrenzmarke "Rock Band" entstand. RedOctane bekam nach der Trennung von Harmonix "Tony-Hawk"-Entwickler Neversoft zur Seite gestellt, der ebenfalls zum Activision-Konzern gehört. Aus dieser Zusammenarbeit entstand im November 2007 "Guitar Hero III: Legends of Rock". Mittlerweile spielten die Verkäufe der "Guitar-Hero"-Reihe über eine Milliarde Dollar ein.

Doch auch dieser Erfolg konnte RedOctane vor der Schließung nicht schützen. Wie Activision Blizzard nun bekannt gab, wird das Unternehmen über 30 Mitarbeiter entlassen und damit RedOctane auch gleich schließen. Innerhalb der nächsten zwei Monate soll die Schließung vollzogen sein. Nachvollziehbare Gründe sind momentan eher nicht zu erkennen. Die Entscheidung lässt Activision Blizzard öffentlich noch unbegründet. Seit den letzten Veröffentlichungen scheinen die Verkaufszahlen für Activision Blizzard jedoch eher enttäuschend zu sein. Das und der generelle Einsparungskurs scheinen Gründe für diese radikale Entscheidung zu sein. Für die Zukunft der "Guitar-Hero"-Spiele sieht es momentan eher schlecht aus. So plant Activision Blizzard, in Zukunft weniger Spiele der Reihe zu veröffentlichen. Generell dünnt das Unternehmen immer mehr eigene Firmen aus und schaut stärker auf den Profit der Marken.

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Nicole Lange

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