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Zwischen Goldgräberstimmung und Hotelmangel: Reiseland Birma

07.01.2013 | 08:45 Uhr
Zwischen Goldgräberstimmung und Hotelmangel: Reiseland Birma
Frauen verkaufen in Birmas Hauptstadt Naypyidaw frisches Obst auf der Straße. Das Land wird zunehmend beliebter bei deutschen Touristen.Foto: dpa

Berlin/Rangun.  Seit dem Ende der Militärherrschaft wird Birma bei Touristen beliebter. Allein 2011 stieg ihre Zahl um 22 Prozent. Auch deutscher Urlauber entdecken Birma als Reiseziel. Allerdings ist die Infrastruktur dem Gästestrom nicht gewachsen: Vor allem bei den Hotels gibt es Engpässe.

Majestätisch ragen die Spitzen der goldenen Pagoden in den Himmel, leuchten schon aus der Ferne. Die sakralen Bauten bleiben jedem Besucher Birmas im Gedächtnis. Helga Hauck schwärmt von dem Land am Indischen Ozean, um das viele Touristen in den vergangenen Jahren einen Bogen machten. "Es war wunderbar", sagt die 76-Jährige nach einer zweiwöchigen Tour. Die Pagoden, die lange Schiffstour, die freundlichen Menschen - die Eindrücke sprudeln nur so aus ihr heraus. "Vieles ist noch so ursprünglich. In ein paar Jahren wird das wohl nicht mehr so sein", sagt sie.

Fast 50 Jahre Militärherrschaft

Nach fast 50 Jahren Militärherrschaft trat in Birma im März 2011 eine reformorientierte Zivilregierung an. "Jetzt kann man wieder in das Land reisen", sagt Hauck. Jahrelang hatten Menschenrechtsorganisationen von Besuchen abgeraten, da die Militärregierung von Einnahmen aus dem Tourismus profitierte.

Tourismus ist wichtige Einnahmequelle

Inzwischen hat sich Birma geöffnet. Allein 2011 stieg die Zahl der internationalen Besucher am Flughafen von Rangun im Vergleich zum Vorjahr um rund 22 Prozent, teilt das Fremdenverkehrsamt Birmas mit. Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für das lange Zeit abgeschottete Land. Auf 319 Millionen Dollar bezifferte eine Beraterin der Tourismusbehörde vor einigen Monaten die Einnahmen für 2011. Im Jahr 2010 seien es 254 Millionen Dollar gewesen.

Vor allem deutsche Touristen entdecken das Land als Reiseziel. "Seit der Reisemesse ITB im März ist der Umsatz mit deutschen Touristen um mehr als 50 Prozent gestiegen", sagt Bettina Grünenberg-Joseph vom birmanischen Fremdenverkehrsamt. 2011 registrierte das Fremdenverkehrsamt am Flughafen in Rangun gut 13.000 Deutsche. Dieses Jahr landeten dort bis Oktober bereits deutlich mehr als 14.000 Reisende aus Deutschland.

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