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Schiffskatastrophe

Zeugin gibt Liebe zu Costa-Kapitän Schettino zu

02.02.2012 | 15:06 Uhr
Zeugin gibt Liebe zu Costa-Kapitän Schettino zu
Undated file photo of Captain Francesco Schettino

Rom.  Die als wichtige Zeugin der Schiffskatastrophe geltende Frau aus Moldau sagt, sie sei verliebt in den Kapitän der "Costa Concordia". In früheren Interviews hatte die Tänzerin ihre Affäre mit Francesco Schettion bestritten. Sie soll zu diesem Zeitpunkt auf der Kommandobrücke gewesen sein.

Costa-Concordia-Unglück
Costa Concordia - Kreuzfahrt in die Katastrophe

Der Urlaub wurde zum Alptraum: Am 13. Januar gegen 22 Uhr kenterte das Kreuzfahrt-Schiff Costa Concordia vor der Küste der italienischen Insel Giglio. Noch Tage später wurden Vermisste gesucht, Tote geborgen. Auf dieser Seite haben wir Nachrichten, Berichte und Hintergründe für Sie zusammengestellt.

Eine als wichtige Zeugin des Kreuzfahrtunglücks in Italien geltende Moldauerin ist Presseberichten zufolge in den Kapitän Francesco Schettino verliebt. Die Zeitung "La Stampa" berichtete am Donnerstag, die 25-jährige Domnica Cemortan habe Ermittlern gesagt: "Ja, es stimmt, ich liebe Kapitän Schettino". In früheren Interviews hatte die blonde Tänzerin das bestritten und erklärt, der 52 Jahre alte Schettino sei ein guter Familienvater.

Medienberichten zufolge befand sich Cemortan auf der Kommandobrücke des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia", als es am 13. Januar vor der toskanischen Insel Giglio einen Felsen rammte. Bei dem Unglück kamen mindestens 32 der über 4200 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben, darunter mindestens sechs Deutsche. Die Moldauerin hatte den Kapitän später in Schutz genommen und gesagt, er habe "alles richtig gemacht und Menschenleben gerettet". Italienischen Medienberichten zufolge ist die Moldauerin für die Ermittler eine wichtige Zeugin zu der Frage, wer sich zum Zeitpunkt des Unglücks wo an Bord aufhielt.

Video
Die Bergung der havarierten "Costa Concordia" dürfte bis zum Jahresende oder sogar länger dauern, sagte am Sonntag Katastrophenschutz-Chef Franco Gabrielli. Die Zahl der Todesopfer stieg inzwischen auf 17, darunter fünf Deutsche.

Schettino steht derzeit in seinem Haus an der Amalfi-Küste unter Hausarrest. Ihm und seinem ersten Offizier, Ciro Ambrosio, werden unter anderem vielfache fahrlässige Tötung und das vorzeitige Verlassen des Schiffs vorgeworfen. (afp)

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