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Winterurlaub auf Inseln in Nord- oder Ostsee hat viel zu bieten

23.01.2012 | 08:48 Uhr
Winterurlaub auf Inseln in Nord- oder Ostsee hat viel zu bieten
Diese wunderschöne Winterlandschaft können Urlauber auf der Nordsee-Insel Sylt erleben.

Deutschland.Tief ducken sich die reetgedeckten Häuser hinter den Deich, im Kamin prasselt Feuer und nach einer Strandwanderung wärmt eine Tasse Tee mit Rum. Dank entfesselter Elemente in frischer Luft und auf einsamen Wegen beginnt das Jahr an Nord- und Ostsee mit klarem Kopf.

Sylt

Im Winter liegt ein eigentümlicher Zauber über der Insel: Die Hektik der Hochsaison ist verflogen und entlang der einsamen Strände sind nur wenige Spaziergänger unterwegs. Gelegentlich wagt sich sogar jemand in die Wellen: Einige Inselbewohner sind Ganzjahresschwimmer und schwören auf Eisbaden als Abhärtung. Doppelt wohltuend ist nach einer Wanderung ein heißer Pharisäer – ein Kaffee mit Sahne und einem kräftigen Schuss Rum – oder eine „Tote Tante“, bei der der Rum in heißen Kakao kommt. Weitere Gaumengenüsse verheißen Gourmet-Restaurants wie das „Bodendorf’s“ und das ebenfalls mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete „Restaurant Jörg Müller“.

Lübecker Bucht

Verschneite Strände, Dünen mit weißen Pelzmützen – der Winter hält auch in der Lübecker Bucht Einzug. Für Abwechslung sorgen farbenfrohe Events wie „Fire & Ice“ am 11. Februar, bei dem Feuerskulpturen, Schwedenfeuer und Feuertänze den Scharbeutzer Strand erleuchten. Am 26. Februar findet an gleicher Stelle das Strandderby statt, bei dem Shetlandponys, Friesen und Vollblüter an den Start gehen. Und wenn genug Schnee liegt, dann ist am Bungsberg – mit 168 Metern die höchste Erhebung Schleswig-Holsteins – sogar ein Skilift in Betrieb.

Usedom

Die Kaiserbäder auf Usedom machen mit ihren Villen und Promenaden auch im Winter eine gute Figur. Ob am 40 Kilometer langen Strand entlang oder durch die verschneiten Wiesen und Felder – auf der Insel in der Pommerschen Bucht bieten sich viele Wandermöglichkeiten. Wenn es lange genug kalt ist, steht auch einem Spaziergang auf dem Eis nichts entgegen: Auf dem zugefrorenen Achterwasser oder auf einem der vielen Seen in der Usedomer Schweiz sind dann Schlittschuhläufer unterwegs. Manchmal bilden sich auch an der Küste Eisplatten, die von Wind und Wellen zu bizarren Gebilden aufgetürmt werden. Dann fühlt man sich fast wie in der Arktis.

Binz

Wenn der Wind am Meer etwas rauer weht, steigt die Konzentration an Mineralien in der Luft deutlich an. Über die Haut und die Atemwege gelangen diese zusammen mit wertvollen Spurenelementen in den Körper. So ist ein Spaziergang entlang der berühmten Strandpromenade des Ostseebads Binz auf Rügen doppelt heilsam. Natürliche Schätze der größten deutschen Insel sind Heilkreide und die Früchte des Sanddorns . Im Rahmen der „Rügener Regionalwochen“ von Mitte Januar bis Ende Februar erfahren Urlauber jede Menge über die Anwendungsmöglichkeiten der Heilkreide. Und die „Sanddornhexe“ lässt sich bei der Herstellung von Marmeladen, Säften und Likören in den Kessel schauen.

Borkum

Wenn die Tierwelt im Winterschlaf liegt und sich eine weiße Decke über Dünen und Marschland legt, wird Borkum zum meditativen Ort. Ein besonderer Zauber umweht die Insel. Die Kenner lassen sich beim Strandspaziergang von der frischen Brise in klarer Luft gute Abwehrkräfte einflößen. Durch die hohen Wellen ist die Luft noch jod- und aerosolhaltiger – und das anschließende Aufwärmen ausgesprochen genüsslich. Etwa im Gezeitenland. Ohnehin hat Borkum ein besonderes Wellnessangebot, das mit einer traditionellen ostfriesischen Teezeremonie mit Wulkje und Kluntje abgerundet wird.

Sibylle von Kamptz

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