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Wie viel Trinkgeld ist im Urlaub angemessen?

11.04.2013 | 11:45 Uhr
Wie viel Trinkgeld ist im Urlaub angemessen?
Das Zahlen von Trinkgeld ist nicht immer gerne gesehen - vor allem nicht in asiatischen Ländern.Foto: Getty

München.  Andere Länder, andere Sitten: Das Thema "Trinkgeld" ist für viele deutsche Urlauber ein Mysterium. Man sollte sich informieren, ob Trinkgeld geben angemessen ist oder nicht oder ob das Trinkgeld schon im Vorfeld berechnet wird. So stoßen Urlauber das Servicepersonal nicht vor den Kopf.

Die erste Restaurantrechnung im Urlaub sorgt nicht selten für Verwirrung: Gebe ich Trinkgeld - und wenn ja, wie viel? "Je nach Land herrschen verschiedene Gepflogenheiten", berichtet Pia Schratzenstaller vom Internet-Reiseratgeber Tripadvisor.

"In Dänemark zum Beispiel ist es unüblich, Trinkgeld zu geben. In vielen Teilen Asiens zählt es noch immer als Beleidigung. Und in der Türkei wird es als unhöflich aufgefasst, keine Extra-Groschen zu geben."

Trinkgeld auch für Zimmermädchen?

Manche Reisende wissen nicht, dass es im Urlaubsland üblich ist, auch für Zimmermädchen einen Obolus zu hinterlassen. "Grundsätzlich bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, ob er Trinkgeld gibt und wem", sagt Schratzenstaller. Häufig seien Servicekräfte aber sogar auf den Zuschuss angewiesen. "Selbst wenn man in einem Luxus-Resort urlaubt, heißt das noch lange nicht, dass dort auch die Löhne luxuriös sind."

Expertin Schratzenstaller verweist auf eine Tripadvisor-Umfrage unter deutschsprachigen Urlaubern: Danach gibt die Mehrheit Servicekräften Trinkgeld - in erster Linie Kellnern (77 Prozent), gefolgt von Zimmermädchen (66 Prozent). Allerdings muss der Service überzeugen. 66 Prozent geben nur etwas, wenn die Dienstleistung den Erwartungen entspricht. Freundlichkeit und Höflichkeit sind dabei die wichtigsten Kriterien.

Amerikaner zahlen bis zu 20 Prozent extra

Ist bereits eine "Service-Charge" in der Rechnung enthalten, wie es oft in Großbritannien der Fall ist, "muss ich eigentlich kein Trinkgeld mehr geben", betont Schratzenstaller. "Hier reicht es aus, den Betrag aufzurunden." In Ländern wie Österreich hingegen seien zehn bis fünfzehn Prozent Trinkgeld die Regel. Von besonderer Bedeutung ist der Extra-Groschen in den USA: Mitarbeiter von Restaurants, Hotels und anderen Dienstleistern leben vom "tip". Ist die Servicegebühr nicht schon auf der Rechnung aufgeführt, erwarten sie 15 bis 20 Prozent Trinkgeld.

Auch in nordafrikanischen Ländern wie Ägypten, Tunesien oder Marokko gehört das "Bakschisch" zum Lebensunterhalt. Anders ist es beispielsweise in China. Hier gilt Trinkgeld in einfachen Restaurants und Hotels als unüblich und gerade in ländlichen Regionen sogar als Beleidigung. In Japan wird generell kein Obolus gegeben. Genau so wenig in Australien - obwohl inzwischen vielerorts fünf bis zehn Prozent als angemessen gelten.

Diskretes Kästchen für Klimpergeld

Unsicher in Bezug auf Trinkgeld sind Reisende oft auf hoher See . Wenn sie täglich im selben Restaurant essen, müssen sie dann auch täglich einen Obolus entrichten? "Je nach Kreuzfahrtgesellschaft ist das Trinkgeld bereits im Reisepreis inbegriffen" sagt Pia Schratzenstaller. "Bei anderen ist diese Entscheidung den Passagieren selbst überlassen." Da zu einer Kreuzfahrt Landausflüge gehörten, "sollten sich die Passagiere Gedanken über die Trinkgeld-Gepflogenheiten an den einzelnen Stationen machen".

Bleibt noch die Frage, auf welche Weise das Trinkgeld fließt. Auch das ist von Land zu Land unterschiedlich. In vielen Staaten ist es üblich, einige Münzen auf dem Tisch liegen zu lassen, sagt Schratzenstaller. In Spanien oder Bolivien erhalte der Gast die Rechnung oft in einem kleinen Kästchen. Die Rechnung wird beglichen, das Wechselgeld kehrt im Kästchen zurück. Dort lässt der Gast diskret das Trinkgeld liegen. (dapd)



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