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Fußball-EM

Wie Sie als Autofahrer während der EM auf Kiews Straßen überleben

15.06.2012 | 08:45 Uhr
Der Straßenverkehr in Kiew ist nicht einfach zu durchschauen. Autofahrer sollten Pfützen meiden, da sich darunter oft Schlaglöcher verbergen.Foto: WAZ FotoPool

Kiew.  Wer sich während der Fußball-EM als Verkehrsteilnehmer auf Kiews Straßen begibt, darf vor allem eines nicht haben: Angst. Denn auf Verkehrsregeln achtet in der ukrainischen Hauptstadt fast keiner. Hier erfahren Sie, was Sie beachten müssen, um sicher ans Ziel zu kommen.

Einmal tief durchatmen, allen Mut zusammenreißen, Zündschlüssel umdrehen und los. Wer sich als Teilnehmer in den Straßenverkehr der ukrainischen Hauptstadt Kiew begibt, der darf nicht zimperlich sein und am besten schon Erfahrungen aus der einen oder anderen Metropole in Südeuropa mitbringen. Vor allem aber sollte er keine Angst haben.

Kiews Straßen kann man in drei Kategorien einteilen: Zum einen die Autobahnen. Mehrspurig sind sie, die Zahl der Spuren ist aber meist unklar, Busse, LKW und Autos fahren mal zu viert, mal zu fünft nebeneinander. Überholt wird immer und überall - rechts wie links.

Die sogenannten "Bonzenkarren" wie Porsche Cayenne und BMW X6 liegen derzeit besonders im Trend. Zum Teil fahren sie sogar Rennen im dichten Verkehr. Wenn sie von der Polizei einmal angehalten werden, ist das kein Problem, was mit einer kleinen Zuwendung nicht zu regeln wäre. Als Radfahrer, die man entsprechen selten sieht, muss man schon eine Portion Wahnsinn mitbringen.

U-Turns auf der Schnellstraße an der Regel

Kategorie zwei: Die Zubringerstraßen. Für den ungeübten Blick sind sie von den Autobahnen kaum zu unterscheiden. Sie sind ebenfalls mehrspurig, mit Mittelleitplanke. Offen bleibt zunächst, warum dort nur 60 km/h erlaubt sind. Doch die Leitplanken sind hin und wieder unterbrochen. Und dort setzt der geübte Fahrer gern zum U-Turn an.

Eine weitere Überraschung: In Kiew wurden diese Straßen zur EM an zahlreichen Knotenpunkten erneuert und ausgebaut. Navigationssysteme helfen da wenig. Neue Abfahrten werden nicht angezeigt, U-Turns gefordert, wo keine möglich sind.

Kategorie drei: die Innenstadt. Auch hier sind Privatrennen keine Seltenheit. Die großen Straßen sind meistens dicht. Verstärkt wird das durch die Fanmeile, die sich über eine der meist befahrenen Straßen Kiews erstreckt. Die Ampeln werden oft ausgeschaltet. Ihre Signale sind ohnehin eher als Vorschlag zu betrachten. Polizisten versuchen dann, das Chaos in den Griff zu bekommen - meist vergebens.

Pfützen verbergen meist tiefe Schlaglöcher

Und noch ein paar Tipps: Blinken und auf die Lücke warten ist Zeitverschwendung, beim Spurwechsel einfach rüber ziehen. Pfützen sollten stets umkurvt werden: akute Schlaglochgefahr. Obacht auch bei Kopfsteinpflastern: Erhöhte Rutschgefahr. Reifenprofile sind Mangelware.

Apropos Mangelware: Viele Autos haben keine Stoßstange mehr. Das kommt von den teils 30 Zentimeter hohen Bürgersteigen. Fazit: Wer als Autofahrer in Kiew nicht auffallen will, schnalle sich nicht an, telefoniere möglichst mit dem Handy, fahre rücksichtslos, mache nie Platz und hupe unentwegt, dann kommt man auch von A nach B. Machen hierzulande auch viele. In der Ukraine stört sich aber niemand dran. (dapd)

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Timo Prüfig und Stefan Tabeling



Kommentare
15.06.2012
15:55
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Name von Moderation entfernt | #3

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15.06.2012
15:54
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Name von Moderation entfernt | #2

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15.06.2012
10:44
Wie Sie als Autofahrer während der EM auf Kiews Straßen überleben
von Kravattenmuffel | #1

Prima. Nur wer will das wissen?

"Autofahrer sollten Pfützen meiden, da sich darunter oft Schlaglöcher verbergen."
Ein Feingeist, dem solche Weisheiten aus der Tastatur fließen. Dafür brauche ich nicht nach KIEW , da reicht der Blick aus dem Fenster auf eine deutsche Straße. Ist das Sommerloch schon da?

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