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Wie Botschaften Urlaubern bei Problemen helfen können

13.05.2013 | 08:45 Uhr
Wie Botschaften Urlaubern bei Problemen helfen können
Wenn Reisende im Ausland in Probleme geraten, greifen Botschaften vermittelnd ein oder helfen mit Dolmetschern und Anwälten.

Essen.  Ausweis verloren, Ärger mit den Behörden, Naturkatastrophen - in diesen Fällen helfen Botschaften und Generalkonsulate den Reisenden im Ausland. Häufiger gibt es die Unterstützung allerdings in Form von guten Ratschlägen. Wer etwa bestohlen wird, muss sich zunächst selbst um Ersatz bemühen. Denn es gilt der Grundsatz: Hilfe zur Selbsthilfe.

Jedes Jahr helfen die rund 200 deutschen Botschaften und Generalkonsulate sowie die 356 ehrenamtlichen Honorarkonsuln Reisenden in Notfallsituationen. Noch viel häufiger müssen sie Hilfesuchende mit einem guten Rat versehen wieder ziehen lassen. Denn die deutschen Auslandsvertretungen dürfen nicht in jedem Fall aktiv werden. Schon gar nicht, wenn der Reisende die diplomatischen Vertretungen als Filialen von Reisebüros, Krankenkassen oder Banken betrachtet.

Paragraf 5 des Konsulargesetzes verpflichtet die Botschaften und Konsulate zur Hilfe, „wenn die Notlage auf andere Weise nicht behoben werden kann“. So helfen die diplomatischen Vertretungen, wenn Ausweispapiere verloren gehen, bei Naturkatastrophen und politischen Unruhen. Ebenfalls kann mit Unterstützung rechnen, wer im Ausland Ärger mit Behörden hat oder mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist. Außerdem helfen die Beamten des Auswärtigen Amts Angehörigen bei der Suche nach Vermissten. Sonst gilt für sie der Grundsatz: Hilfe zur Selbsthilfe geben.

Nur in Ausnahmefällen gibt es Geld von der Botschaft

Konkret bedeutet das: Zunächst muss jeder Urlauber selbst alle Möglichkeiten ausschöpfen. Wem zum Beispiel Geld oder Schecks gestohlen werden, der muss zuerst versuchen, von seiner Bank, von Verwandten oder Bekannten Geld anzufordern. Allein lassen einen die Auslandsvertretungen dabei nicht: Sie geben gute Tipps, wie man wieder an Bares kommt.

Nur in Ausnahmefällen öffnen sie die Kasse selbst. Nämlich dann, wenn der Geldtransfer zu lange dauert oder in der Heimat niemand erreichbar ist. Dann zahlen die Botschaften eine Überbrückungshilfe von 10 bis 25 Euro pro Tag. In seltenen Fällen legt die Botschaft auch das Geld für die Heimreise aus. In allen Fällen muss der Reisende das Geld an die Staatskasse wieder zurückzahlen. Geschlossen bleibt die Kasse bei Hotelschulden, Bußgeldern, Krankenhauskosten und Überführungskosten im Todesfall.

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2013-05-13 08:45
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