Mondlandschaften
12.08.2009 | 14:21 Uhr 2009-08-12T14:21:00+0200
Wer den Mond erleben möchte, muss nicht unbedingt hinfliegen - es gibt jede Menge davon auf der Erde
Teneriffa, Australien, Chile und Tunesien: Beeindruckende Mondlandschaften, die man besuchen kann.
Tunesien
El Teide
Parador Canadas del Teide 0034/922/37 48 41 www.parador.es Ab 123 Euro. Infos: www.webtenerife.de
Lavafelder. Scheinbar unendlich. Braune, graue, gelbliche. Uralte Krater und karge Ebenen mit bizarren Gesteinsformationen. Es ist ein unwirkliches Stück Erde oben auf über 2000 Höhenmetern im Teide Nationalpark. Um genau zu sein: An wenigen Stellen ähnelt die Erde dem Mond so sehr wie hier. Und tatsächlich ist der Park Teil der faszinierenden Mondgeschichte, die sich jetzt ihrem 40. Jubiläum nähert.
Im September des Jahres 1977 stieg Neil Amstrong, erster Mensch auf dem Mond, im Parador Canadas am Fuß des mächtigen Vulkans ab. In der Lobby des Hotels wurde der Astronaut an der Rezeption von einem Mädchen namens „Luna” begrüßt. Als Amstrong erfuhr, dass ihr Geburtsdatum just der 21. Juli 1969 war, der Tag der Mondlandung, weinte er von der Szenerie überwältigt drauflos. Wer heute oben übernachtet, darf sich bei einem Nachtspaziergang fühlen wie der erste Mensch auf dem Mond. Allein mit den Sternen. Gewaltig.
Chile
Valle de la Luna
Auskünfte erteilt das Generalkonsulat Chile 040/33 58 35 www.chileinfo.de 13-tägige Chile-Rundreise mit Aufenthalt im Tal des Mondes und Flug bei Lernidee Erlebnisreisen ab 4500 Euro. 030/78 60 00 34 www.lernidee.de
Der Name ist Programm in der Atacamawüste. Das von Touristen viel besuchte „Tal des Mondes” im Nationalpark Los Flamencos bietet ein gutes Gefühl dafür, wie es sich auf unserem Trabenten anfühlen könnte: kalte Nächte, heiße Tage, keine Vegetation. Kurz: eine totale, aber Seelen befreiende Ödnis.
Ein Ort, der für den Weltraum wie geschaffen scheint: Auf dem Berg Cerro Paranal hat die Europäische Südsternwarte das mächtige, für Besucher zugängliche, Paranal-Observatorium errichtet, die Nasa testet in der Mondlandschaft rund um den Vulkan Licancabur ihre Marssonden. Und pünktlich zum Jubiläum steht die Wüste wieder im Mittelpunkt einer Verschwörungstheorie: Angeblich soll das von Apollo 11 damals mitgebrachte Gesteinnicht vom Mond stammen – sondern aus den ewigen Weiten der Atacamawüste.
Tunesien
Matmata
Auskünfte zu Regionen, Reisemöglichkeiten, Unterkünften, Kultur und Aktivitäten erteilt das Fremdenverkehrsamt Tunesien 069/133 83 50 www.tunesien.info Neckermann Reisen 01803/90 10 45 www.neckermann-reisen.de bringt Urlauber eine Woche ab 414 Euro nach Tunesien - inklusive Flug ab Nordrhein-Westfalen. Bei Expedia 069/ 51 70 95 06 www.expedia.de ist eine Woche ab 416 Euro buchbar – inklusive Anreise.
Auf der Suche nach dem perfekten Stück Weltall auf Erden gab es für Regisseur George Lucas nur diesen: die Matmata. Die Wüstenlandschaft im Süden von Tunesien war Schauplatz der legendären Star Wars-Trilogie. Wo sonst im Dahar-Gebirge jedes Jahr tausende von Touristen die bekannten Höhlensiedlungen besichtigen, nahm 1977 mit dem „Krieg der Sterne” die bis heute erfolgreichste Science Fiction-Produktion ihren Anfang. Gedreht wurde direkt vor Ort in Matmata.
Ockerfarbene, kahle Berge prägen den Landstrich, Dorngesträuch, hier und da trotzt eine Palme der afrikanischen Sonne, die mit bis zu 45 Grad Celsius auf die staubige Ebene brennt. Trichter und Krater sind die Heimat traditionell lebender Berberstämme. Sie leben seit mehr 3000 Jahren in dieser uralten Kulturlandschaft. Luke Skywalker und Obi Ben Kinobi sind dagegen schon lange fort.
Australien
Super Pit Mine
Auskünfte zu Wetter und Klima, Geschichte und Kultur sowie zu Destinationen und Aktivitäten erteilt Tourism Western Australia 089/23 66 21 8 www.westernaustralia.com Gebeco 0431/54 460 www.gebeco.de bietet Urlaubern eine 15-tägige AustralienRundreise inklusive Flug ab 3895 Euro. Mit Explorer Fernreisen 0201/82 06 30 www.explorer.de kommen Reisende 14 Tage ab 999 Euro auf den Fünften Kontinent - inklusive Anreise und zehn Tage Mietwagen.
Sie ist zwar nicht die einzige von Menschen selbst geschaffene Mondlandschaft – aber sicherlich eine der lukrativsten: die Goldmine von Kalgoorlie-Boulder. 600 Kilometer östlich von Perth graben Riesenbagger auf einer Breite von fünf Kilometern ein gigantisches Loch in den Boden.
Im Jahr 1893 hatte ein gewisser Patrick Hannan an genau dieser Stelle Gold gefunden, in der Folge entwickelte sich die kleine Stadt zum australischen Klondike. Heute fördert die Mine über der größten bekannten Goldader der Welt 600 000 Unzen Gold pro Jahr. Eine gute Aussicht auf die „Mondmine” haben Reisende vom „Super Pit Lookout” an der Boulder Block Road. In der Stadt erzählt das „Museum of the Goldfields” die Geschichte des australischen Goldrausches. Die passenden Anekdoten dazu kennt der Wirt der Kneipe „British Arms” – der kleinsten Bar im Westen des fünften Kontinents.
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