Welche Versicherungen Sie vor Ihrer Reise abschließen sollten
07.06.2011 | 05:45 Uhr 2011-06-07T05:45:00+0200
Frankfurt am Main. Bevor es in den Urlaub geht, stehen Reisende oft vor einem breiten Angebot an Versicherungen. Ein großes Rundum-Paket ist aber laut Verbrauchschützern oft überflüssig. Hier lesen Sie, wie Sie sich gezielt und ausreichend absichern können.
In den ersten Bundesländern stehen bald die Sommerferien an - und mit ihnen die Urlaubszeit. Für den richtigen Schutz bei Auslandsreisen ist Verbraucherschützern zufolge ein großes Rundum-Versicherungspaket meist überflüssig. Besser ist es, sich gezielt abzusichern .
Reisekrankenversicherung: Verbraucherschützer halten sie für die einzig wichtige Urlaubsversicherung. Sie übernimmt im Ausland die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht gedeckten Kosten. Wichtig ist sie vor allem bei Fernreisen. Doch selbst innerhalb Europas zahlt die Kasse nur die im Gastland übliche Behandlung, und die fällt oft bescheidener aus als in Deutschland. Zudem steht die private Versicherung für einen notwendigen Rücktransport ein, den keine Kasse übernimmt. Auch für Privatversicherte kann der Zusatz sinnvoll sein. Gute Jahrespolicen sind schon für weniger als zehn Euro pro Versichertem zu haben.
Reiserücktrittspolice: Sie ist eher für teure Reisen sinnvoll, da sie die Stornokosten zahlt, wenn die Tour nicht angetreten werden kann. Als wichtige Rücktrittsgründe gelten plötzliche Unfälle, Krankheiten oder der Tod von Mitreisenden und Angehörigen, Schwangerschaft oder ein Brand. Die Police kostet bei einem Reisepreis von 1.500 Euro pro Person zwischen 30 und 40 Euro. Sie gilt häufig nur bis zum Reiseantritt. Soll der Abbruch eines Urlaubs während der Reise mitversichert werden, fallen höhere Kosten an. Die bereits am Urlaubsort verbrachten Tage muss der Reisende in der Regel selbst zahlen.
Reisegepäckversicherung: Sie soll den Verlust des Reisegepäcks ersetzen, ist nach Ansicht von Experten jedoch überflüssig. Denn die Versicherungen werfen dem Kunden meist eine Mitschuld an dem Diebstahl vor. So muss der Koffer zwischen die Beine geklemmt und die Kamera am Körper befestigt werden. In südlichen Ländern wird für den Verlust von Schmuck nicht gezahlt. Zudem ist die Schadensumme begrenzt; Schecks, Flugtickets oder Kunstobjekte sind gar nicht versicherbar. Tipp: Bei einem Einbruch oder Raub in Gebäuden, etwa im Hotelzimmer oder Parkhaus, zahlt in Europa die Hausratversicherung.
Schutzbriefe: Schutzbriefe bieten nur einen sehr beschränkten Schutz bei Autopannen. Die Entschädigungsgrenzen sind oft so niedrig, dass jeder, der sich einen Auslandsurlaub leisten kann, auch solche Beträge zahlen kann. Nützlicher als eine Schutzbriefversicherung ist eine einfache Mitgliedschaft in einem Automobilclub, der im Ausland Ansprechpartner hat.
Mallorca-Police: Dabei handelt es sich um eine europaweite Zusatzversicherung für Mietwagen - nicht nur auf Mallorca. Sie zahlt Forderungen, die bei einem Unfall über die oft geringen Mindestversicherungssummen des Gastlandes hinausgehen. Sie kostet laut dem Bund der Versicherten etwa 20 Euro für einen Urlaubsmonat innerhalb der EU. Verbraucherschützer halten die Police für recht sinnvoll. (afp)
- Weitere Informationen im Internet unter www. bundderversicherten.de
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