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Was Touristen im Ausland für den Tierschutz tun können

28.07.2014 | 14:25 Uhr
Was Touristen im Ausland für den Tierschutz tun können
Delfinarien bieten keine artgerechte Haltung.Foto: Getty

Bonn.  Gerade im Urlaub erleben Touristen immer wieder, dass es in ihrem Reiseland mit dem Tierschutz nicht weit her ist. Auch hier ist es möglich, mit ein paar einfachen Tipps nicht zur Ausbeutung von Tieren beizutragen. So empfiehlt es sich, auf Fotos mit Tieren in Zoos und Delfinarien zu verzichten.

Eine Streichelschlange im Restaurant, ein Bärenkäfig neben der Touristenattraktion: Gerade auf Fernreisen erleben Urlauber immer wieder, dass es mit dem Tierschutz im Gastland nicht weit her ist. Wer nicht möchte, dass Tiere zum Vergnügen der Menschen Leid zugefügt wird, sollte auf Reisen einige wichtige Tipps beherzigen:

- Fotos mit Tieren: Ob Tanzäffchen, Papagei oder Streichelschlange: Fotos mit exotischen Tieren gehören vielerorts - meist gegen Bezahlung - zum touristischen Angebot. Allerdings bedeutet der ständige Kontakt zu fremden Menschen Dauerstress für die Tiere. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Darüber hinaus wurden sie zumeist als Jungtiere gefangen und die Eltern getötet. Urlauber sollten Orte meiden, an denen derartige Fotos angeboten werden. Nur so wird das Ausbeuten der Tiere für deren Halter wirtschaftlich uninteressant.

- Elefantenreiten: Seit Jahrhunderten nutzen die Menschen die Dienste der Dickhäuter. In Diensten des Tourismus haben sie jedoch ein besonders hartes Leben: In Thailand und Sri Lanka werden die Kälber oft illegal eingefangen und mit brutalen Methoden für den Einsatz als Reittiere dressiert, berichtet der Verein Pro Wildlife. Nach Angaben der Organisation wurden in den vergangenen zwei Jahren allein 79 wilde Elefanten illegal nach Thailand verschleppt, sie stammen zumeist aus Myanmar.

- Delfinarien: In Europa hat sich die Einsicht längst durchgesetzt, dass die artgerechte Haltung von großen Tümmlern in engen Becken kaum möglich ist. Legen sie in Freiheit doch täglich Strecken von bis zu 35 Kilometern mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde zurück. Doch während hierzulande die Zahl der Delfinarien rückläufig ist, werden zum Beispiel in der Türkei weiterhin neue eröffnet, so der Tierschutzbund Deutschland. Urlauber sollten diesen Trend nicht mit einem Besuch unterstützen.

- Tierparks: Generell sollten sich Zoobesucher die Frage stellen: Legt die Parkverwaltung Wert auf eine artgerechte Haltung, oder werden die Tiere hier nur zur Schau gestellt? Werden arteigene Verhaltensweise und Bedürfnisse der Tiere nicht berücksichtigt, sollten Urlauber den Zoo oder Tierpark in jedem Fall meiden, empfiehlt der Deutsche Tierschutzbund. (dpa)

Kommentare
29.07.2014
22:34
Was Touristen im Ausland für den Tierschutz tun können
von Jeky | #2

Danke für diesen Artikel, sehr richtige und gute Informationen für Urlauber.

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http://www.derwesten.de/reise/was-touristen-im-ausland-fuer-den-tierschutz-tun-koennen-id9641830.html
2014-07-28 14:25
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