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Erdbeben

Was mache ich, wenn in meinem Urlaub die Erde bebt?

29.05.2012 | 17:37 Uhr

Potsdam.  Das Erdbeben in Italien fällt mitten in viele Urlaubsvorbereitungen. Was ist zu tun, wenn am Urlaubsort plötzlich die Erde bebt? Das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) hat in einem Merkblatt Hinweise zusammengestellt, die Urlaubern helfen sollen, rechtzeitig zu reagieren. Die wichtigsten Tipps finden Sie hier.

Erdbeben treten plötzlich, heftig und unerwartet auf. Es gibt keine Möglichkeit der Vorhersage und Frühwarnung. Eine zuverlässige Reduzierung des Risikos ist nur durch vorbeugende Maßnahmen möglich. Das beginnt bereits bei der Auswahl des Hotels oder der Ferienwohnung am Urlaubsort.Gebäude mit schweren Wänden und Dächern aus unbearbeiteten Naturbruchsteinen ohne ausreichende Zementverfugung sind zu meiden. Holzrahmenkonstruktionen mit leichten Dächern (Fachwerkbauten) sind am wenigstens gefährdet.

Hotel mit Blick auf die Bauweise aussuchen

Bei der Auswahl und Anmietung von Wohnungen ist auf die Erdbebensicherheit des Gebäudes und die Beschaffenheit des Untergrundes zu achten. Das Gebäude sollte nicht auf weichem, sandigem Boden, unterirdischen Hohlräumen oder aktiven tektonischen Verwerfungslinien stehen. Hanglage ist zu vermeiden. Das GFZ rät davon ab, Wohnungen in Hochhäusern ohne Erdbebensicherung, oder Häuser, die in engen Gassen gelegen sind, zu mieten. Auch Objekte, auf die schlecht konstruierte Nachbarhäuser stürzen können, stellen eine Gefahr dar.

Zufluchtorte am Urlaubsort kennen

Vor Ort sollten als Erstes geeignete Zufluchtsorte in der Wohnung (z.B. unter einem stabilen Tisch, Bett oder verstärkten Türrahmen, an einer tragenden Innenwand und abseits von Außenwänden, Fenstern, Spiegeln, Bildern, schweren Möbeln und Bücherregalen, Kronleuchtern etc.) erkundet werden. Auch draußen sollten sichere Orte bei Urlaubsantritt bekannt sein:  in ausreichender Entfernung von Gebäuden, Bäumen, Telefon- und Stromleitungen, Straßen- und Bahnüberführungen ist die Gefahr im Freien während eines Bebens geringer.

Krisenkommunikation mit der Familie absprechen

Für den Fall der Fälle sollte bereits vor dem Urlaub ein Katastrophen-Kommunikationsplan festgelegt werden, für den Fall, dass Familienmitglieder voneinander getrennt werden und wo sie sich wieder treffen können, nach Möglichkeit außerhalb des Katastrophengebietes. Auch sollten Freunde oder Nachbarn informiert sein, dass diese nach Zuhause gebliebenen Familieangehörigen oder der Wohnung schauen, falls tatsächlich ein Erdbeben die Rückkehr hinauszögert.

Schutz suchen unter Möbelstücken

Wer sich zum Zeitpunkt eines Bebens in einem Gebäude aufhält, sollte sofort Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z. B. Tisch) suchen und sich festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, bietet ein stabiler Türrahmen auch eine Schutzmöglichkeit. Am gefährlichsten ist der Versuch, das Gebäude während des Bebens zu verlassen.

Küsten schnell verlassen

Tritt das Beben auf, während man sich draußen aufhält, raten die Experten, sich möglichst weit entfernt von Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen aufzuhalten und dort zu bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Erdbebenerschütterungen an einer flachen Küste können einen Tsunami zur Folge haben, deswegen sollte die Küste schnell verlassen und höheres Niveau aufgesucht werden.

Eine weltweite Übersicht über die Erdbebengefährdung gibt die Globale Seismische Gefährdungskarte. Sie ist im Internet unter http://www.gfz-potsdam.de großformatig zum Download verfügbar. Das komplette Merkblatt des GFZ findet sich hier.



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