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Warum die freiwillige CO2-Abgabe unrealistisch ist

04.06.2012 | 06:00 Uhr
Warum die freiwillige CO2-Abgabe unrealistisch ist
Christian Leetz kommentiert die freiwillige Spende, mit der Flugreisende C02-Emissionen kompensieren können.

Essen.  Nur ein Prozent aller Flugreisenden gibt eine freiwillige Spende, um die durch ihren Flug entstehende CO2-Emissionen zu kompensieren. In seinem Kommentar erklärt Redakteur Christian Leetz, warum er die freiwillige Abgabe für unrealistisch und naiv hält.

Jetzt ist es amtlich: Flugreisende sind nicht bereit, die durch ihren Flug entstehenden CO2-Emissionen mittels kleiner Geldspenden an Stiftungen wie MyClimate zu kompensieren. Wie die Lufthansa jetzt bekannt gab, macht nur ein Prozent der Passagiere von der Möglichkeit auf der Konzern-Website Gebrauch, durch eine freiwillige Spende etwa Wiederaufforstungsmaßnahmen oder andere Klimaschutzprojekte zu unterstützen.

Bei Tuifly sind es zwei Prozent. Und der Flughafen Köln-Bonn räumt ein, dass der Automat in der Abflughalle, an dem Reisende ihren CO2-„Ablass“ bezahlen können, „meist verwaist“ dasteht. Und die wenigen, die bisher bereit waren, den ein oder anderen „Euro des guten Willens“ zu bezahlen, werden nun, da die Airlines in den Emissionshandel einbezogen worden sind, ihre Geldbörse stecken lassen.

Ihre Meinung interessiert uns

Ohnehin: Die Idee, man könnte den Klimaschutz in einer auf Schnäppchen getrimmten Gesellschaft durch eine freiwillige Abgabe ankurbeln, ist unrealistisch bis naiv. Wer für 19,99 Euro nach London fliegen kann, wird nie im Leben weitere zehn Euro freiwillig an MyClimate überweisen – und sein soeben gewonnenes Billigticket damit um ein Drittel selbst verteuern.

Ihre Meinung: Was halten Sie von freiwilligen CO2-Abgaben bei Flugreisen?
Mailen Sie an: c.leetz@waz.de

Christian Leetz

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Kommentare
04.06.2012
09:34
Warum die freiwillige CO2-Abgabe unrealistisch ist
von dumper | #1

Warum soll ich für etwas bezahlen,wo gar nicht sichergestellt ist , das dieses Geld wirklich in Wiederaufforstungsprojekte gesteckt wird . Alles wird nur umschrieben aber nicht genau bezeichnet . Solange Regierungen in Asien ,Südamerika sogar per Gesetzt das abholzen von Regenwäldern erlauben , sind solche Maßnahmen nicht mehr als ein populistisches Feigenblatt ,frei nach dem Motto : seht her,wir tun was .
( Nur keiner weis, was )
Man brauch doch nur mal die Augen vor der eigenen Haustür einmal öffnen. Da werden gesunde Bäume und Sträucher entfernt weil sie arbeit machen ,besonders im Herbst wenn diese ihr Laub abwerfen , oder kranke und marode Bäume werden erst gefällt wenn sie ihre Äste abwerfen weil ihre Substanz am ende ist und eine Gefahr darstellen ,aber nicht durch neue ersetzt . Immer mit dem hinweis, das kein Geld dafür da ist.
Also sehe ich nicht ein , warum immer wir doofen Deutsche die Vorreiter sein sollen .
CO2 bekämpfen,sollte vor der eigenen Haustür anfangen !

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