Vor dem Spiel ist nach dem Spiel
06.07.2010 | 16:19 Uhr 2010-07-06T16:19:00+0200
Rewe Touristik blickt zufrieden auf die Sommersaison und rüstet sich für das Wintergeschäft
Draußen auf dem Gelände der Rheinterrassen wird alles für das große Public-Viewing der deutschen Elf gegen Spanien vorbereitet, natürlich in der festen Hoffnung, dass das Sommermärchen 2010 in die Verlängerung geht. Derweil bittet die zweitgrößte Touristikgesellschaft des Landes in Köln zur halbjährlichen Pressekonferenz und zieht eine erste Bilanz, wie sich das Reiseverhalten der Verbraucher trotz Aschewolke und Finanzmarktschwäche verändert hat.
Und es zeigt sich: Auf die Reiseweltmeister aus Deutschland ist auch in schlechten Zeiten Verlass. So konnten die drei Marken der Rewe Touristik, ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg, in den ersten acht Monaten des Buchungsjahrs die Gästezahl um immerhin sechs Prozent steigern, der Umsatz stieg um ein Prozent. Damit wähnt sich die Rewe Touristik im zweiten Jahr in Folge mit einer Buchungsentwicklung, die deutlich über dem Gesamtmarkt der deutschen Reiseveranstalter liegt. Gleichwohl: Absolute Zahlen werden nicht genannt. Dafür wagt Sören Hartmann, Sprecher der Geschäftsführung der Rewe Touristik, einen Ausblick auf das Finale der Sommersaison. „Mit dem Ende der Fußballweltmeisterschaft wird vermutlich eine Buchungswelle einsetzen, von der wir noch einmal profitieren dürften.”
Gleichzeitig hat der Kölner Veranstalterriese damit begonnen, seinen Kader für die anstehende Wintersaison qualitativ zu verstärken. So erhält der etwas in die Jahre gekommene Edelstürmer Jahn Reisen nicht nur einen neuen Satz Trikots und ein neues Logo, sondern darf sich künftig auf ausgewählte Hotels im hochwertigen 4- und 5-Sterne-Segment in besonderer Lage konzentrieren. Die erst vor einem Jahr modernisierte Marke ITS soll wie gehabt bei der Zielgruppe Familien die entscheidenden Treffer landen. Und Tjaereborg darf künftig in seiner Position als Youngster mit unbekümmerter Spielfreude und besonders günstigen Reisepreisen glänzen. Etwa mit Hotels in Ägypten und anderen Warmwasserzielen, die als besonders partytauglich gelten.
Für die kommende Wintersaison macht Rewe-Touristik-Chef Sören Hartmann den Trend aus, dass die Urlauber bei der Wahl ihres Reiseziels weiterhin extrem preissensibel agieren, dabei gleichzeitig aber ihren festen Qualitätsanspruch nicht aufgeben würden. „Was es so gut wie gar nicht mehr gibt, sind Kunden, denen die Qualität egal ist, Hauptsache der Preis ist am niedrigsten. Die Kunden bleiben heute bei ihrem Qualitätsanspruch. Davon rücken sie nicht ab. Lieber entscheiden sie sich für eine andere Destination”, bringt es Hartmann auf den Punkt. Daher sei es an Zeit, dass insbesondere Spanien und die Kanaren ihre Hotelinfrastruktur endlich verbessern würden.
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