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Kreuzfahrten

Verschiedene Routen für Südstaaten-Fans

Missisippi-Feeling auf dem Schaufelraddampfer American Queen
Die American Queen ist der größte Schaufelraddampfer, der je gebaut wurde und bietet Platz für bis zu 400 Passagiere.

Südstaaten-Fans können mit der American Queen verschiedene Routen auf dem Mississippi, Ohio und Tennessee River befahren, von St. Louis nach St. Paul oder von Memphis nach New Orleans. Natürlich gehört auch der eine oder andere Landgang dazu: In New Madrid, Missouri, nimmt ein pensionierter Staatsanwalt die Kreuzfahrer mit auf einen „hayride“ – eine witzige Tour auf dem Anhänger seines Traktors. 20 Passagiere zuckeln auf Heuballen durch das Provinzstädtchen am Mississippi, hören Geschichten über die große Flut von 1927 und über die Menschen, die heimatverbunden ihre verschlammten Häuser wieder aufbauten.

In Paducah, Kentucky, ist im ältesten Gebäude der Stadt das River Heritage Museum untergebracht: ein herrlich altmodisches Dorfmuseum mit Dampfschiffmodellen und alten Fotos. Durchs Mikroskop lässt sich algengetrübtes Wasser begutachten und über Lautsprecher hört man die Biografien von Menschen am Fluss – darunter auch die der ersten Kapitänin auf dem Mississippi. Und weil der Kapitän auf der American Queen natürlich keinen anderen ans Steuer lässt, können Besucher im Schiffssimulator einen Schaufelraddampfer steuern.

Eine Stunde bevor die American Queen wieder ablegt, erklingt vom Achterdeck plötzlich ein Geklimper wie auf dem Jahrmarkt: Bordpianist Phil Westbrook sitzt an der Dampforgel und ruft die Passagiere damit zurück aufs Schiff. Dort wird bald ordentlich aufgetischt: Hummer mit Krabbenfüllung steht auf dem Menü und Schinken mit Coca Cola-Sauce. Spät am Abend sitzt man noch lange auf dem Balkon der Engine Bar. Drinnen spielt Phil die letzten Songs. Und irgendwann ist da nur noch der Sound des alten Flusses – und das leise Rauschen des Schaufelrads.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten der USA

 

Esther Delgado

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